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Geladener, einstufiger, anonymer Realisierungswettbewerb | 12/2018

Siedlung "Kaltenbrunnen" in Schruns (AT)

2. Preis

Dieter Vetter

Architektur, Stadtplanung / StÀdtebau

di harald kröpfl

Architektur, Stadtplanung / StÀdtebau

Beurteilung durch das Preisgericht

Im Kreuzungsbereich wird ein 4-geschossiges KopfgebĂ€ude situiert mit Sonderfunktionen im Erdgeschoss. Parallel zur Landesstrasse werden drei Baukörper in Linie angeordnet, die aus SchallschutzgrĂŒnden und zur Abschirmung des Quartiers vier Geschosse aufweisen und die Wohnungen nach SĂŒdwesten ausgerichtet haben. Der Freibereich wird mit zehn PunkthĂ€usern besetzt, welche um ein Geschoss niedriger und nach allen Seiten geöffnet sind. Die Tiefgarage wird in drei Zonen unterteilt, mit einer gemeinsamen Abfahrt von der Rodunderstrasse.

Die bestehende Siedlung findet ihre Fortsetzung in einer gleichfalls offenen Struktur, die aus 3- bis 4-geschossigen, kubischen Baukörpern mit mehrheitlich quadratischem Grundriss besteht. Trotz strikter OrthogonalitĂ€t gelingt es ĂŒberzeugend spannungsvoll fliessende Raumsequenzen zu generieren. Die Quartiersstrasse behĂ€lt ihre tragende Rolle und wird atmosphĂ€risch friktionsfrei weitergefĂŒhrt. Die HĂ€user sind ebenso wie im Bestand in Distanz zur Strasse positioniert. Entlang der Montafonerstrasse werden drei langgestreckte GebĂ€ude angeordnet, die das dahinterliegende Quartier vor LĂ€rm schĂŒtzen. Positiv vermerkt wird das deutliche AbrĂŒcken von der stark befahrenen Strasse und das Besetzen dieses Zwischenraumes mit einer Allee. Die HĂ€userzeile ist trotz Stringenz durchlĂ€ssig, der beidseitige Eingang ist die richtige Reaktion auf die spezifische Situation. Die Grundrisse der Wohnungen und deren mehrseitige Orientierungen versprechen eine hohe QualitĂ€t. Der Zugang zu den HĂ€usern sowie der Übergang von aussen nach innen sind angemessen und attraktiv entwickelt.

In Summe ĂŒberzeugt das Projekt durch eine Reihe von sensiblen Entscheidungen, die zu
einem differenzierten und attraktiven Quartier fĂŒhren. Einzig das Fehlen einer gewissen
Unverwechselbarkeit im Kontext mit dem spezifischen Bestand wird etwas widersprĂŒchlich diskutiert. Nicht dargestellt ist eine Bebauungsvariante mit Erhalt der Feuerwehr. Die Jury erkennt allerdings, dass dies im Rahmen des Konzeptes leicht zu lösen ist.