Nichtoffener Wettbewerb | 12/2025
Quartier Graben-Friedrichstraße in Vaihingen an der Enz
©Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner | faktorgruen
Visualiesierung Grabenplatz
3. Preis
Preisgeld: 14.000 EUR
Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner
Architektur, Stadtplanung / Städtebau
Landschaftsarchitektur
Beurteilung durch das Preisgericht
Der Arbeit gelingt eine gut nachvollziehbare städtebauliche Verortung des vorgegebenen Raumprogramms im Wettbewerbsgebiet. Es entsteht ein überzeugendes neues Quartier am Rande der Altstadt.
Prinzipiell werden die Baumassen maßvoll mit Fokus auf resultierende Freiräume und Wegebeziehungen verteilt. Die Setzung von giebelständigen Baukörpern mit Satteldach entlang der Grabenstraße und von etwas höheren Flachdachkubaturen im Innern stellt einen angemessenen Übergang zur Altstadt her. Hier würden allerdings steilere Dachneigungen einen besseren Bezug zum Bestand herstellen. Bei prinzipiell guter Verteilung der Baumassen wird jedoch die Massivität der Eckausbildung Grabenstraße / Franckstraße infrage gestellt. Auch der Maßstabsprung zu Grabenstraße Nr. 19 und der nach Westen offene Wohnblock mit seinem Sockelgeschoss, sowie die Dichte Setzung westlich des denkmalgeschützten Gebäudes werden als nachbarschaftliche Fügungen kritisch diskutiert.
Mit sicherer Hand wird die Altstadt über die neue Freiraumabfolge mit dem denkmalgeschützten Ensemble verbunden. Hier entsteht ein begrünter Platz als Trittstein im öffentlichen Wegesystem der Stadt, der Potenzial für einen neuen besonderen Ort vorbereitet. Trotz anspruchsvoller Topografie sind alle Einkaufsnutzungen für Passanten schlüssig und barrierefrei aufzufinden und stärken damit die Bedeutung des öffentlichen Raumes. Auch die Zugänge zu den Treppenhäusern der Wohnungen erhalten so ihre Adressen. Um dieser Adressbildung besser zu entsprechen, sollten die abgesetzten Sockel in den Fassadenabwicklungen überdacht werden und ein stärkerer Erdschluss angestrebt werden. Fast alle Gebäudesockel sind belebt, lediglich die Bebauung an der Friedrichstraße ragt bezuglos in den nördlichen Freiraum.
Am Quartiersplatz und in der nördlichen Grünfuge sind erdgebundene Baumsetzungen möglich, alle anderen Baumsetzungen sind leider unterbaut.
Die Umsetzbarkeit der Tiefgarage in der Grabenstraße ist wegen der Länge der notwendigen Rückwärtsfahrten und wegen der notwendigen Kurvenradien nicht gesichert. Eine Überarbeitung wäre erforderlich. Die Anfahrbarkeit der Anlieferungen der Märkte ist in der Grabenstraße für Sattelzüge nicht gegeben, da die Nutzung der Gegenfahrbahn erforderlich ist.
Die „Kulturscheune“ ist als Ankerpunkt mit Treppenanlage gut eingebunden, das Nutzungskonzept aber nicht konkret. Die Bebauung an der Grabenstraße zeigt einen unpassenden Akzent durch einen 5-geschossigen Flachdach-Baukörper an der Kreuzung Franckstraße. Das Gesamtkonzept ist gut.
Die Arbeit überzeugt in ihrer Gesamtheit mit einer guten städtebaulichen Setzung, wobei nachbarschaftliche Fügungen im Einzelnen kritisch diskutiert werden. Alle Funktionen sind gut zugeordnet. Hinsichtlich der Erschließungen besteht Überarbeitungsbedarf.
Prinzipiell werden die Baumassen maßvoll mit Fokus auf resultierende Freiräume und Wegebeziehungen verteilt. Die Setzung von giebelständigen Baukörpern mit Satteldach entlang der Grabenstraße und von etwas höheren Flachdachkubaturen im Innern stellt einen angemessenen Übergang zur Altstadt her. Hier würden allerdings steilere Dachneigungen einen besseren Bezug zum Bestand herstellen. Bei prinzipiell guter Verteilung der Baumassen wird jedoch die Massivität der Eckausbildung Grabenstraße / Franckstraße infrage gestellt. Auch der Maßstabsprung zu Grabenstraße Nr. 19 und der nach Westen offene Wohnblock mit seinem Sockelgeschoss, sowie die Dichte Setzung westlich des denkmalgeschützten Gebäudes werden als nachbarschaftliche Fügungen kritisch diskutiert.
Mit sicherer Hand wird die Altstadt über die neue Freiraumabfolge mit dem denkmalgeschützten Ensemble verbunden. Hier entsteht ein begrünter Platz als Trittstein im öffentlichen Wegesystem der Stadt, der Potenzial für einen neuen besonderen Ort vorbereitet. Trotz anspruchsvoller Topografie sind alle Einkaufsnutzungen für Passanten schlüssig und barrierefrei aufzufinden und stärken damit die Bedeutung des öffentlichen Raumes. Auch die Zugänge zu den Treppenhäusern der Wohnungen erhalten so ihre Adressen. Um dieser Adressbildung besser zu entsprechen, sollten die abgesetzten Sockel in den Fassadenabwicklungen überdacht werden und ein stärkerer Erdschluss angestrebt werden. Fast alle Gebäudesockel sind belebt, lediglich die Bebauung an der Friedrichstraße ragt bezuglos in den nördlichen Freiraum.
Am Quartiersplatz und in der nördlichen Grünfuge sind erdgebundene Baumsetzungen möglich, alle anderen Baumsetzungen sind leider unterbaut.
Die Umsetzbarkeit der Tiefgarage in der Grabenstraße ist wegen der Länge der notwendigen Rückwärtsfahrten und wegen der notwendigen Kurvenradien nicht gesichert. Eine Überarbeitung wäre erforderlich. Die Anfahrbarkeit der Anlieferungen der Märkte ist in der Grabenstraße für Sattelzüge nicht gegeben, da die Nutzung der Gegenfahrbahn erforderlich ist.
Die „Kulturscheune“ ist als Ankerpunkt mit Treppenanlage gut eingebunden, das Nutzungskonzept aber nicht konkret. Die Bebauung an der Grabenstraße zeigt einen unpassenden Akzent durch einen 5-geschossigen Flachdach-Baukörper an der Kreuzung Franckstraße. Das Gesamtkonzept ist gut.
Die Arbeit überzeugt in ihrer Gesamtheit mit einer guten städtebaulichen Setzung, wobei nachbarschaftliche Fügungen im Einzelnen kritisch diskutiert werden. Alle Funktionen sind gut zugeordnet. Hinsichtlich der Erschließungen besteht Überarbeitungsbedarf.
©Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner | faktorgruen
Visualisierung Quartiersplatz
©Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner | faktorgruen
Lageplan 1-500
©Thomas Schüler Architekten und Stadtplaner | faktorgruen
Ansicht Grabenstraße 1:200