modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Nichtoffener Wettbewerb | 07/2026

Städtebauliche Entwicklung RIBE-Areal in Schwabach

quartier
7

quartier

2. Preis

Preisgeld: 22.000 EUR

LAUX ARCHITEKTEN GMBH

Architektur, Stadtplanung / Städtebau

Erläuterungstext

RIBE Areal: Produktive Stadt 
Urbanität: Wohnen & Arbeiten/Aktivität
Mobilität: 100% autofrei
Klima: 50% unversiegelt
Re-Use: 30% Bestandserhalt

Beurteilung durch das Preisgericht

Auf selbstverständliche Weise gelingt es der Arbeit, das bisher geschlossene Gebiet über subtile neue Wege zu öffnen und es zugleich über zwei östliche und einen westlichen Hof mit angemessenen Baufeldgrößen zu strukturieren. Auch der Hof hinter dem mächtigen W1-30-Baukörper hat die richtige Größe. Die Durchwegung des mittleren Bereichs mit der Reithalle im Zentrum ist ebenso unaufgeregt wie angenehm und abwechslungsreich angelegt. Insgesamt zeigt die Arbeit eine gelungene Weiterentwicklung des RIBE-Areals mit Bestand und neuen Gebäuden. Der Erhalt und die Freistellung der Reithalle sind hierbei begrüßenswert, da diese auch noch an die weiter zurückliegende Vergangenheit der militärischen Nutzung erinnert. Ihre zukünftige Nutzung wird noch weitere Überlegungen erfordern. Von offenen über kulturelle, sportliche oder gewerbliche Nutzungen scheint alles möglich zu sein. Auch der Hof hinter dem mächtigen W1-30-Baukörper hat die richtige Größe. Die Nutzung des W1-30-Gebäudes mit besonderen Wohnungen es werden Loftwohnungen vorgeschlagen erscheint vielversprechend. Letztendlich muss die Wohnnutzung mit dem interessanten Vorschlag einer gastronomischen Nutzung in Richtung Stadtpark kompatibel sein.

Erdgeschossige Sockel begleiten die neue Wegeführung. Hier befinden sich die Eingänge und Nebenanlagen der darüberliegenden Wohnhäuser sowie Car-Sharing-Stellplätze. Die Ecken werden durch öffentliche oder gewerbliche Nutzungen bzw. Wohnateliers aktiviert. Die Nutzungsvielfalt erscheint angemessen und ihr Potenzial für die Belebung des öffentlichen Raums ist erkennbar. Ob die Realität diese kleinteilige Vielfalt jedoch ermöglichen kann, ist fraglich.

Die Körnung der Baukörper auf den Sockelzonen ist angenehm proportioniert und für eine Wohnnutzung geeignet, wenngleich der typologische Nachweis mit innenliegenden Erschließungen wenig attraktiv ist. Positiv bewertet wird auch der Baukörper zwischen Reithalle und Bahnhofstraße mit seinen kleinen, platzartigen Aufweitungen. Etwas formal wirkt die Dachform der drei Baukörper in der mittleren Zone. Während sie beim nördlichen Gewerbebau noch nachvollzogen werden kann, ist sie für die südlichen Wohngebäude eher unangemessen.

Leider sind die Freiräume in ihren Gestaltungsvorschlägen sehr spröde. Dies betrifft den Übergang zum Stadtpark ebenso wie die Gestaltung der Wohnhöfe. Ob der grüne Rahmen, der nicht weiter ausgearbeitet wurde, der richtige ist, wird bezweifelt. Die Vorschläge zur Bahnhofstraße hingegen sind angemessen. Die dezentralen, kleineren Tiefgaragen unter den Sockelgeschossen sind logisch. Die Zufahrten, insbesondere im Süden, können jedoch eine Bürde für eine mögliche spätere Umwidmung der Walpersdorfer Straße darstellen.

Insgesamt weist der Entwurf eine hohe Dichte auf, die aufgrund der differenzierten Körnung aber angemessen erscheint. Die Wirtschaftlichkeit erscheint über die Zuschnitte der Baukörper und die angebotenen Flächen wirtschaftlich zu sein. Die Stärke der Arbeit liegt in der selbstverständlichen Wegeführung und der angemessenen Transformation des Bestandes sowie der Baukörperkomposition aus Alt und Neu.
schwarzplan

schwarzplan

mix

mix

erschliessung vernetzung identität klimaanpassung

erschliessung vernetzung identität klimaanpassung

lage

lage

grundriss EG/RG

grundriss EG/RG

modell

modell