Offener Wettbewerb | 11/2024
Sanierung und Restrukturierung Wohnanlage Illrainhof in Bludenz (AT)
Anerkennung
Preisgeld: 5.000 EUR
Architektur
Beurteilung durch das Preisgericht
Der Beitrag formuliert eine bewusste Abkehr von der historischen Blockrandtypologie zugunsten einer offenen Bebauung mit fünf im Schachbrettmuster gesetzten Punkthäusern. Die gewählte Typologie der drei- bis fünfgeschossigen Gebäude gewährleistet eine durchgehend hohe Qualität der zweiseitigen Wohnungen. Die beiden zu erhaltenden Bauteile werden als weitere Solitäre in die Anordnung integriert - den dadurch entstehenden Engstellen begegnet das Projekt mit einer reduzierten Gebäudehöhe des eigefügten Baukörpers. Die klare Setzung der Punkthäuser lässt eine ebenso klare Zonierung des Freiraums entstehen, die der Entwurf durch unterschiedliche Programmierungen zu nutzen weiß. Mobilitätsplatz, Quartiersplatz oder Quartiershof zeichnen sich durch ihre jeweilige Lage wie auch ihre differenzierte Gestaltung aus. Positiv gesehen wird auch die Konzeption der Übergänge vom Quartier in das einzelne Gebäude. Überdachte Bereiche dienen hier der Adressbildung und haben das Potential zu Kommunikationsräumen zu werden. Die Anordnung dieser Räume vergibt allerdings die Chance, zu einer gebäudeübergreifenden Identität beizutragen. In Summe überwiegt der singuläre Charakter des einzelnen Punkthauses gegenüber einer gemeinsamen Identität des neuen Quartiers. Der Bezug zur historischen Bedeutung des Illrainhofs geht dabei weitgehend verloren.