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Award / Auszeichnung | 11/2014

Pool Vision 2014

Foto: David Matthiessen

Foto: David Matthiessen

Emser Therme

DE-56130 Bad Ems, Viktoriaallee 25

2. Preis Public/Hotel pools

4a Architekten

Architektur

Fischer + Friedrich Ingenieurgesellschaft fĂŒr Tragwerksplanung mbH

Tragwerksplanung

Kannewischer Ingenieurgesellschaft mbH

TGA-Fachplanung

TP Elektroplan

TGA-Fachplanung

Kurz und Fischer GmbH Beratende Ingenieure

Bauphysik

GĂ€nßle + Hehr Landschaftsarchitekten PartGmbB

Landschaftsarchitektur

Projektdaten

  • GebĂ€udetyp:

    Sport und Freizeit

  • ProjektgrĂ¶ĂŸe:

    7.500mÂČ (geschĂ€tzt)

  • Status:

    Realisiert

  • Termine:

    Baubeginn: 06/2011
    Fertigstellung: 12/2012

Projektbeschreibung

Seit Dezember 2012 ist die Kurstadt Bad Ems um eine Attraktion reicher: Als architektonisches Highlight lockt die neue Emser Therme von 4a Architekten ihre Besucher und ĂŒberzeugt die BadegĂ€ste mit hohem Komfort und besonderer AtmosphĂ€re. Damit erweitert die WohlfĂŒhltherme das Wellness- und Erholungsangebot der Stadt um zahlreiche Faktoren und stĂ€rkt maßgeblich die zukunftsfĂ€hige Positionierung von Bad Ems in der Kur- und BĂ€derlandschaft.

Wellness am Fluss – dieser Slogan greift die zentralen Themen der neuen Therme in Bad Ems auf. Er beschreibt zum Einen die idyllische Lage direkt an der Lahn zwischen KaiserbrĂŒcke und Lahninsel, sĂŒdlich des Stadtzentrums von Bad Ems; zum Anderen ist die Emser Therme mit ihrem eigenstĂ€ndigen Charakter in besonderem Maße auf die Gesundheit, die Erholung und das Wohlbefinden der GĂ€ste ausgerichtet: ThermenÂŹlandschaft, Saunapark, Wellnessgalerie und Fitnesspanorama bieten ein Rundumprogramm fĂŒr Körper und Seele.

Um Raum fĂŒr die neue Emser Therme zu schaffen, musste zunĂ€chst die bestehende Thermenanlage rĂŒckgebaut werden. Dieser Schritt ermöglichte es, das neue GebĂ€ude optimal an die örtlichen Gegebenheiten anzupassen. So greift der Entwurf fĂŒr das neue Thermalbad besonders prĂ€gende Elemente der natĂŒrlichen Umgebung auf: Ein zentrales und immer wiederkehrendes Thema bei der Gestaltung der Therme ist beispielsweise der Flusskiesel, wie er auch am Ufer der Lahn vorzufinden ist. Er zeigt sich in der Formgebung der einzelnen Baukörper, der Schwimmbecken sowie bei den Fassadenöffnungen in ganz unterschiedlichen Varianten – und auch bei der Wandgestaltung im Innenraum ist das Kieselelement von zentraler Bedeutung. DarĂŒber hinaus greift die Therme auch in ihrer MaterialitĂ€t die Charakteristik von Kieselsteinen auf und fĂŒgt sich dadurch besonders behutsam in den Naturraum ein. Die einzelnen Baukörper formen mit ihrem Volumen unterschiedliche Steine, die Ă€hnlich wie Kieselsteine am Flussufer geschichtet sind und sich einander ĂŒberlagern. Im Zentrum der Steinformation befindet sich die Badehalle – weitrĂ€umig und großzĂŒgig gestaltet bildet sie das grĂ¶ĂŸte Element. An die Badehalle schließt der Saunatrakt nach Westen an. Mit markanter Kieselform schieben sich die zwei Baukörper, welche Gastronomiebereich und Shop beherbergen, in das Gesamtvolumen der Badehalle. Ebenso spiegelt die Fassadengestaltung der Therme das Leitthema wieder: Ein besonderer Blickfang sind die kieselförmigen Ausschnitte in der mit weißem Aluminiumblech verkleideten Nordfassade, die entlang der Straßenfront verlĂ€uft. Die asymmetrischen Öffnungen verleihen dem Baukörper auf der innerstĂ€dtisch zugewandten Seite ein lebendiges und heiteres Erscheinungsbild. Auch der Grundriss der Therme ist von weichen Rundungen gezeichnet – mit ihren gebogenen Scheiben greift die Glasfassade der Badehalle ebenfalls die Charakteristik von Kieselsteinen auf. Von außen ist das Erscheinungsbild der Therme von einem Wechselspiel aus großflĂ€chigen, transparenten Verglasungen und geschlossenen Fassadenelementen geprĂ€gt. Beispielsweise sind die solitĂ€ren Baukörper wie Saunatrakt, Außensauna, Flusssauna sowie Shop und Gastronomiebereich mit sibirischem LĂ€rchenholz verkleidet. Das verleiht den unterschiedlichen Volumen ein differenziertes Erscheinungsbild und unterstreicht den vom Naturraum geprĂ€gten Charakter der Therme.

