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Qualifizierungsverfahren mit Zwischenpräsentation | 09/2025

Rahmenplan Stadtteilzentrum Schotthock in Rheine

14

Teilnahme

UTA Architekten und Stadtplaner BDA

Stadtplanung / Städtebau

Hannes Hörr Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur

BERNARD Gruppe ZT GmbH

Verkehrsplanung

Beurteilung durch das Preisgericht

Im Stadtteil Schotthock entsteht durch die geplante städtebauliche Entwicklung ein neuer, zusammenhängender Stadtraum. Ein großzügiger, offener Platzraum mit großen grünen Inseln verbindet die Kirche mit dem linearen Straßenraum und gliedert diesen zu einer klaren Einheit. Der Straßenraum, dessen geradlinige, leicht verkippte Raumkanten einen weiten Bogen auf- spannen, verstärkt den Eindruck einer eindeutigen städtischen Form. So entsteht ein „Innen- raum", in dem öffentlich orientierte Funktionen miteinander in Austausch treten können.

Der neue Platz wird zu einem Ort hoher Zentralität, der durch seine Gestaltung nicht nur identitätsstiftend wirkt, sondern auch eine hohe Aufenthaltsqualität verspricht. Die bauliche Struktur mit einer Geschossigkeit von zwei bis drei Stockwerken sowie einem zusätzlichen Dachgeschoss orientiert sich an die Volumetrie der Umgebung und fügt sich ein. Die Kirche wird dabei sinnvoll in die Neugestaltung integriert: Sowohl für die räumliche Fassung als auch für die Identität des Quartiers ist ihr Erhalt von besonderem Wert, so dass auch eine spätere Umnutzung denkbar bleibt.

Besondere Bedeutung erhält die Nord-Süd-Verbindung, während die West-Ost-Achsen bewusst weniger betont werden. Der ruhende Verkehr konzentriert sich vor allem auf den südlichen Be- reich der Bonifatiusstraße, wo Senkrechtparker vorgesehen sind. Die Zufahrt zum auf der Westseite geplanten Supermarkt erfolgt ebenfalls über die Bonifatiusstraße. Teilweise er- scheinen die Stellplatzlösungen, wie etwa die Anordnung auf dem Supermarktdach, jedoch nicht praktikabel und können den fußläufigen Stadtraum als auch die nachbarschaftliche Umgebung stark beeinträchtigen. Der Erschließung führt zu einer erhöhten Verkehrsbelastung. Die notwendige Straßenbreite durch die Senkrechtparker erzeugt einen überbreit wirkenden Straßenraum, der zum schnellen fahren führen kann. Dies steht im konzeptionellen Gegensatz zur Idee eines wenig gestörten Aufenthaltsbereich für Fußgänger.

Mit der Gesamtstruktur führt der Entwurf aber auch in Teilbereichen eine neue Maßstäblichkeit an den Ort ein die kritisch diskutiert wird. Die Fußabdrücke der Gebäude stellen teilweise einen sichtbaren Maßstabssprung im Kontext der Nachbarschaft dar. Der neue Baustein des Super- markts mit seiner Verortung bedarf einer räumlichen Neuordnung des Bestandes, der zu Konflikten durch seine verkehrlichen Notwendigkeiten führen kann und wird im Zusammenhang mit dem Platzraum sehr kontrovers diskutiert.

Das Projekt fügt sich insgesamt als neuer Stadtbaustein in das Quartier ein und schafft eine klar erkennbare Mitte. Die Körnung und Struktur erscheint der Umgebung allerdings nur teilweise angemessen.
Lageplan mit Kirche

Lageplan mit Kirche

Axo

Axo

Lageplan ohne Kirche

Lageplan ohne Kirche

Perspektive

Perspektive

Schwarzplan

Schwarzplan

Konzept mit Kirche

Konzept mit Kirche

Konzept ohne Kirche

Konzept ohne Kirche

Querschnitt

Querschnitt

Längsschnitt

Längsschnitt

Detailschnitt

Detailschnitt

EG Platz

EG Platz