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Nichtoffener Wettbewerb | 04/2014

StadtLandschaft

Blick von S├╝dwesten ├╝ber den Landschaftspark

Blick von S├╝dwesten ├╝ber den Landschaftspark

1. Preis

Preisgeld: 12.500 EUR

JKL Junker + Kollegen Landschaftsarchitektur und Stadtplanung

Landschaftsarchitektur

Architektur & Zeichnung Wolfram Gothe

Visualisierung

Erl├Ąuterungstext

WasserBurgenWelt

Ausgehend von den Qualit├Ąten der M├ťNSTERL├äNDER PARKLANDSCHAFT w├╝nschen wir uns f├╝r den Park an der Stever eine weitl├Ąufige und selbstverst├Ąndliche Rauminszenierung, die dem Vorbild des klassischen LANDSCHAFTSPARKS entspricht.
Sieben Leitgedanken pr├Ągen unseren freiraumplanerischen Entwurf und sind die Basis f├╝r eine Vielzahl von Einzelma├čnahmen, die im Plan zu finden sind:

Der Park im ZENTRUM von L├╝dinghausen ist durch die neugeschaffene Weite und ├ťbersichtlichkeit eine verbindende Mitte f├╝r B├╝rger und Besucher der Stadt.

Der GENIUS LOCI und seine bestehenden Qualit├Ąten, r├Ąumlich, ├Âkologisch, kulturell und ├Ąsthetisch, werden herausgearbeitet.

DIE DREI BURGEN werden in ihrem gegenw├Ąrtigen Umfeld Wald (Burg Vischering), Wiese (Burg L├╝dinghausen) und Stadt (Burg Wolfsberg) akzeptiert.

Reizvolle PERSPEKTIVEN und Raumeindr├╝cke entstehen durch Freistellen von Sichtachsen aber auch durch ein ÔÇ×Entr├╝mpelnÔÇť der Fl├Ąche von Einbauten und, soweit dies ├Âkologisch vertretbar ist, auch von Aufwuchs.

GEGENS├äTZE schaffen Kontraste wie z.B. eine abwechslungsreiche Ufergestaltung mit harten und weichen Zonen oder durch weite Blicke und verstecke Orte im Geh├Âlzbestand.

RUNDWEGE schaffen funktionale Verbindungen zu Stadt und Umland und bieten abwechslungsreiche Ausblicke w├Ąhrend der Fortbewegung zu Fu├č oder mit dem Fahrrad zwischen Eingangssituationen, Zwischenstopps und Zielpunkten.

Die verwendeten MATERIALIEN in Landschaftspark und Innenstadt entstammen einem einheitlichen Gestaltungskatalog und steigern die spezifisch Identit├Ąt L├╝dinghausens.

Die UMSETZUNG der Einzelma├čnahmen erfolgt nach dem Prinzip der Dringlichkeit und der Auftakt-Wirkung, um deutlich zu machen, dass das Projekt WasserBurgenWelt der Regionale 2016 schnell Resultate zeigt.

Von besonderer Bedeutung sind hierbei:

- der Umbau der Klosterstra├če
- die Gestaltung des Maisackers zur gro├čen Wiese
- die Anlage der verbindenden neuen Rundwege

und die Gestaltung des s├╝dlichen Stadtbalkons.

Diese Ma├čnahmen k├Ânnen bis zur Regionale 2016 realisiert werden. Weitere Einzelma├čnahmen wie das Umfeld der Burg Wolfsberg, der Ausbau des Fu├č- und Radwegs entlang der M├╝hlenstever oder der Burgg├Ąrten k├Ânnten in den Folgejahren realisiert werden.


Besondere Einzelma├čnahmen:

DIE GROSSE WIESE zwischen den Burgen ist der zentrale Raum des Landschaftsparks und bietet viel Platz f├╝r Spielen, Picknicken und Genie├čen. Der Kapitelweg wird als Weg in der Wiese zur├╝ckgebaut: Ein neuer Fu├č- und Radweg an der Ostseite bildet die neue Verbindung zur Innenstadt.

EIN FUSS- UND RADWEG begleitet die M├╝hlenstever, gesch├╝tzt von einer pr├Ągnanten Baumreihe. Entlang des Weges finden sich Stationen der Ausstellung ÔÇ×Park im Fluss - SteverGeSCHICHTEN L├╝dinghausenÔÇť und zur technischen Nutzung und landschafts├Âkologischen Bedeutung von Wasser.

WEICHE UND HARTE UFERKANTEN entlang der Gew├Ąsser bieten die M├Âglichkeit am Ufer zu sitzen. So werden Aspekte von Naturschutz und Naherholung gleicherma├čen ber├╝cksichtigt. Durch eine entsprechende Wegef├╝hrung werden die Besucher behutsam gelenkt. Br├╝cken ersetzen verrohrte Verbindungen der Gew├Ąsser und machen sie somit wieder ablesbar.

DER BURGGARTEN bietet unter dem alten Baumbestand verschiedene Spielangebote f├╝r Jung und Alt. Man trifft sich zum Boulespiel auf dem erweiterten Kiesweg, ein Spielplatz f├╝r Kinder ist gestaltet in Anlehnung an einen Gr├Ąftenhof und der Garten der Volkshochschule bietet Raum f├╝r Kursangebote im Freien und in einem kleinen Rasentheater.