Die Eingangshalle und das großzĂŒgig gestaltete Foyer mit freiem Blick auf die angrenzende Badehalle bilden den Auftakt fĂŒr das Bade- und WellnessvergnĂŒgen in der Emser Therme. Dabei markieren der Shop-Kieselstein und der Kieselstein fĂŒr den Gastronomiebereich weithin sichtbar die Eingangssituation. Über die Eingangshalle werden sĂ€mtliche Funktionsbereiche des Thermalbades erschlossen. Die Lage des Gastronomie-Kiesels an der Schnittstelle von Foyer und Badehalle ermöglicht es, beide Bereiche sowie eine Außenterrasse zu bedienen. Ein Treppenaufgang fĂŒhrt zum Wellness- und Fitnessbereich im Obergeschoss; dieser kann auch unabhĂ€ngig von Bade- und Saunabetrieb besucht werden. Ob Kaiserbad, Hammam oder herkömmliche Massagen, hier erwarten den Gast attraktive Angebote in einem Ambiente, das zum Entspannen und WohlfĂŒhlen einlĂ€dt. Der Fitnessbereich bietet durch großzĂŒgige Verglasungen sowohl interessante Einblicke in die Badehalle als auch attraktive Ausblicke in die Natur. Eine Dachterrasse lĂ€dt zum Trainieren im Freien ein. Entlang des Wellness- und Fitnessbereichs schließt eine Galerie mit Ruhebereich an, so gelangt der Badegast ĂŒber das Obergeschoss in die Badehalle. Hier befindet sich auch der Zugang zur „Pastille“ mit ihrem Inhalationsraum, welche in Form und MaterialitĂ€t an die Emser Pastille erinnert. Scheinbar frei im Raum schwebend bildet sie einen attraktiven Blickfang in der weitlĂ€ufigen Badehalle.

Im Erdgeschoss befinden sich der Umkleidetrakt mit Duschbereich sowie die Sauna. Dabei bilden die Umkleiden eine Art Schleuse zwischen dem öffentlich einsehbaren Stiefelgang entlang der Nordfassade und den Duschen mit direktem Zugang in die Badehalle. Die weitgehend transparente Fassadengestaltung verleiht der Halle eine lichtdurchflutete und freundliche AtmosphĂ€re. FĂŒr ein abwechslungsreiches und lebendiges Erscheinungsbild sorgen die frei eingestellten Baukörper wie Dampfbad und Pastille, die verschiedenen Beckenangebote sowie die markante Gestaltung der Sichtbetonwand mit kieselförmigen Ausschnitten. Das besondere WohlfĂŒhlambiente entsteht durch die freundliche und heitere Farbgestaltung, eine stimmungsvolle Beleuchtung sowie optimal aufeinander abgestimmte Materialien: Anthrazitfarbenes Feinsteinzeug, weiß geflieste Becken mit Beckenköpfen aus Marmor, eine Deckenverschalung aus Seekiefer und Wandverkleidungen aus sibirischen LĂ€rchenholzlamellen und gebĂŒrstetem Erlenholz prĂ€gen den Raumeindruck. In den Saunabereich gelangt der Besucher entweder ĂŒber die Umkleiden oder die Badehalle. Die großzĂŒgige Saunalandschaft auf einer Ebene ermöglicht einen Rundweg, welcher entlang der verschiedenen Saunakabinen, den offenen und geschlossenen Ruhebereichen sowie der Sauna-Bar fĂŒhrt und in den weitrĂ€umigen Saunagarten mĂŒndet, in dem sich die Aufgusssauna befindet. Ein weiteres Highlight der Emser Therme ist die Flusssauna, die wie ein Kieselstein in der Lahn liegt. Sie wird im Sommer 2013 fertig gestellt sein. Über einen Steg gelangt der Saunagast auf die Plattform mit eigenstĂ€ndigem Saunabetrieb – zwei Saunakabinen mit Ruheraum und Sauna-Bar. Mit ihrer abgeschiedenen Lage rundet die Flusssauna das vielfĂ€ltige Angebot im Außenbereich ab und bietet Raum fĂŒr Ruhe und Entspannung. In den Sommermonaten erweitert ein Außenbewegungsbecken das Badeangebot. Die Verwaltungs- und PersonalrĂ€ume im Untergeschoss werden ebenfalls ĂŒber eine Treppe in der Eingangshalle erschlossen. Hier ist auch die gesamte Technik untergebracht. Die Anlieferung des GebĂ€udes erfolgt von der Straße aus ĂŒber eine Rampe in der Höhe des Saunatrakts.

Die neue Emser Therme ist ein gelungenes Beispiel, wie sich Badekultur und zeitgemĂ€ĂŸe Architektur durch atmosphĂ€rische Gestaltung und hohen Komfort vereinen lassen. Denn die Erfahrung zeigt: Nur in einem qualitativ hochwertigen Ambiente kann sich der Badegast wohlfĂŒhlen, entspannen und zur Ruhe kommen.





Objektdaten

Bauherr: Emser Therme GmbH

Architekt: 4a Architekten GmbH

Projektleitung: Martin Schweizer
Team: Christian Vörmann, Swantje Hanussek
Bauleitung: Stefan Schweizer, Josias Schmidt, Anja Noschka, Patricia Löw, Sylvia Gmelin

Tragwerksplanung: Fischer + Friedrich Beratende Ingenieure
HLS-Technik: Kannewischer Ingenieurgesellschaft mbH
Elektrotechnik: TP-Elektroplan GmbH
Bauphysik: Kurz und Fischer Beratende Ingenieure

Fotografien: David Matthiessen, Stuttgart
Foto: David Matthiessen

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