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Offener Wettbewerb | 04/2025

Rathaus der Zukunft in Berlin Mitte

Aussenperspektive Otto-Braun-Straße

Aussenperspektive Otto-Braun-Straße

2. Preis / Realisierung

Preisgeld: 98.000 EUR

cruu architecture GmbH

Architektur

w+p Landschaften GmbH

Landschaftsarchitektur

Werner Sobek AG

Tragwerksplanung, Bauphysik, Energieplanung

IGH Stuttgart GmbH & Co.KG

TGA-Fachplanung

Atelier für Architekturmodelle Boris Degen Modellbau

Modellbau

Erläuterungstext

Städtebau – führende Figur des Areals der Zukunft

Städtebaulich fügt sich das zukünftige Rathaus in das Ensemble des Areals „Haus der Statistik“ harmonisch ein und schließt den Block städtebaulich ab. Das Gebäude wurde als eine Figur aus drei Baukörpern mit zwei transparenten Verbindungselementen entwickelt, die auf den zweigeschoßigen Sockel aufgesetzt wurden. Das neue Rathaus fügt sich in die offene Lücke als leitender Hauptbaukörper ein, es wirkt städtebaulich als führende Figur im gesamten Areal.
Die Baukörper des Rathauses wurden in orthodiagonaler Ausrichtung gegliedert, um auf die bestehende Struktur des Hauses der Statistik entlang der Hauptstraße einzugehen und die städtebauliche Kante der bestehenden Struktur der Vorderseite zu übernehmen. Zugleich reagiert das neue Rathaus auf die Blockstruktur der sich auf der Rückseite des Areals befindlichen Bebauung. Diese bilden zusammen einen maßstäblichen Innenhof für die Wohnnutzung.
Die Gebäudehöhen der auf dem Sockel gesetzten drei Baukörper übernehmen die Höhen der umliegenden Nachbargebäude. Der nördliche Baukörper ist der höchste Kubus im Areal als Identität des Rathauses, der Baukörper im Süden übernimmt die Höhe des Nachbarwohngebäudes auf der Rückseite und letztlich übernimmt der Baukörper im Osten die Höhe des angrenzenden Hotels und des „Hauses der Statistik“. So entstehet ein gegliederter Rhythmus der drei Kubaturen auf dem Sockel bzw. „drei Steinen auf dem Tisch“, die sich gegenseitig mit Glasfugen abgrenzen.
Der Hauptzugang erfolgt vom Rathausplatz im Süden aus Richtung Alexanderplatz. Der neu angelegte längliche Platz repräsentiert den Rhythmus der Aktivtäten im städtischen Raum bis zum Rathaus der Zukunft. Im Norden des Gebäudes sind die Erschließung der Tiefgarage, Anlieferung und Parkplätze geplant.

