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Nichtoffener Wettbewerb | 10/2010

Realisierungswettbewerb /Alte Stra├če/

1. Preis

schaper+steffen+runtsch

Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur+ Holzapfel-Herziger & Benesch PartG mbB

Landschaftsarchitektur

Architekten Stade - Sch├╝ch & Cassau

Architektur

Erl├Ąuterungstext

St├Ądtebau
Der im ├Âstlichen Abschnitt der Alten Stra├če noch erkennbare Charme einer kleinst├Ądtischen Bebauung ist im westlichen Stra├čenabschnitt durch eine im Laufe der Zeit stark ├╝berformte und langgestreckte Bebauung auf der n├Ârdlichen Stra├česeite gest├Ârt. Das heterogene Erscheinungsbild der s├╝dlichen und n├Ârdlichen Stra├čenseite gilt es zu ├╝berwinden und den Raum der ÔÇ×Alten Stra├čeÔÇť an die Innenstadt wieder anzukn├╝pfen. Die Alte Stra├če wirkt zur Zeit als Barriere zwischen Stadtkern und den Fl├Ąchen der s├╝dlich Innenstadt.

Gestaltung
Die neue Gestaltung der Alten Stra├če orientiert sich zum einem an ihren historischen Wurzeln und zum anderen an der Ma├čgabe eine klare, starke und selbstverst├Ąndliche Ausbildung zu formen. Ein Stadtraum wird zur├╝ck gewonnen und es wird die Integration der vielf├Ąltigen, notwendigen und gew├╝nschten Funktionen in einer gestalterisch ansprechenden Form mit eigener Identit├Ąt geschaffen.
Die geplante Fl├Ąche - Parkett - aus langformatigen Ziegeln erstreckt sich zwischen den begrenzenden Geb├Ąudekanten s├╝dlich und n├Ârdlich der Alten Stra├če und fasst diese in einer neuen Qualit├Ąt als einheitlichen Raum zusammen. Das Material des Klinkers kn├╝pft an die Fl├Ąchen der Innenstadt und des Rathausmarktes an und verbindet diese mit den Fl├Ąchen der Alten Stra├če. Auf den Parkettfl├Ąchen in der Alten Stra├če wird es am sch├Ânsten in Bremerv├Ârde - Flanieren, Dinieren und Shoppen werden wieder attraktiv.

Die Stra├čenfl├Ąchen werden durch eine offene Entw├Ąsserungsrinne mit einem leichten H├Âhensprung von 3cm eingefasst und wirken gestalterisch ├Ąhnlich einem eingelegten Band in einer ruhig aufgespannten Belagsfl├Ąche. Die in Reihe auf der S├╝dseite der Alten Stra├če vorgesehenen B├Ąume schaffen eine r├Ąumliche Verbindung zwischen der hohen Bebauung auf der n├Ârdlichen und der historisch, kleinteiligen Bebauung auf der s├╝dlichen Stra├čenseite.

Diese Neuinterpretation der alten Bepflanzung bildet einen optischen Zusammenhang. Die hohe Aufastung der B├Ąume im Lichtraumprofil von 4,5 m formuliert den Stellenwert der Alten Stra├če als Teil des Hauptgesch├Ąftsbereiches und bildet neue Aufenthaltsqualit├Ąt.

Die bedachte Wahl der Materialien f├╝r den Gehweg- und Fahrbahnbereich l├Ąsst eine eindeutige Unterscheidung der jeweiligen Funktionen zu, ohne die Bereich untereinander zu zerschneiden. Der Raum wirkt in sich stimmig, da die Bel├Ąge in einem Farbschema orientiert sind. Die Bereiche f├╝r die Fu├čg├Ąnger werden durch eine Rinne vom Fahrbahnbereich markiert, die gleichzeitig eine zuverl├Ąssige Ableitung des anfallenden Oberfl├Ąchenwassers erm├Âglicht.

