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Nichtoffener Wettbewerb | 03/2014

Stadtteilzentrum und Stöckener Markt

Schaubild

Schaubild

1. Preis

AllesWirdGut

Architektur

FORMATION A

Architektur

club L94

Landschaftsarchitektur

ifb IngenieurbĂŒro fĂŒr Bauwesen | thal + huber

Tragwerksplanung

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Beitrag ĂŒberzeugt durch seine im positiven Sinne eingenommene ambivalente Haltung: Einerseits zeigt die vorgeschlagene Lösung eine GebĂ€udegruppe, die durch große gefaltete DĂ€cher ein unverwechselbares Erscheinungsbild erhĂ€lt und in ihrem Maßstab eine als angemessen empfundene Geste fĂŒr das öffentlich genutzte GebĂ€ude entwickelt. Das neue Stadtteilzentrum am Stöckener Markt zeigt sich zum Freiraum mit eindeutiger Adresse. Es entsteht ein Ensemble, das durch einen sympathischen architektonischen Ausdruck identitĂ€tsstiftend wirkt und in Erinnerung bleibt. Andererseits gelingt es den Verfassern durch die gewĂ€hlte Grundrissgeometrie, das Haus nahezu beilĂ€ufig und ebenso ĂŒberzeugend in den stĂ€dtischen Kontext zu stellen, in dem es die wesentlichen stadtrĂ€umlichen Situationen, Kanten und Kubaturen öffentlich genutzter GebĂ€ude, wie der beiden Kirchen in der unmittelbaren Nachbarschaft, aufnimmt.

Die feingliedrige Kubatur wird im Inneren auf konsequente Weise weitergefĂŒhrt und lĂ€sst RĂ€ume besonderer QualitĂ€t entstehen, die nahezu vollumfĂ€nglich den Erwartungen der Nutzer entsprechen. Der Saal dient als zentrales Element des Inneren. Er ist auf kurzem Weg ĂŒber das Foyer erreichbar und leicht unterteilbar. Herausgestellt wird seine großzĂŒgige Öffnung zum begrĂŒnten Außenraum im sĂŒdlichen Bereich des GrundstĂŒcks. Die Lage des Stadtteilladens ist klug gewĂ€hlt. Direkt im Bereich des Zugangs positioniert, kann er als wichtiger Anlaufpunkt des Stadtteilzentrums bereits aus der Ferne wahrgenommen werden.
Das Leckerhaus, richtigerweise auf der SĂŒdseite positioniert, ist ebenso ein selbstverstĂ€ndlicher Teil des Inneren. Die Fassade der BĂŒrorĂ€ume könnte zum Platz hin stĂ€rker geöffnet werden, um mehr Tageslicht in das Innere zu bringen.

Die Verfasser zeigen anspruchsvolle AnsĂ€tze in der Konstruktion und der GebĂ€udetechnik. Details, wie die Ausbildung der Fassade aus vorgefertigten Lehmblöcken oder die Nutzung von Warmluft aus dem Bereich der Lichtkanonen wie auch die geplante Eindeckung aus Betonplatten werden kritisch gesehen. Die gestalterische Absicht einer monochromen Erscheinung des Ensembles und der hierfĂŒr erforderliche Aufwand sind abzuwĂ€gen. Die AtmosphĂ€re des neuen Hauses wird durch die gewĂ€hlte Darstellungstechnik von einem Teil des Preisgerichts als zu wenig einladend empfunden.

Im Vergleich zu den eingereichten Arbeiten liegt der Beitrag bei den wirtschaftlichen Kenndaten im mittleren Bereich. Der Passivhausstandard ist nach EinschĂ€tzung der VorprĂŒfung noch nicht erreicht.

Insgesamt ist es den Verfassern gelungen, einen Vorschlag zu entwickeln, der fĂŒr die vielfĂ€ltigen Nutzungen des Stadtteilzentrums ein deutliches Zeichen setzt und auf besondere Weise die soziale Bedeutung der öffentlichen Einrichtung herausstellt.
Innenraum

Innenraum

Lageplan

Lageplan

Schema

Schema

Schema

Schema

Nacht

Nacht

Schnitt

Schnitt

Ansicht

Ansicht