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Nichtoffener Wettbewerb | 09/2025

Städtebauliche Entwicklung BusinessQuartier Niederfeldstraße in Leverkusen-Wiesdorf

GREEN CAMPUS

GREEN CAMPUS

1. Preis

Preisgeld: 38.000 EUR

TELEINTERNETCAFE Architektur und Urbanismus

Stadtplanung / Städtebau

TREIBHAUS Landschaftsarchitektur Hamburg

Landschaftsarchitektur

Erläuterungstext

JURY PROTOKOLL: 

Die Verfassenden lesen den Ort als spannende Schnittstelle mehrerer Stadtlandschaften, die in Flussnähe durch streifenförmige Schichtungen gekennzeichnet ist: dem Rhein als zentrale Wasserstraße, die Promenaden und den Neulandpark bis zu der dörflich anmutenden Straße des Kreuzhofs hin. Ein sogenannter »Green Campus« als Innovationsstandort ist die Leitidee der Verfassenden. Überzeugen kann die wie selbstverständlich und städtebaulich schlüssig aufgebaute Haupterschließungsachse am Kreuzhof, von der ausgehend einzelne Baufelder -auch bei Bedarf abschnittsweise- entwickelt werden. Kritisch wird diskutiert, ob das Prinzip städtebaulicher Ordnung ausreichend klar artikuliert wird. Die Erschließungsachse mündet am südlichen Ende in eine platzartige Aufweitung, die angemessen die St. Antonius Kirche ins Bild setzt. Die Erweiterung der Bürgerhalle ist (planungsrechtlich) problematisch und als platzbildende Raumkante daher ungeeignet. Die Baufelder weisen strukturell relativ kleinteilige und flexibel kombinierbare Bausteine auf, die aus einem auf quadratischem Grundriss bestehenden Kopfbau in Kombination mit niedrigeren Anbauten komponiert werden. Die Kopfbauten werden alternierend gesetzt und erzeugen räumlich interessante Ensemble, die sich sowohl morphologisch gut in die Umgebung einfügen, als funktional gute Voraussetzungen schaffen, um unterschiedlichen Nutzungswünschen und Flächenbedarfen entsprechen zu können. Die Bausteine können sich bedarfsabhängig senkrecht zum Rheinufer in die Tiefe entwickeln. Sie bieten in den Zwischenräumen topografisch reizvolle Plateaus mit kleinen Hof-Situationen aus, die beispielsweise als Werkhöfe unterschiedlich bespielt werden können. Die volumetrische Komposition ergibt ein belebtes innovatives Bild, das von der Jury kontrovers diskutiert wird. In der Lage der Quartiersgarage findet die Leitungstrasse keine Berücksichtigung. Kritisch gesehen wird die fehlende Anbindung der Quartiersgarage zum Campus. Die Wegeführung ist unklar und die zur Adressierung gewünschte intuitive Lesbarkeit ist nur bedingt gegeben. Dies stellt eine deutliche Schwäche dieser Arbeit dar.  
Freiraum
Wie der Titel der Arbeit »Green Campus« bereits andeutet, ist der Freiraum zentral für die Konzeption. Ein Park zieht sich von Norden nach Süden durch das Wettbewerbsgebiet. Dieser erhält viel der vorhandenen (Sukzessions)natur, schafft Habitat, Retentionsraum und leistet damit einen Beitrag zur Klimaanpassung. Ein Netz landschaftlich geschwungener Wege durchzieht den Grünraum, ergänzt bestehende Wege und verbindet die Neubauten. Die Verfassenden sprechen von einem »weiteren Park mit eigenem Charakter«. Dies verkennt jedoch die bereits bestehenden Freiraumstrukturen wie Rheinufer, Neuland-Park und den Bumerangweg: Letzterer ist auf Grund intensiver Neupflanzungen nicht mehr klar in der Hierarchie zu lesen ist und durch die Bebauung gegenüber der St. Antonius Kirche weiter verunklart. Die Frage bleibt, ob ein »weiterer Park« in Konkurrenz mit den schon vorhandenen Grünräumen bestehen kann. Ebenso ist die Anordnung des Antonius Platz mit Sitzgelegenheit und Außengastronomie fragwürdig in der Lage der SEVESO Planungszone 1 (Richtlinie). Die Position der Quartiersgarage ganz im Süden ermöglicht einen zusätzlichen Grünzug, welcher den Antoniussteg zum Rhein noch mehr zur Geltung bringt. Jedoch verlaufen dadurch die vorhandenen Leitungstrassen unter dem Parkhaus. Dies ist auf Machbarkeit zu prüfen. Qualitäten der Arbeit liegen in den gebäudebezogenen Freiräumen wie die vorgeschlagenen »Werkgassen«, die ein interessantes Angebot in Ergänzung zur Bebauung machen. Fazit Hohe Dichtewerte weisen auf eine wirtschaftliche Umsetzbarkeit hin. 