M├Âblierung/ Materialien
Als Belag wird ein roter Klinker gew├Ąhlt, der hochkant verlegt wird. Damit werden historische Element aufgegriffen. F├╝r den Fahrbahnbereich wird ein wilder Verband (z.B. Pass├ę-Verband) aus Natursteinkleinpflaster vorgeschlagen. Die in einem Band auf der S├╝dseite der Alten Stra├če angeordneten M├Âblierungselemente bieten B├Ąnke, Fahrradst├Ąnder und Mastlampen mit Reflektor f├╝r die Beleuchtung der Stra├čenfl├Ąchen und der fu├čl├Ąufigen Fl├Ąchen.
Um dem Wunsch nach einer Erh├Âhung der Aufenthaltsqualit├Ąt nachzukommen, werden Sitzm├Âbel im Au├čenbereich vorgesehen. B├Ąnke im Bereich der Baumstandorte bieten die M├Âglichkeiten zum Verweilen, Erholen und Entspannen. Ausreichende Fahrradb├╝gel bieten Stellpl├Ątze f├╝r den schlanken Verkehr. Dezente Leuchtstelen mit Lichtpunktstreuung beleuchten den Raum in der Dunkelheit und sorgen f├╝r eine angenehme Atmosph├Ąre auch in der dunklen Jahreszeit.
Durch die Beachtung der Farbigkeit und der Materialien der Elemente erscheint der Stra├čenraum in sich stimmig und wirkt als Einheit, die sich behutsam in das vorhandene Umfeld eingliedert.

Verkehr
Die Zonierung der Verkehrsfl├Ąchen folgt den Vorgaben der Verkehrsuntersuchung. Vorgeschlagen wird in der Alten Stra├če die Ausbildung einer schlanken Stra├čenfl├Ąche mit 4,5m und beidseitiger offener Entw├Ąsserungsrinne von 50cm Breite. Die Zufahrtsbereiche und Anfang und Ende der Alten Stra├če sowie der Kreuzungsbereich zur Bahnhofsstra├če werden leicht aufgepflastert, dort erh├Ąlt der Fu├čg├Ąnger Vorrang.
Die fahrbahnbegrenzte Rinne ist 3cm abgesenkt und dient der F├╝hrung und Zonierung des Individual-Verkehrs ohne die Barrierefreiheit f├╝r Fu├čg├Ąnger und Rollstuhlfahrer einzuschr├Ąnken. In dem s├╝dlich der Alten Stra├če angeordneten Band von 2,0m Breite werden die Parkierung, M├Âblierung und die Fahrradst├Ąnder sinnvoll zusammengefasst. Es entsteht ein Rhythmus, der flexibel gestaltet werden kann und der schnellen Orientierung dient.

Neubebauung im Bereich ÔÇ×Alte Stra├če / Ernst-Bode-Stra├čeÔÇť
Die Entwicklung der Fassade erfolgte unter folgenden Grunds├Ątzen:
Aus st├Ądtebaulicher Sicht ist die Baul├╝cke mit definierten Raumkanten zu schlie├čen.
Das historische Geb├Ąude Nr.69 wird erhalten. Die angrenzenden Geb├Ąude entwickeln sich anhand der historischen Parzellierung. Hierbei bleiben die Gassen zwischen den Geb├Ąuden erhalten und zeichnen sich im Stra├čenbild wieder. Um einer ├ťberformung entgegen zu wirken, wurden die H├Âhen der Geb├Ąude dem Bestand angepasst. Richtung Kreuzungsbereich erh├Âht sich das Geb├Ąude, um eine attraktive r├Ąumliche Fassung der Alten Stra├če zu erzeugen.
Die konsequente Bildung von Raumkanten l├Ąsst hier einen langgestreckten Bauk├Ârper entstehen. Damit sich dieser in der Fassade nicht wiederspiegelt, wurde Wert auf eine Teilung ├Ąhnlich der historischen Parzellierung gelegt. Dieses wurde durch eine Unterteilung mit Giebeln erreicht. Das Wechselspiel von Giebeln und Traufen f├╝hrt den Bezug und die Eingliederung zum bestehenden Ensemble her und verhindert ein homogenes Erscheinungsbild.
Durch den Einsatz von verschiedenen Materialien wird die Strukturierung verdeutlicht.
Hierbei wird auf die bereits in der Umgebung verwendeten Materialien zur├╝ckgegriffen.
Die Fassadendetails wurden zur├╝ckhaltend gestaltet, um beruhigend auf das Stra├čenbild zu wirken. Die moderne Gesch├Ąftsfassade ben├Âtigt gro├če Glasfl├Ąchen. Um diese den typischen historischen Fensterrhythmen anzupassen, wurden stehende Formate gew├Ąhlt.
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Landschaftsarchitektur+ | Beleuchtungskonzept

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Landschaftsarchitektur+ | Schnitt

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