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Award / Auszeichnung | 08/2020

polis Award 2020

Stadt Landschaft Burg

DE-39288 Burg

3.PREIS / KATEGORIE: LEBENSWERTER FREIRAUM

relais Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

Mark Krieger Pflanzungen

Bauingenieurwesen

BESCO: Berliner Steincontor GmbH

Hersteller

Stadt Burg

Bauherren

Projektdaten

  • Geb√§udetyp:

    Landschaft und Freiraum

  • Projektgr√∂√üe:

    keine Angabe

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Baubeginn: 07/2015
    Fertigstellung: 04/2018

Projektbeschreibung

Durch den Einfluss digitaler M√§rkte, das ver√§nderte Mobilit√§tsverhalten, den demographischen Wandel und Abwanderungsprozesse wird die k√ľnftige Funktion vieler Innenst√§dte ungewiss. Doch zeigt sich schon heute die Relevanz dieser Frage f√ľr die Zukunft kleiner und mittelgro√üer St√§dte. Das Konzept f√ľr die Landesgartenschau in der sachsen-anhaltinischen Stadt Burg setzte sich daher das Ziel, den Stadtkern als ideellen und infrastrukturellen Bezugsraum zu st√§rken, indem die Vernetzung von Stadt- und Landschaftsstruktur neu formuliert wird.
Dazu wurden die die Innenstadt rahmenden historischen Stadtparks Goethepark und Flickschupark revitalisiert. Zwischen beiden Parks wurden der Weinberg und die Ihleg√§rten als neue Freir√§ume in der Altstadt realisiert. Mit allen diesen Parks wurde das System der st√§dtischen Freir√§ume von Burg in seinem Zusammenhang beplant und weiterentwickelt. Brachen und bestehende Gr√ľnanlagen wurden genutzt, um im Prozess des Stadtwandels positive Impulse zu setzen. Neue Verbindungen wurden geschaffen, die Nutzungsvielfalt erweitert und er√∂ffnet. Dabei erhielten die von Bedeutungsverlust bedrohten R√§ume eine neue Relevanz f√ľr das st√§dtische Leben.
In den historischen, f√ľr die Identit√§t der Stadt wichtigen Freir√§umen des Goethe- und des Flickschuparks wurden neue Nutzungsangebote geschaffen. Der gestalterische Zusammenhang des Goetheparks wurde durch Neuinterpretation verlorengegangener Ausstattungselemente und Parkbereiche wiedergewonnen. Dazu geh√∂ren der mit einem Wasserstein akzentuierte Bahnhofsvorplatz und ein skulptural gestalteter Pavillon. Das angrenzende ehemalige Bauhofareal wurde zu einem Spielw√§ldchen mit flie√üenden Wegestrukturen und verschiedenen Aktionsfl√§chen umgeformt.
Der Flickschupark formuliert den √úbergang zur Flusslandschaft der Ihle. Das Ufer des dortigen Flickschuteichs wurde durch einen steinernen Steg und flache Natursteinabtreppungen erschlossen. In den Wiesenr√§umen des Parks entstand ein Aussichts- und Spielh√ľgel als kraftvoller r√§umlicher Akzent mit vielf√§ltigem Nutzungsangebot.
Die neuen Parkbereiche des Weinbergs und der Ihleg√§rten schaffen anstelle von Brachen au√üergew√∂hnliche Freir√§ume innerhalb der Altstadt entlang des Flusses Ihle. Auf der Erhebung des Weinbergs entstand √ľber der neugepflanzten Rebanlage ein Stadtbalkon mit weitreichender Sicht auf die Stadtsilhouette. Die Ihleg√§rten greifen mit ihrer Kammerstruktur die Parzellengrenzen der fr√ľheren Bebauung dieses innerst√§dtischen Areals auf. Damit erhalten sie die r√§umliche Dichte und Heterogenit√§t des Stadtquartiers aufrecht und schaffen Gartenr√§ume, die unterschiedliche, wechselnde Nutzungen aufnehmen k√∂nnen.