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Offener Wettbewerb (auch f√ľr Studenten) | 06/2017

Stadt im Wandel - Stadt der Ideen 2017: "Anders Wohnen im Quartier"

CO KIEZ - RECIPROCITY

CO KIEZ - RECIPROCITY

Yes We Co

Anerkennung

ISSS research | architecture | urbanism

Architektur, Stadtforschung

ALAS Alarcon Linde Architects

Architektur

Erläuterungstext

YES WE CO

CO KIEZ - RECIPROCITY
VERLOREN GEGLAUBTE ORTE NUTZEN | NACHVERDICHTUNG
Wir alle kennen sie, die innerst√§dtischen Parkpl√§tze hinter Superm√§rkten, vor Baum√§rkten und an vielen anderen Orten in unseren St√§dten. Wir verwenden sie im allt√§glichen Gebrauch und doch tragen sie trotz ihrer oftmals zentralen Lagen nicht aktiv zu den prim√§ren Funktionen der Stadt, dem Wohnen, Arbeiten und Leben bei. Wir bezeichnen sie an dieser Stelle als verloren geglaubte Orte, weil in ihnen ein gro√ües Potential schlummert. Diese Parkpl√§tze beruhen auf einem klaren Raster und sind erschlossen. Diese Eigenschaften machen sich die Patchwork Houses zunutze und docken darauf an, um diese verloren geglaubten Orte f√ľr das Leben der Stadt zur√ľckzugewinnen und zu aktiven urbanen Netzwerkknoten zu machen.

CO - PRODUCTION
MIX-USE | HYBRID BUILDING | CO-WORKING
Im ersten Obergeschoß der Patchwork Houses wird gearbeitet. Unsere Arbeitsrealitäten haben sich rapide verändert und verlaufen längst nicht mehr linear oder klassischen Karrieremodellen folgend. Überall in Europa entstehen derzeit Co-Working Spaces, um diesem Umstand Rechnung zu tragen. Im flexiblen Grundriß der Patchwork Houses entstehen geteilte Arbeitsräume, die unterschiedlichen Anforderungen nach Konzentration und oder kreativem Austausch Raum geben und durch geteilte Infrastruktur einen minimalen Flächenbedarf des Einzelnen ermöglichen.

POSITIVER √ĖKOLOGISCHER FUSSABDRUCK | SCHWAMMPRINZIP
Wasserrecycling, der Einsatz erneuerbarer Energien und Bauteilaktivierung zur Senkung des Energiebedarf sind Selbstverst√§ndlichkeiten. Dar√ľber hinaus entsteht auf dem Dach ein Gew√§chshaus das neben seiner Funktion als sozialer Treffpunkt auch einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualit√§t und zur Versorgung mit gesunden Lebensmitteln in der Stadt allgemein leistet. Auf diese Weise werden aus innerst√§dtischen Parkpl√§tzen qualit√§tsvolle Orte und Lebensmittelpunkte in der Stadt. Das Prinzip l√§sst sich auf unterschiedliche Situationen anpassen und ist so auf viele Orte √ľbertragbar.

CO - WOHNEN
MIX-USE | HYBRID BUILDING | CO-HOUSING
Gemeinschaftlich in der Stadt wohnen ist die Zukunft. Der demographische Wandel in Europa, immer diskontinuierlich verlaufendere Lebensl√§ufe und immer h√§rtere wirtschaftliche Bedingungen auf dem Wohnungsmarkt in den St√§dten ver√§ndern die Anforderungen an die Organisation von urbanem Wohnraum radikal. Gemeinschaftliches Wohnen in gro√üen Verb√§nden bietet hierauf vielf√§ltige und anpassungsf√§hige Antworten. Durch das Verbinden unterschiedlich gro√üer privater Einheiten mit varierenden Anspr√ľchen an Privatheit und Komfort wird das Zusammenleben unterschiedlicher Bev√∂lkerungsgruppen erm√∂glicht. Durch die Ausdehung der Verb√§nde k√∂nnen gro√üz√ľgige Gemeinschaftsfl√§chen geteilt werden, auf denen Nutzungen f√ľr den Einzelnen m√∂glich werden die sonst nur in Luxuswohnungen m√∂glich w√§ren.

FLEXIBLE GRUNDSTRUKTUR
Aufbauend auf dem vorgefundenen Raster der Parkpl√§tze entsteht die flexible Grundstruktur der Patchwork Houses. Das Raster von 5,5m x 5,5m √ľber den Parkpl√§tzen und die flexibel breite Mittelzone von 5,5m ‚Äď 7m lassen sich an unterschiedliche Orte anpassen und erlauben in den weiteren Gescho√üen flexible Grundrissl√∂sungen. Im Erdgescho√ü wird vorerst weiterhin geparkt, mittelfristig kann es f√ľr neue Formen st√§dtischer Produktion wie FabLabs und Maker Spaces umgenutzt werden. Im ersten Obergescho√ü entstehen Co-Working Spaces und dar√ľber entfalten sich Co-Housing Landschaften in mehrgescho√üigen Verb√§nden mit gro√üz√ľgigen Gemeinschaftsr√§umen.
Neben dem verringerten Flächenbedarf pro Person, dem Nutzen verloren geglaubter Flächen in der Stadt und dem Einsatz ressourcenschonender Baustoffe wird auf einfache, aber robuste und benutzerfreundliche low-tech Prinzipien gesetzt, um einen aktiven Beitrag zu einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Stadtentwicklung beizutragen und einen gemeinschaftlichen Ort mit Verbindung zu seinem Kiez zu schaffen.

© ISSSresearch&architecture + ALAS Alarcon Linde Architects

Beurteilung durch das Preisgericht

Nach dem Modell des gesellschaftlichen Metabolismus entstehen bei diesem Projekt
flexible Strukturen, die Arbeit und Wohnen verkn√ľpfen. Dabei gehen die Verfasser davon
aus, dass der Co-Working-Space, also gemeinschaftlich genutzte Arbeitsflächen sowie ein
mix-use Co-Housing in gr√∂√üeren Verb√§nden, zuk√ľnftig eine st√§rkere Rolle in der Stadt
spielen. Bei diesem Entwurf ist die Flexibilität der Wohnraumstrukturen sowie die
Gebäudeeffizienz besonders hervorzuheben.
Verloren geglaubte Orte Nutzen, Nachverdichtung

Verloren geglaubte Orte Nutzen, Nachverdichtung

CO - PRODUCTION

CO - PRODUCTION

MIX-USE | HYBRID BUILDING | CO-HOUSING

MIX-USE | HYBRID BUILDING | CO-HOUSING

CO - WOHNEN

CO - WOHNEN

SHARED-SPACES | FLEXIBLE GRUNDSTRUKTUR

SHARED-SPACES | FLEXIBLE GRUNDSTRUKTUR