modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Einladungswettbewerb | 01/2021

Siemens Healthineers Campus in Bengaluru (IN)

Ansicht des Campus aus der Vogelperspektive

Ansicht des Campus aus der Vogelperspektive

1. Preis

Preisgeld: 29.000 EUR

Eller + Eller Architekten

Architektur

Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH

Landschaftsarchitektur

Arup Deutschland GmbH

Tragwerksplanung

moka-studio GbR

Visualisierung

GonzĂĄlez Modellbau

Modellbau

ErlÀuterungstext

Der Campus Bengaluru wird ab 2025 das neue ‚Innovation Hub‘ von Siemens Healthineers India. Die Mitarbeiter werden in dem ca. 175.000 mÂČ BGF großen Komplex in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Produktion interdisziplinĂ€r arbeiten.


Das Leitkonzept fĂŒr den Campus wird geprĂ€gt durch Kollaboration, Kommunikation und Transparenz.Technologische Innovation entsteht nicht nur in den rĂ€umlich klar definierten und auf konzentrierte Arbeit zugeschnittenen Funktionsbereichen Forschung und Entwicklung – sondern gerade auch durch das Aufeinandertreffen mit anderen Menschen, den ungeplanten Gedanken- und Meinungsaustausch, den interdisziplinĂ€ren Impuls.

Die menschliche Begegnung, das abwechslungsreiche Zirkulieren auf dem Campus, erhĂ€lt in der von Eller + Eller zusammen mit Arup und Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten entworfenen Architekturlandschaft eine inspirierende BĂŒhne.


Die menschliche Begegnung, das abwechslungsreiche Zirkulieren auf dem Campus, erhĂ€lt in der von Eller + Eller zusammen mit Arup und Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten entworfenen Architekturlandschaft eine inspirierende BĂŒhne.


Sieben in der Höhe gestaffelte und um einen begrĂŒnten Innenhof gruppierte GebĂ€ude sind auf mehreren Ebenen ĂŒber „sky walks“ und „sky gardens“ terrassenartig miteinander verbunden. Diese boulevardartigen Verbindungs- und Zwischenzonen sind wie auch die in Atrien und LuftrĂ€ume eingestellten TreppenlĂ€ufe mehr als Laufwege; vielmehr dienen sie als attraktive Begegnungs- und Kommunikationszonen zwischen den zonierten Arbeits- und Funktionsbereichen.


Symbolisches Herz des Campus ist die Open-Air-Lounge mit BĂ€umen und viel GrĂŒn, als ein Marktplatz fĂŒr die Begegnung von Menschen. Architektur und Freiraum verbinden sich zu einer einheitlichen Geste und lassen die Grenzen zwischen innen und außen verschwimmen. Die Bewegung auf dem Campus ermöglicht permanent neue Perspektiven, Ein- und Ausblicke, lĂ€dt zum Entdecken ein und erweitert den Horizont.


Der GebĂ€udekomplex ist ungeachtet der hohen Transparenz und Offenheit der locker eingestreuten Baukörper kompakt gehalten und ermöglicht auch den kurzen Weg. Und sollte zukĂŒnftig weiterer FlĂ€chenbedarf enstehen, ist das andockende Erweitern des Campus durch weitere GebĂ€ude bereits jetzt in der Struktur angelegt.


Das Ziel von Siemens Healthineers, bis 2030 ein klimaneutrales Unternehmen im Hinblick auf die eigenen Emissionen zu werden, findet im differenziert ausgearbeiteten Nachhaltigkeitskonzept des Campus umfassende Aufmerksamkeit. Das Projekt nutzt das Klima in Bangalore maximal aus, indem es ein Campus-Layout und ein GebĂ€udedesign vorschlĂ€gt, das die Nutzung der natĂŒrlichen BelĂŒftung und des natĂŒrlichen Tageslichts maximiert und gleichzeitig die Exposition gegenĂŒber ĂŒbermĂ€ĂŸiger Sonneneinstrahlung reduziert. Das große Potenzial fĂŒr die Erzeugung von Solarenergie wird durch die Integration von halbtransparenter Photovoltaik auf den Atrium-VordĂ€chern und dachintegrierter Photovoltaik effektiv genutzt.


Große FreiflĂ€chen mit intensiver BegrĂŒnung und WasserrĂŒckhalteflĂ€chen sind geplant, um ein mildes lokales Mikroklima zu schaffen, das fĂŒr die Nutzer angenehm ist, die Lufttemperatur und den Energiebedarf fĂŒr die KĂŒhlung reduziert und von Natur aus resistent gegen starke RegenfĂ€lle ist.


Die BĂŒrogebĂ€ude werden mit einem gemischten LĂŒftungssystem betrieben, das bei Bedarf die natĂŒrliche LĂŒftung nutzt. Zu diesem Zweck sind die Atrien mit VordĂ€chern ausgestattet, die den „Venturi-Effekt“ erzeugen und den natĂŒrlichen Kamineffekt innerhalb der Atrien verstĂ€rken.


Der Auftraggeber: Siemens Healthineers AG (gelistet in Frankfurt a. M. unter SHL) hat den Anspruch, das Gesundheitswesen der Zukunft zu gestalten. Als eines der fĂŒhrenden Unternehmen der Medizintechnik mit Hauptsitz in Erlangen unterstĂŒtzt es mittels seiner Regionalgesellschaften Gesundheitsversorger weltweit dabei, auf ihrem Weg hin zu dem Ausbau der PrĂ€zisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr zu erreichen.


