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Nichtoffener Wettbewerb | 07/2026

Städtebauliche Entwicklung RIBE-Areal in Schwabach

RIBE Parkquartier
5

RIBE Parkquartier

Anerkennung

Preisgeld: 11.000 EUR

Kollektiv A Architektur

Stadtplanung / Städtebau, Architektur

studio erde_office for anthropocene landscapes

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die ehemalige Reithalle wird mit neuer, gemeinschaftlicher Nutzung zum Zentrum des Quartiers. Die umspielende Platzfolge stellt in ihrer Proportion und Differenzierung eine gelungene räumliche Verbindung zwischen Bahnhofstraße und Stadtpark dar und bietet dabei qualitätvolle und Identität stiftende Freiräume.

Mit dem Erhalt der wesentlichen Bestandsbauten kann, insbesondere entlang dieser zentralen Raumfolge, der Charakter des Gebietes im Mittelbereich überzeugen.

Der Abriss des Gebäudes W1-34 und die Ergänzung des W1-30 mit neuen Wohnbauten und deren Verbindung mit einer Quartiersgarage, schafft qualitätvollen Wohnraum. Die Qualität des grünen Hofes leidet allerdings unter den Höhenkanten zur Umgebung, welche eine Barriere darstellen. Auch wird die TG-Zufahrt genau gegenüber einem Zugang in den Stadtpark angeboten, anstelle hier eine Fußwegeverbindung in das neue Quartier zu schaffen. Die Neubauten stehen hier räumlich relativ dicht vor dem Einzeldenkmal. Insgesamt werden zu wenige Stellplätze nachgewiesen.

Der Bebauungsvorschlag östlich der zentralen Raumfolge knüpft in keiner Weise an die bestehenden Strukturen an, sondern wirkt im Vergleich beliebig. Die Baukörpersetzung greift weder die Maßstäblichkeit der benachbarten Bebauung noch die Proportionen des eigenen Quartiers auf und bildet auch zu den jeweiligen Nachbarschaften keine klaren Raumkanten. Die entstehenden Freiräume sind als Grünfugen wenig attraktiv, die Erschließung bietet wenig Orientierung. Die vorgeschlagene Dichte bleibt damit auch deutlich unter dem Durchschnitt.

Die Architektur der Neubauten ist vorstellbar, die Grundrisse stellen keine besonders attraktiven Angebote dar.

Die Versiegelung im Bereich der zentralen Erschließung und Platzfolgen ist relativ hoch dargestellt, die Vorschläge zu Klimaanpassung und Nachhaltigkeit entsprechen den üblichen Maßnahmen.

Die vorgeschlagene kleinteilige Vernetzung in die Umgebung, mit attraktiveren, beruhigten und begrünten Straßenräumen und zusätzlichen Anbindungen in den Stadtpark wird positiv gesehen. Die Raumkante des Stadtparks wird gestärkt, ohne die bestehende Kontur zu stören.

Aufgrund der relativ geringen Dichte, dabei aber einem weitgehenden Erhalt des Bestandes, bewegt sich die Arbeit bezüglich Wirtschaftlichkeit im Durchschnitt.

Insgesamt fehlt dem Entwurf eine für das gesamte Gebiet wirksame zusammengehörige Identität, welche im zentralen Bereich mit der Raumfolge rund um die ehemalige Reithalle durchaus angeboten wird.
Lageplan

Lageplan

Schwarzplan

Schwarzplan

Modellfoto

Modellfoto

Modellfoto

Modellfoto