SCHUL- UND REISEBUSSE warten k├╝nftig in paralleler Aufstellung an der Klosterstra├če. Die gepflasterte Aufweitung ist leicht anzusteuern und sowohl f├╝r die Besucher der Burg Vischering, als auch f├╝r die Sch├╝ler gut zu erreichen. Die Wartezone f├╝r Fahrg├Ąste kann auf das Klostergel├Ąnde erweitert werden.

DER BESUCHERPARKPLATZ der Burg Vischering wird auf dem bestehenden Gel├Ąnde neu gegliedert und nimmt so ├╝ber 250 Fahrzeuge auf. Durch die Einrahmung mit Eibenhecken, wird er ein selbstverst├Ąndlicher Teil der Parklandschaft.

DER BALKON ZUM PARK an der Steverstra├če bildet unter einem Baumdach den Blick auf die Burg L├╝dinghausen. So wie der Stellplatz auch f├╝r Flohm├Ąrkte genutzt werden kann, bietet die vorgelagerte Wiese den Raum f├╝r Sch├╝tzenfest und Zirkuszelte.

DIE BURG WOLFSBERG steht k├╝nftig auf einer einheitlich gepflasterten Platzfl├Ąche. Gemauerte B├Ąnke umschlie├čen die Restaurantterrasse und nehmen das Thema der eingefassten Burgen gestalterisch auf. Das Pflaster der Fu├čg├Ąngerzone wird auf der Wolfsberger Stra├če fortgesetzt.

DAS BAUMDACH DER MARKTTERRASSE pr├Ągt k├╝nftig den charmanten Platz im Zentrum von L├╝dinghausen. Die Gassen der Fu├čg├Ąngerzone werden geklinkert. Herausgehoben aus dem homogenen Erscheinungsbild der Innenstadt, zeigt ein Teppich aus Natursteinpflaster die besondere Bedeutung des Marktplatzes.

Beurteilung durch das Preisgericht

Den Verfassern gelingt es die ┬╗Wasser-Landschaft┬ź zwischen den beiden Burgen L├╝dinghausen und Vischering zu einem imposanten Landschaftspark zu entwickeln, der die Burgen als sichtbare Pole in einem Spannungsfeld zu inszenieren vermag. Die gro├čz├╝gige Weite des Raums, fokussiert auf die beiden Burgen wirkt ┬╗entschleunigt┬ź und bezieht mit weiteren, wie selbstverst├Ąndlich herausgearbeiteten Blickbeziehungen die wesentlichen Zielr├Ąume wie Innenstadt, Kloster und Schule mit ein. Diese visuelle Verkn├╝pfung sollte allerdings auch in den Wegebeziehungen deutlicher nachvollzogen werden.
Im Kontrast zur weitl├Ąufigen, unaufgeregten Parkmitte werden konsequenterweise alle intensiven Nutzungsangebote um die Burgen, also an den Park- Schwerpunkten konzentriert. Auch die historischen Kleing├Ąrten werden aufgewertet und gut integriert. Diese Haltung wird von der Jury ausdr├╝cklich begr├╝├čt.
Kontrovers wurde diskutiert, inwieweit die Hauptachse zwischen den Burgen sinnvoll attraktiviert werden kann, ohne ihre ruhige Klarheit zu irritieren.
Die Klosterstra├če wird in seiner Barriere- Wirkung durch gut gestaltete Platzaufweitungen entsch├Ąrft, die Verkn├╝pfung der beiden Burgr├Ąume damit gut gel├Âst. Auch die Verlagerung der Bushaltestelle in Richtung des Hauptzugangs zur Burg Vischering wird positiv beurteilt. Die ├Âstliche Platzaufweitung an der Klosterstra├če ist in seiner Lage jedoch nicht ganz nachvollziehbar.
Die neuen Wegestrukturen im ├Âstlichen Bereich des Plangebietes werden positiv bewertet.
Eine deutliche Wegeverbindung zwischen Antonius-Gymnasium und Innenstadt wird jedoch vermisst. Die geplanten Uferbepflanzungen sind vielversprechend. Die gro├če Aufweitung der Wasserfl├Ąche im Nord-Osten wird dagegen als ├╝berfl├╝ssig angesehen.
Zugunsten einer ungest├Ârten Blickachse werden bedauerlicherweise im zentralen Parkbereich wichtige Wegebeziehungen geopfert.
Zudem wird die besondere Nutzungskonzeption der Burg Vischering im Au├čenraum nicht wirklich identifizierbar.
Lageplan Wettbewerbsgebiet

Lageplan Wettbewerbsgebiet

Blick vom Stadtbalkon auf die Burg L├╝dinghausen

Blick vom Stadtbalkon auf die Burg L├╝dinghausen

Detailbereich Burg L├╝dinghausen

Detailbereich Burg L├╝dinghausen

Detailbereich Burg Vischering

Detailbereich Burg Vischering

├ťbersichtsplan Stadtlandschaft L├╝dinghausen

├ťbersichtsplan Stadtlandschaft L├╝dinghausen