Der Standort: Bengaluru, frĂŒher Bangalore, wird auch das neue „Silicon Valley“ genant. Die 11,4-Millionen-Metropole hat sich weltweit zu einem der wichtigsten IT- und Hightech-Standorte entwickelt und zieht zahlreiche Unternehmen an, vom Start-up bis zum Global Player. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung ist auch ein rasantes Bevölkerungswachstum verbunden; fĂŒr 2030 werden ĂŒber 16 Millionen Einwohner prognostiziert. Das innovative und aufstrebende Wirtschaftsklima in Bengaluru ist fĂŒr Siemens Healthineers Anlass, das ‚Innovation Hub‘ dort anzusiedeln.


Der Wettbewerb: Von den 22 Bewerbern hatten sich neben Eller + Eller Architekten weitere 5 international renommierte BĂŒros fĂŒr die am 8. September 2020 gestartete Endrunde des internationalen Architekturwettbewerbes qualifiziert. Die Jury unter Vorsitz von Prof. Erwin Viray tagte am 19. und 20. Januar 2021 und kĂŒrte Eller + Eller Architekten zum Sieger.

Fachingenieur: Arup Deutschland GmbH, Berlin. Projektleitung: Rudi Scheuermann

Landschaftsarchitektur: Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten GmbH, MĂŒnchen. Projektleitung: Rainer Schmidt

Renderings: moka-studio GbR, Hamburg

Modellbau: Gonzales Modellbau, Berlin

Beurteilung durch das Preisgericht

A proposal for a campus as a place for state of the art “imaging and lab diagnostics”, that is rooted in the context, showing architecture as a collaborative engine realised through “transparency” in the workplace and the Lab design.
How do the architects try to realise the intent: first on the orchestration of circulation that starts with the arrival at the collaborative forum, then lead to open transparent structures and spaces, that will allow interdisciplinary exchange because of the openness and transparency they have. Further, this is achieved through connectivity and zoning of working environments to encourage open communication and forms of work, with open configurations that will, hopefully, shape the future of healthcare.
The brick and brown character of the structure seem very distinct and to evoke a strong image. However, that may be, it is not desirable to the image of what a Siemens Healthineers’ image is, as seen in the previous architectural works that house Siemens Healthineers other facilities. Therefore possibly the colour and/or material could be re-studied.
The massing of the buildings may also need a closer look as they may appear to be quite dense in the rendering.
In terms of sustainability, based on a well-balanced orientation of the buildings, the proposal presents great potential, even though it stays in some respects on the headline and does not go into detail. Somehow the section of the building showing the relation of the inside and outside, still tend towards the conventional and does not explore fully what an open and transparent sustainable envelope could be and the consequent space and experience it could be.
The connections in the upper floors that are gardens do look attractive on renderings but could present certain issues on the real usage, in view of the climate and conditions of the place. In view, there should be more precise study of the movement and usage patterns to utilise these connection spaces and fully consider the climatic conditions for effective use of the external spaces. As studied by the expert consultant, the connected ground floor and open flexible floor plans for the workspaces seem most feasible.
In terms of cost, based on the expert opinion that was shared, it is a scheme that seems most reasonable, with its phasing scheme for construction, and even the average building height.
Nevertheless, the bylaws require verification of the exact location or dimensions of the buildings.
Overall, the design makes an outstanding contribution to the competition, which is particularly commended for its potential to create a campus integrated the urban fabric and with human scale for the employees as well as the coherent overall concept with high potentials.
Ansicht des Campus aus der Vogelperspektive

Ansicht des Campus aus der Vogelperspektive

Eingangsbereich

Eingangsbereich

Lageplan

Lageplan

Campus Plaza

Campus Plaza

Eingangsbereich

Eingangsbereich

Sky Garden, Terrasse

Sky Garden, Terrasse

Campus Plaza

Campus Plaza

Foyer

Foyer

Sky Garden

Sky Garden

BĂŒrobereich

BĂŒrobereich

Foyer

Foyer

Ansicht Ost von der Parkseite

Ansicht Ost von der Parkseite

Offices

Offices

Ansicht SĂŒd

Ansicht SĂŒd

Ansicht Ost, vom Park

Ansicht Ost, vom Park

Lageplan

Lageplan

Ansicht SĂŒd

Ansicht SĂŒd

8. Obergeschoss mit Sky Garden

8. Obergeschoss mit Sky Garden

8. Obergeschoss mit Sky Garden

8. Obergeschoss mit Sky Garden

Die „sky walks“ und „sky gardens als verbindende und kommunikative Zonen des Campus

Die „sky walks“ und „sky gardens als verbindende und kommunikative Zonen des Campus

Die „sky walks“ und „sky gardens als verbindende und kommunikative Zonen des Campus

Die „sky walks“ und „sky gardens als verbindende und kommunikative Zonen des Campus

Aspekte der Nachhaltigkeit

Aspekte der Nachhaltigkeit

Aspekte der Nachhaltigkeit

Aspekte der Nachhaltigkeit