Allgemein bietet der Entwurf angesichts der komplexen Aufgabenstellung einen wertvollen Beitrag, der insbesondere durch kompositorische Qualitäten und hohen Innovationsgrad überzeugt.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfassenden lesen den Ort als spannende Schnittstelle mehrerer Stadtlandschaften, die in Flussnähe durch streifenförmige Schichtungen gekennzeichnet ist: dem Rhein als zentrale Wasserstraße, die Promenaden und den Neulandpark bis zu der dörflich anmutenden Straße des Kreuzhofs hin. Ein sogenannter »Green Campus« als Innovationsstandort ist die Leitidee der Verfassenden.

Überzeugen kann die wie selbstverständlich und städtebaulich schlüssig aufgebaute Haupterschließungsachse am Kreuzhof, von der ausgehend einzelne Baufelder -auch bei Bedarf abschnittsweise- entwickelt werden. Kritisch wird diskutiert, ob das Prinzip städtebaulicher Ordnung ausreichend klar artikuliert wird.

Die Erschließungsachse mündet am südlichen Ende in eine platzartige Aufweitung, die angemessen die St. Antonius Kirche ins Bild setzt. Die Erweiterung der Bürgerhalle ist (planungsrechtlich) problematisch und als platzbildende Raumkante daher ungeeignet.

Die Baufelder weisen strukturell relativ kleinteilige und flexibel kombinierbare Bausteine auf, die aus einem auf quadratischem Grundriss bestehenden Kopfbau in Kombination mit niedrigeren Anbauten komponiert werden. Die Kopfbauten werden alternierend gesetzt und erzeugen räumlich interessante Ensemble, die sich sowohl morphologisch gut in die Umgebung einfügen, als funktional gute Voraussetzungen schaffen, um unterschiedlichen Nutzungswünschen und Flächenbedarfen entsprechen zu können. Die Bausteine können sich bedarfsabhängig senkrecht zum Rheinufer in die Tiefe entwickeln. Sie bieten in den Zwischenräumen topografisch reizvolle Plateaus mit kleinen Hof-Situationen aus, die beispielsweise als Werkhöfe unterschiedlich bespielt werden können. Die volumetrische Komposition ergibt ein belebtes innovatives Bild, das von der Jury kontrovers diskutiert wird.

In der Lage der Quartiersgarage findet die Leitungstrasse keine Berücksichtigung. Kritisch gesehen wird die fehlende Anbindung der Quartiersgarage zum Campus. Die Wegeführung ist unklar und die zur Adressierung gewünschte intuitive Lesbarkeit ist nur bedingt gegeben. Dies stellt eine deutliche Schwäche dieser Arbeit dar.

Freiraum
Wie der Titel der Arbeit »Green Campus« bereits andeutet, ist der Freiraum zentral für die Konzeption. Ein Park zieht sich von Norden nach Süden durch das Wettbewerbsgebiet. Dieser erhält viel der vorhandenen (Sukzessions)natur, schafft Habitat, Retentionsraum und leistet damit einen Beitrag zur Klima- und Hochwasserschutzanpassung. Ein Netz landschaftlich geschwungener Wege durchzieht den Grünraum, ergänzt bestehende Wege und verbindet die Neubauten. Die Verfassenden sprechen von einem »weiteren Park mit eigenem Charakter«.

Dies verkennt jedoch die bereits bestehenden Freiraumstrukturen wie Rheinufer, Neuland-Park und den Bumerangweg: Letzterer ist auf Grund intensiver Neupflanzungen nicht mehr klar in der Hierarchie zu lesen ist und durch die Bebauung gegenüber der St. Antonius Kirche weiter verunklart. Die Frage bleibt, ob ein »weiterer Park« in Konkurrenz mit den schon vorhandenen Grünräumen bestehen kann. Ebenso ist die Anordnung des Antonius Platz mit Sitzgelegenheit und Außengastronomie fragwürdig in der Lage der SEVESO Planungszone 1 (Richtlinie).

Die Position der Quartiersgarage ganz im Süden ermöglicht einen zusätzlichen Grünzug, welcher den Antoniussteg zum Rhein noch mehr zur Geltung bringt. Jedoch verlaufen dadurch die vorhandenen Leitungstrassen unter dem Parkhaus. Dies ist auf Machbarkeit zu prüfen. Qualitäten der Arbeit liegen in den gebäudebezogenen Freiräumen wie die vorgeschlagenen »Werkgassen«, die ein interessantes Angebot in Ergänzung zur Bebauung machen.

Fazit
Hohe Dichtewerte weisen auf eine wirtschaftliche Umsetzbarkeit hin. Allgemein bietet der Entwurf angesichts der komplexen Aufgabenstellung einen wertvollen Beitrag, der insbesondere durch kompositorische Qualitäten und hohen Innovationsgrad überzeugt.
GREEN CAMPUS

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