Verhandlungsverfahren | 07/2024
Sanierung altes Rathaus Gerlingen
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Ansicht Nord und West
©becker+haindl architekten.stadtplaner PartGmbB
Zuschlag
Architektur
becker + haindl architekten.stadtplaner PartGmbB
Architektur
Erläuterungstext
Ausgangssituation
Das Alte Rathaus in Gerlingen wurde im Jahr 1828 an der Stelle eines Vorgängerbaus am Urbanbrunnen, im Norden des heutigen Rathausplatzes, errichtet. Der zweigeschossige Bau entstand als verputzte Fachwerkkonstruktion mit Krüppelwalmdach und Uhrenturm. In den Jahren 1880, 1921, 1934, 1976 und zuletzt 1992 wurde das Gebäude sowohl innen als auch außen baulich verändert.
Nutzungsänderung
Im Zuge der anstehenden Sanierungsmaßnahmen wird die Nutzung des Alten Rathauses an heutige Anforderungen angepasst. Die ursprüngliche Funktion als Verwaltungsgebäude wird wiederaufgenommen: Mitarbeiter der Stadtverwaltung werden künftig hier arbeiten. Der historische Ratssaal soll wieder für Trauungen und Besprechungen genutzt werden.
Im Erdgeschoss wird durch ein gastronomisches Angebot eine Öffnung zur Öffentlichkeit geschaffen, wodurch das Gebäude zur Belebung des Rathausplatzes beiträgt.
Umbau und Sanierung
Das Gebäude befindet sich in einem sanierungsbedürftigen Zustand und entspricht in seiner Ausstattung nicht mehr den aktuellen technischen und funktionalen Standards. Die Sanierung erfolgt in enger Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde.
Ein Aufzug wird nachgerüstet und das bestehende Treppenhaus umgebaut, um eine barrierefreie Erschließung und Nutzung des Gebäudes zu ermöglichen. Da die beiden historischen Haupteingänge erhalten bleiben, entsteht eine bauliche Engstelle im Treppenraum, die durch eine gezielte, skulptural gestaltete Treppenführung entschärft wird.
Dach und Fassade werden umfassend saniert, energetisch verbessert und bei Bedarf statisch ertüchtigt. Die technischen Anlagen – Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallationen – werden vollständig erneuert.
Der Keller weist durch Feuchtigkeitseinwirkung erhebliche Schäden auf und wird ebenfalls saniert. Aufgrund des neuen Aufzugs muss er teilweise erweitert und um Technikflächen ergänzt werden.
Denkmalschutz
Das historische Erscheinungsbild des Alten Rathauses bleibt weitgehend erhalten. Die Farbgestaltung orientiert sich an der ursprünglichen Farbgebung. Historische Stuckelemente und Putzflächen werden restauriert und in ihrem Wert gewürdigt.
Die ehemals vorhandene Lamperiezone wird zeitgemäß neu interpretiert. Sie erfüllt nicht nur gestalterische, sondern auch funktionale Zwecke, etwa zur Integration von Leitungen.
Lageplan
©becker+haindl architekten.stadtplaner PartGmbB
Innenperspektiven
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Innenperspektive Bistro
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