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Nichtoffener Wettbewerb | 10/2015

Rathaus

Anerkennung

Preisgeld: 2.000 EUR

pape+pape architekten

Architektur

GTL Michael Triebswetter Landschaftsarchitekt

Landschaftsarchitektur

modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, FrÀsservice, Laserservice

Modellbau

Beurteilung durch das Preisgericht

Das neue Rathaus wird von den Entwurfsverfassern als ein kompaktes, zweigeschossiges Volumen mit einem Satteldach vorgeschlagen. Dieses ist giebelstĂ€ndig zur Oberstrasse ausgerichtet und im sĂŒdlichen GrundstĂŒcksbereich platziert. Mittels einer Pergolenstruktur wird die HofflĂ€che nach Westen gefasst und gleichzeitig eine ĂŒberdachte Verbindung zwischen den Baukörpern geschaffen. Der so dreiseitig gefasste Innenhof ist gut proportioniert und erscheint angemessen fĂŒr die vorgeschlagenen Funktionen. Diesem vorgelagert schlagen die Verfasser eine Verkehrsberuhigung durch eine QuerschnittsverjĂŒngung der Oberstrasse vor. Zudem werden hier drei Kurzzeitparker angeboten.

Das unter Denkmalschutz stehende BestandsgebĂ€ude wird entlang der Wilhelmstrasse erweitert und so um sinnvolle, dienende Funktionen ergĂ€nzt. DarĂŒber hinaus bleibt die Grundrissstruktur des Bestandes unverĂ€ndert.

Die BestandsbÀume können durch die Anordnung der Baukörper erhalten bleiben. Die bekieste FlÀche unter Platane und Kirsche wirkt in ihrer Ausbildung noch etwas beliebig.

Die Anordnung der StellplĂ€tze im Westen des GrundstĂŒcks ist gut gelöst. Durch die bauliche Trennung sind sie nicht direkt einsehbar. Durch die Anordnung der Fahrbahn an der GrundstĂŒcksgrenze sind keine baurechtlichen Probleme zu erwarten. Die vorgeschlagene Fußwegeverbindung zur Ludwigsstraße wird positiv gesehen.

Der Haupteingang des Rathauses ist direkt zur Oberstrasse orientiert. Zu der kleinen und in ihrer GrĂ¶ĂŸe angemessenen VorflĂ€che zur Oberstrasse sowie zum Innenhof weicht das Erdgeschoss in seiner Kubatur zurĂŒck und es entsteht fast selbstverstĂ€ndlich eine gut ablesbare Eingangssituation. WĂŒnschenswert wĂ€re hier eine grĂ¶ĂŸere Geschosshöhe des Erdgeschosses um eine angemessene Raumhöhe unter dem GebĂ€udevorsprung zu erzielen. Die Auskragung des Obergeschosses in Zusammenhang mit der rĂŒckwĂ€rtigen Pergola schafft einen regengeschĂŒtzten Umlauf der allerdings baukonstruktive Aufwendungen erfordert.

Der Grundriss des GebĂ€udes ist als Dreibund organisiert und wird mit einer freien Treppe zentral erschlossen. Dies fĂŒhrt zu einem effizient organisierten VerwaltungsgebĂ€ude. Die Funktionen liegen logisch und an den richtigen Stellen. Eine Teilunterkellerung des GebĂ€udes ist konstruktiv eher ungĂŒnstig, der Bruttorauminhalt liegt im ĂŒberdurchschnittlichen Bereich.

Die gewĂ€hlte GebĂ€udeform stellt einen angemessenen Bezug zum baulichen Umfeld her obwohl das Preisgericht das Volumen als eher zu breit und wenig elegant bewertet. Die vorgeschlagene MaterialitĂ€t und Anmutung des GebĂ€udes erscheint einem Rathaus angemessen und ist als besonderer Baustein im Stadtraum ablesbar. Die Arbeit stellt einen guten Beitrag fĂŒr die gestellte Bauaufgabe dar
Lageplan

Lageplan

Modell - modellwerk weimar

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Modell - modellwerk weimar

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