Freianlagen – Urban Square mit Signé

Die Freianlagen formen in ausgewogener Verbindung mit der Architektur ein zukunftsorientiertes und resilientes Design zur Erreichung der avisierten übergeordneten Nachhaltigkeitsziele. Die flexible und adaptive Planung des Gebäudes wird in den Freiflächen fortgeführt. Der Entwurf formt einen lebenswerten und sozial ausgewogenen Baustein, der sich außenräumlich in den Kontext der Nachbarschaft einfügt. Die Bebauung definiert Eingänge, Durchgänge und Verbindungen. Dadurch entstehen multicodierte Freiflächen mit hoher Qualität und räumlich definierte Nachbarschaften.
Ein umfassendes Regenwasserkonzept bedient die mannigfaltige Option zur Verwendung dieser wertvollen Ressource bei der Ausgestaltung der Pflanzenverwendung in den Freianlagen im naturgegebenen Kreislauf. Auf den Dachflächen entstehen Gartenräume mit hoher Aufenthaltsqualität, für die Kommunikation und das gemeinsame Miteinander. Die Außenterrassen eröffnen eine Perspektive mit überaus hoher ökologischer Vielfalt. Entlang den Fassaden formen Rankpflanzen einen Screen im immerwährenden Wandel der Jahreszeiten. Baumpflanzungen entlang der Otto-Braun-Straße werden gleichermaßen durch anfallendes Oberflächenwasser gespeist.
Der Rathausplatz erhält durch nachhaltiges Regenwassermanagement einen einladenden Teppich mit einem akzentuierenden Wasserspiel. Hierdurch entsteht einhergehend an den zunehmenden Hitzetagen eine spürbare Verbesserung des Microklimas.
Außenterrasse als Stadtzimmer: Der Innenhof formt einen geschützten Aufenthaltsort, eine wohltuende Idylle mit unterschiedlichen Atmosphären. Vielfältige Baumarten in Größe, Wuchs und Farbgebung bilden ein lebhaftes, sehr grün geprägtes Ambiente.
Entlang der Otto-Braun-Straße formt ein Urban Square ein Aktivitätenband als markante sichtbare „großstädtische“ Sport- und Spielfläche. Hier reihen sich Skate-, Bowl-, und Basketballfelder an gliedernde Tribünen im Stadtgrundriss. Die befestigten Beläge werden mit einem geschliffenen Asphaltbelag als strukturierter Oberflächenbelag ausgeführt. Das Band sieht Durchlässigkeit in Längs- und Querrichtung vor, so dass die Eingangsgebäude der benachbarten Gebäude gut erreichbar sind. Eine wohltuende Ergänzung erfolgt durch integrierte Pflanzelemente. Funktionale Anforderungen wie Stellplätze, Ver- und Entsorgung und Fahrradstellplätze werden einhergehend mit der Gesamtgestaltung vorgesehen.
Insgesamt betrachtet entsteht durch die Neugestaltung ein übergeordnetes Entree in das Quartier und eine herausragende Adresse des Rathauses mit einem zukunftsorientierten großstädtischen Charakter.

Architektur - offen, transparent, kommunikativ, Arbeitswelten der Zukunft

Das Rathaus der Zukunft wurde als offenes, transparentes Haus konzipiert, um die Barrieren zwischen den Bürgern und den Beamten zu ebnen. Die modernen Arbeitswelten des Rathauses der Zukunft präsentieren sich offen und freundlich im Stadtraum. Der Bürger wird in einem hellen, lichtdurchfluteten Gebäude empfangen, in den hölzernen Waben sieht er die Mitarbeiter bei der Arbeit.
Die locker angeordneten drei Holzbaukörpern auf den Sockelgeschossen präsentieren die Bürobereiche, während der öffentliche Bereich in einem Sichtbetontisch untergebracht ist. Die Erschließungskerne bilden zusammen mit dem Betonsockel die massive Basis des Gebäudes. Aufgesetzt darauf werden die grünen Dachterrassen, um Pausenräume für die Mitarbeiter zu schaffen.
In den Sockelgeschossen sind die öffentlichen Bereiche angeordnet, in den offene und bürgerliche Kommunikationen und Begegnungen stattfinden. Im Erdgeschoss herrscht eine Offenheit zum Publikum, in dem für die Bürger und Bürgerinnen die öffentlichen Funktionsbereiche sowie Service, Kantine und Café sich befinden. Die sonstigen öffentlichen Bereiche sowie Bibliothek, Ausstellung und Veranstaltungsräumen sind im 1.OG angeordnet. Über die Ebenen der öffentlichen Bereiche wurden die halböffentlichen Funktionen sowie der BVV-Saal und die Besprechungsräume im 2.OG geplant. Die internen Funktionsbereiche der Ämter sind nach der Teilung der drei Holzbaukörper nach außen hin gekennzeichnet, die ab 3.OG bis zum 16.OG vorgesehen wurden.
Die Erschließung des Gebäudes erfolgt von Nord und Süd als offene Passage. Von Süden gelangt man über den Haupteingang gelangt man zu einer zentralen großen Treppe, die das Entree zum Obergeschoss bildet und als Kommunikationszone die öffentlichen Bereiche miteinander verbindet. Für die Mitarbeiter wurden drei interne Zugänge geplant. „Marktplätze“ als Kommunikationszonen der Mitarbeiter befinden sich in den offenen Fugen der aufgesetzten Gebäudeteile in allen internen Ebenen.
Fassadengestaltung – Außen „hart“, innen „weich“: Die helle Gebäudehülle mit großen transparenten Flächen zeigt sich außen zum Stadtraum als glatte geschliffene Fassade. Auf den Fassaden der Hofseite nach Süden sind Fassadenbegrünungen und eine integrierte PV-Fassadenverkleidung vorgesehen.
Das Rathaus wurde überwiegend in Fertigteilen konzipiert, um 80 % aus vorgefertigten Bauteilen anzustreben.

