modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Nichtoffener Wettbewerb | 01/2018

Stadteingang am Bahnhof und erlebbarer Schussen

Perspektive Schussenufer

Perspektive Schussenufer

1. Preis

Preisgeld: 30.000 EUR

silands | Gresz + Kaiser Landschaftsarchitekten PartG mbB

Landschaftsarchitektur

Pesch Partner Architektur Stadtplanung GmbH

Stadtplanung / St├Ądtebau

BrennerPlan GmbH - Planungsgesllschaft f├╝r Verkehr, Stadt und Umwelt

Verkehrsplanung

Architektur & Zeichnung Wolfram Gothe

Visualisierung

Hartmut Plamper

Modellbau

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf ist durch eine klare Setzung der neuen Bauk├Ârper gekennzeichnet. Er bedient sich dabei des f├╝r Ravensburg charakteristischen Motivs der T├╝rme und Tore und ├╝bersetzt dieses in einen zeitgem├Ą├čen St├Ądtebau.
So wird der vorgeschlagene Bahnhofsneubau, der den Stadteingang von den Bahnsteigen kommend rahmt, als Teil eines Torbaus verstanden. Er wird von einem siebengeschossigen markanten Bauwerk, das sich leicht in die Sichtachse der Eisenbahnstra├če einschiebt und einem dreigeschossigen Funktionsbau am s├╝dlichen Bahnhofsplatz mit einer dazwischen gespannten Dachkonstruktion gebildet.
Es wird kontrovers diskutiert, ob das leichte eingespannte Dach zu der gew├╝nschten Torwirkung f├╝hren kann. Auch wird hinterfragt, ob der Blick aus der Sichtachse der Eisenbahnstra├če auf die Bahnhofs├╝berdachungen, die Baumkulisse und das dahinterliegende Gewerbegebiet die richtige Antwort auf die gegebene st├Ądtebauliche Situation sein kann. Eine r├Ąumliche Fassung des Bahnhofsvorplatzes w├Ąre in jedem Fall w├╝nschenswert.
Gut ist das spannungsvolle Zusammenspiel des Bahnhofsturms mit den beiden Turmgeb├Ąuden auf der gegen├╝berliegenden Seite der Gleise, zwischen denen der neugestaltete, attraktive Freiraum zwischen Gleisk├Ârper und Schussen gut eingespannt ist. Die ├ťberg├Ąnge dorthin von der Bahnhofseite sind mit der neuen Gleisunterf├╝hrung am Radhaus, das sein bauliches Pendant auf der Westseite mit einem Caf├ę findet, und der zus├Ątzlich ├╝berdachten bestehenden Unterf├╝hrung gut gel├Âst. Die Aufenthaltsqualit├Ąt auf der Westseite wird weiterhin aufgewertet durch den Vorschlag eines Escher-Wyss-Platzes ├Ąhnlich dem vorhandenen Schussenbalkon mit dem Caf├ę mit Au├čenbewirtschaftung. Nicht ├╝berzeugend ist der Vorschlag der sehr urbanen Auspr├Ągung des Schussenufers in Form einer gro├čz├╝gigen Stufenanlage in strenger Geometrie zwischen beiden Terrassen.
Der Vorschlag zur Positionierung des Parkhauses auf der ├Âstlichen Seite der Bahngleise ist im st├Ądtebaulichen Kontext ├╝berzeugend, auch wenn daf├╝r die Gasleitung verlegt werden m├╝sste. Es tr├Ągt dazu bei, dass die Konflikte zwischen Kfz und Fu├čg├Ąngern im Bereich vor dem Bahnhof minimiert werden. Allerdings ist die Ausf├╝hrung als automatisches Parkhaus zu hinterfragen. Dies gilt auch f├╝r die Anordnung von Taxen n├Ârdlich des neuen Bahnhofs und die vorgeschlagenen Senkrechtparker an der Stra├če Bahnhofsplatz. Konflikttr├Ąchtig ist auch der Vorschlag f├╝r die P+R Parkpl├Ątze n├Ârdlich des Bahnhofs beim ZOB. Da die Verschwenkung der Escher-Wyss-Stra├če Richtung Bahngleise n├Ârdlich der Unterf├╝hrung platziert ist, wird keine Verbesserung der heutigen Konfliktsituation am ├Âstlichen Ausgang der Unterf├╝hrung erreicht.
Die Arbeit stellt einen wertvollen und eigenst├Ąndigen Beitrag zur L├Âsung der Aufgabe dar. Ihr Hauptvorzug liegt in der klaren st├Ądtebaulichen Grunddisposition im Gesamten, w├Ąhrend die Freifl├Ąchengestaltung im Uferbereich der Schussen noch verbesserungsw├╝rdig ist.
Lageplan

Lageplan

Lageplanausschnitt & Schnitt

Lageplanausschnitt & Schnitt

Perspektive Bahnhof

Perspektive Bahnhof

Modell

Modell