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Einladungswettbewerb | 10/2022

Quartiersentwicklung am Dreilingsweg in MĂŒnchen

Perspektive

Perspektive

2. Preis

Preisgeld: 17.640 EUR

Studio Wessendorf

Stadtplanung / StÀdtebau

STUDIO RW | Landschaftsarchitektur + Stadtplanung

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Beitrag ĂŒberzeugt durch die strategisch geschickte Setzung von FreirĂ€umen und schafft auf Basis einer differenzierten, öffentlichen Raumstruktur gute Verbindungen zwischen bestehenden und neuen Strukturen. Dabei wird bewusst auf eine geradlinige Haupterschließungsachse verzichtet.

Die beiden Landschaftsfenster integrieren Teile der bestehenden Gehölzstruktur und werden begrĂŒĂŸt. Die genaue Position sollte im Hinblick auf den Bestandserhalt (z.B. Magerrasen) angepasst werden, um deren Potenzial noch besser auszuschöpfen.

Der nördliche, neben dem Schulperimeter gelegene, öffentliche Freiraum mĂŒsste breiter dimensioniert sein, um die geforderten AbstandsflĂ€chen aufnehmen zu können und die öffentliche Verbindung nach Norden zu verbessern.
Die gewÀhlte rÀumliche Struktur der sieben Baublöcke differenziert sich je nach spezifischem Ort in der Ausformulierung ihrer Blockrandstruktur. Ihre bauliche als auch freirÀumliche Struktur ermöglicht dadurch eine positive Vielfalt an rÀumlichen Beziehungen. Die Baukörperform ermöglicht grundsÀtzlich gute funktionale auch flexibel strukturierte Grundrisse.

Die aufgezeigte atmosphĂ€rische Darstellung der Quartiersmitte wird als dem Standort angemessen positiv bewertet und der Vorschlag eines CafĂ©s begrĂŒĂŸt.

Die vorgeschlagene VerkehrsfĂŒhrung hat das Potenzial eine durchgĂ€ngige MIV-Erschließung des Quartiers mit einer Verkehrsberuhigung (Shared Space) zu verbinden. Das Erschließungskonzept wĂ€re dahingehend zu prĂ€zisieren. Die Quartiersgaragen sind an den Zuwegen konzentriert und die Positionen sind sinnvoll gewĂ€hlt, um den Verkehr weitgehend aus dem Quartier herauszuhalten. Die genaue Differenzierung von oberirdischen und unterirdischen StellplĂ€tzen kann nicht nachvollzogen werden. Eine Fahrradinfrastruktur (erdgeschossige StellplĂ€tze) wird nicht bzw. nur rudimentĂ€r nachgewiesen.

Die Positionierung des großflĂ€chigen Einzelhandels wird kontrovers diskutiert. Positiv bewertet wird die NĂ€he zum Quartier. Wirtschaftlich betrachtet ist die gut sichtbare Anordnung im SĂŒdwesten gegenĂŒber des bestehenden Berufsbildungszentrums und nahe der S-Bahn geeigneter.

Die unversiegelte FlÀche liegt mit ca. 29.000 m2 im oberen Bereich.

Die vorgeschlagene bauliche Dichte entspricht den Anforderungen und lĂ€sst gleichzeitig einen großen Anteil der FreirĂ€ume unversiegelt. Der Luftaustausch (N-W) wird durch fehlende durchgehende Ventilationsschneisen deutlich eingeschrĂ€nkt. Das A/V VerhĂ€ltnis (Kompaktheit) liegt mit 0,27 im guten Bereich. FlĂ€chen fĂŒr regenerative Energienutzung sind in einem guten Maß vorhanden. Die Nutzung passiver Solarenergie ist gut möglich. Regenwasserversickerung wird verbal erlĂ€utert und prinzipiell im Plan dargestellt.

Der Entwurf greift unterschiedlichste Themen und NutzungsvorschlÀge auf und stellt somit einen ambitionierten Ansatz dar, gleichzeitig wirken die Strukturen noch etwas orientierungslos.
Vogelperspektive

Vogelperspektive