Tragwerk - zukunftsorientierte Bauweise

Das Tragwerk ist in Hybridbauweise konzipiert, das Untergeschoss und Sockelgeschoss soll aus Recyclingbeton errichtet werden. Die Obergeschosse sind in einer Verbundkonstruktion aus tragenden Brettsperrholzplatten in Kombination mit recyceltem Beton hergestellt.
Diese Typologie erlaubt eine Bauweise, die mit Ihrem Baustoff Holz CO2 bindet und als nachwachsender Baustoff eine nachhaltige Bauweise unterstützt, kombiniert mit recyceltem Beton entsteht somit ein nachhaltiges Tragwerk.
Der architektonisch hochwertige Entwurf wird durch ein hybrides Tragwerk realisiert. Im Vordergrund steht hierbei das Cradle-to-Cradle-Prinzip. Sowohl die aussteifenden Kerne als auch die Bodenplatte werden klassisch in einer Stahlbetonbauweise ausgeführt.
Die Stützen folgen dem 5x5m Raster und sind als Holzstützen konzipiert. Dem Stützenraster folgend, spannen die Holzträger, die bei dem effizienten Stützenraster eine hervorragende Effizienz vorweisen. Die durch die Träger entstehenden Deckenfelder werden in einer hybriden Stahlbeton/Holzverbundlösung ausgeführt.
Durch den Einsatz des ex-situ Betons wird der Baufortschritt enorm beschleunigt und die durch die inner-städtische Lage angespannte baulogistische Fläche entlastet.
Vertikal lasten die Bauteile in die Bodenplatte ab. Abhängig von den Bodenverhältnissen kommen Pfähle zum Einsatz. Horizontal steifen die ausreichend weit voneinander entfernten Kerne das Hochhaus aus.

Haustechnik- / Energiekonzept – CO2 optimiert, KI gesteuert

Die Beheizung und Kühlung des Gebäudes erfolgt durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit innenliegenden Kalt- und Warmwasserpufferspeichern. Dies ermöglicht eine bedarfs- und anforderungsgerechte Beheizung- und/oder Kühlung der Nutzflächen.
Der thermische Komfort soll über ein Erdwärmesondenfeld in Kombination mit einem Eisspeicher sichergestellt werden, dem im Winter Wärme entzogen wird und der über die Sommermonate regeneriert wird. Folge eines solchen Kreislaufs ist, dass bei der Regeneration des Erdreichs bzw. der Eisspeichermediums, dem Gebäude Wärmelasten entzogen werden, wodurch eine passive Grundtemperierung der Nutzungsräume stattfindet, ohne einen nennenswerten Energieeinsatz zu verursachen.
Die Übergabe erfolgt flächig über die aktivierten Betondecken unterstützt durch weniger träge Brüstungskonvektoren auf niedrigem Temperaturniveau im Winter, während ein gut durchdachtes Sonnenschutzkonzept höhere Vorlauftemperaturen im Sommer ermöglicht. Das Trinkwarmwasser wird unabhängig von der Gebäudekonditionierung dezentral über Durchlauferhitzer sichergestellt.
Die Stromversorgung erfolgt teilweise über PV-Module auf dem Dach, somit ist in Kombination mit der Wärmepumpe eine CO2 optimierte Energieversorgung möglich.
Die im Gebäude geplanten Lüftungsanlagen gemäß Arbeitsstättenrichtlinie arbeiten mit integrierter hocheffizienter Wärmerückgewinnung und Wärmepumpenfunktion. Die MSR-Technik am Gebäude wird durch eine innovative, aufgesetzte KI-Lösung ergänzt.
Schallgeschützte Büroräume eignen sich gut für eine natürliche Lüftung, während die belasteten Straßenfassaden zur Sicherung des akustischen Komforts und eines gesunden Arbeitsumfeldes eine mechanische Grundlüftung erhalten. Durch das hybride Lüftungskonzept können erhebliche Leitungslängen gespart und ein hygienischer Mindestluftwechsel unabhängig von Witterungsverhältnissen sichergestellt werden. Der hohe Wärmerückgewinnungsgrad sorgt gleichzeitig für einen reduzierten Heizwärmebedarf im Winter und unterstützt die Abfuhr von Wärmelasten im Sommer.
Die Dachflächen des Hochhauses sollen möglichst flächendeckend mit Photovoltaikmodulen auf extensiver Dachbegrünung mit Retention ausgestattet werden. Die Verdunstungskühlung der Vegetation wirkt sich effizienzsteigernd auf die Anlage aus. Auch an den südlichen Fassaden in den unverschatteten Bereichen kommen großflächig PV-Elemente an den Pflanzkübeln zum Einsatz, wodurch sie leicht zugänglich für Wartungszwecke sind. Das überschüssige Regenwasser kommt schließlich für die Grünanlagenbewässerung zum Einsatz. Das System trägt somit nicht nur zur effizienten Energieerzeugung, sondern auch zur nachhaltigen Wassernutzung und effektivem Hochwasserschutz bei.

Nachhaltigkeit im Gebäude – Umweltbewusst, biologischer Kreislauf

Das Gebäude ist als Holzhybridbau konzipiert. Der Baustoff Holz wird durch Beton so ergänzt, dass die Brand- und Schallschutzanforderungen eingehalten werden. Die Kerne werden in Stahlbeton hergestellt und dienen damit auch als notwendige Speichermasse.
Die Außenverkleidung erfolgt durch Recyclingaluminium, welches dem Gebäude einen hellen und eleganten Touch verleiht. Es wird vorgeschlagen das Gebäude aus recyclebaren Materialien herzustellen und so ein „Cradle-to-Cradle“ zertifizierbares Gebäude zu erstellen. Damit kann die Kreislaufführung der Materialien und verwendeten Produkte im Sinne der Nachhaltigkeit garantiert werden. Dabei wird in biologische und technische Kreisläufe unterschieden.
Im biologischen Kreislauf zirkulieren Verbrauchsgüter, die nach ihrem Gebrauch in ihn zurückgeführt werden können. Sie werden zu Kompost oder anderen Nährstoffen, aus denen neue Produkte entstehen. Hierbei sind baubiologisch unbedenkliche Materialien zu verwenden, die VOC-frei keine Allergien hervorrufen können.
Mit dem Einsatz von Material wird kritisch umgegangen. Beständige Baustoffe wie Stahlbeton sind zwar emissionsintensiv in der Herstellung, bieten aber durchaus Vorteile innerhalb ihrer langen Nutzungsphase und der hohen Tragfähigkeit. Die eingesetzte Masse wird auf ein Optimum reduziert, sodass bei möglichst kleinem Footprint von den physikalischen Vorteilen profitiert wird. Leichte Außenwände hingegen entlasten nicht nur die Tragkonstruktion, sondern ermöglichen einen hohen Einsatz nachwachsender Rohstoffe bei geringen Aufbauhöhen und gutem winterlichen Wärmeschutz. Zudem beschleunigen Vorfertigungen den Bauablauf und wirken sich positiv auf das Budget aus.
Die opaken Bauteile erreichen im Mittel einen U-Wert von ~ 0,15 W/m²K, während die transparenten Bauteile 0,8 W/m²K nicht überschreiten. Der g-Wert der Verglasung liegt bei rd. 0,4, sodass die solare Wärme im Winter und das Tageslicht ganzjährig optimal ausgenutzt werden. Ein austarierter Fensterflächenanteil, ein außenliegender Sonnenschutz und bauliche Überstände schützen vor Überhitzung im Sommer, während der innen liegende Blendschutz den visuellen Komfort bei direkter Sonneneinstrahlung aufrecht erhält.

Nachhaltigkeit in den Freianlagen – Regenwassermanagement und ökologische Stadtgestaltung

Das Regenwassermanagement spielt eine entscheidende Rolle in der nachhaltigen Stadtentwicklung. Retention, Verdunstung, dezentrale Regenwasserversickerung sind entscheidend für die Schaffung zukunftsfähiger urbaner Räume. Es werden die Auswirkungen von Starkregen minimiert und fördert zudem die Biodiversität und verbessert die Lebensqualität in der Innenstadt.
Die Verwendung der Materialien der Oberflächen und Einbauten spielen eine wichtige Rolle in der Gestaltung der Freianlagen und tragen entscheidend zu einer umweltfreundlichen und lebenswerten Stadt bei. Ökologische Baustoffe, Robustheit und Nachhaltigkeit durch Recycling stehen dabei im Vordergrund.
Natürliche Kreisläufe und die Pflanzauswahl mit ökologischer Vielfalt ist ein wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen und resilienten Umwelt. Co2 Emissionen werden reduziert, Verschattung und Verdunstung stärken das Mikroklima. Auf die Auswirkungen des Klimawandels und die damit verbundenen extremen Wetterbedingungen wie Trockenheit, Starkregen oder Temperaturschwankungen wird durch ein nachhaltiges Konzept der natürlichen Kreisläufe reagiert.

Brandschutz – Einordnung und Umsetzung

Das Gebäude wird in die Gebäudeklasse 5 eingeordnet. Das gesamte Gebäude wird mit einer flächendeckenden Brandmelde- und Alarmierungsanlage sowie einer Löschwasseranlage (Sprinklerung) ausgestattet. Das Gebäude wird ohne Brandabschnitte errichtet.

Alle Aufenthaltsräume erhalten zwei voneinander unabhängige Rettungswege (Erdgeschoss) oder einen Sicherheitstreppenraum (Obergeschosse). Die Rettungswege werden baulich sichergestellt. Im Erdgeschoss werden die Rettungswege direkt ins Freie geführt. Die Räume, die im Geltungsbereich der Versammlungsstätte liegen, werden in jedem Geschoss mit Aufenthaltsräumen zwei voneinander unabhängige bauliche Rettungswege haben. Versammlungsräume werden jeweils zwei möglichst weit auseinander und entgegengesetzt liegende Ausgänge zu Rettungswegen haben. Die Rettungswege der Obergeschosse werden über einen innenliegenden Sicherheitstreppenraum mit Druckbelüftung geführt. Die Sicherheitskaskade (Treppenraum, Vorraum, notwendiger Flur, Nutzungseinheit) wird eingehalten. Im Erdgeschoss wird der Treppenraum direkt ins Freie führen. Das geschossübergreifende Atrium wird durch den Brandschutzvorhang raumabschließend feuerbeständig abgetrennt.
Abweichungen vom Bauordnungsrecht

Abweichung 1 Brandwände:
Im Gebäude wird auf die Ausbildung einer Brandwand verzichtet. Beides stellt einen abweichenden Tatbestand von § 30 Abs. 2 Nr. 2 BauO Bln dar, der durch die flächendeckende Brandmeldeanlage (Kategorie 1 Vollschutz), die Löschanlage und eine Unterteilung durch feuerbeständige Trennwände kompensiert wird. Aus brandschutztechnischer Sicht bestehen gegen die Brandwandabstände keine Bedenken.

Abweichung 2 Deckenöffnungen durch Atrien:
Die raumabschließenden Decken werden entgegen § 31 Abs. 4 BauO Bln durch Geschosse übergreifende Atrien unterbrochen. Aus brandschutztechnischer Sicht bestehen keine Bedenken, da die Atrien in den Geschossen durch feuerbeständige Wände und Brandschutzvorhänge abgetrennt werden, von den Atrien unabhängige Rettungswege vorhanden sind und das Gebäude vollflächig gesprinklert wird. Die Ausführungen und die bauordnungsrechtlichen Abweichungen werden im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens in einem Brandschutznachweis zusammengefasst und durch die Baurechtsbehörde unter Beteiligung der Brandschutzdienststelle geprüft. Die daraus resultierenden Prüfauflagen sind zu beachten.
Da alle Rettungswege baulich sichergestellt werden, sind Aufstellflächen für die Feuerwehr nicht erforderlich. Da das Gebäude/Gebäudeteile nicht weiter als 50 m vom öffentlichen Straßenland entfernt liegt, ist keine Feuerwehrzufahrt erforderlich. Die Bewegungsflächen werden auf dem öffentlichen Straßenland liegen.

Innenperspektive Foyer

Innenperspektive Foyer

Lageplan

Lageplan

Städtebauliche Isometrie

Städtebauliche Isometrie

Städtebauliche Piktogramme

Städtebauliche Piktogramme

Piktos

Piktos

EG

EG

1. OG

1. OG

2. OG

2. OG

6. OG

6. OG

16. OG

16. OG

Schnitt A-A

Schnitt A-A

Schnitt B-B

Schnitt B-B

Ansicht Nord

Ansicht Nord

Konstruktionsprinzip

Konstruktionsprinzip

Modell

Modell