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Wettbewerblicher Dialog | 03/2022

Städtebauliche Gesamtentwicklung Charité Campus Benjamin Franklin in Berlin

Neuer „Park Benjamin Franklin“
9

Neuer „Park Benjamin Franklin“

1. Rang

Silvia Gmür Reto Gmür Architekten

Stadtplanung / Städtebau, Architektur

MAURUS SCHIFFERLI, LANDSCHAFTSARCHITEKT

Landschaftsarchitektur

ZWP Ingenieur-AG

TGA-Fachplanung, Nachhaltigkeitskonzept

Drees & Sommer SE

Sonstige

Erläuterungstext

Projektleitung Gmür Architekten:
 Alexander Wagner
Mitarbeit:
 Wojtek Hryszkiewicz

In einer strategischen Zielplanung soll die Entwicklung des Campus bis ins Jahr 2050 festgelegt werden. Wie können als Ergänzung zum herausragenden Baudenkmal der Architekten Curtis & Davis von 1968 ca.120'000 m2 zusätzliche Nutzungen für die Krankenversorgung, die Forschung und die Lehre organisiert und strukturiert werden?

Mehrere zusammenhängende Parks und Grünflächen binden den Campus in die Natur ein. Es entsteht ein Klinik- und Forschungszentrum mit starker Vernetzung zur Natur, ganz nach dem Motto 'Gesund werden und arbeiten im Grünen'.

Die Erweiterungsbauten generieren sich aus der Logik des denkmalgeschützten Bestandes heraus und schreiben diesen selbstverständlich fort.
Sie erhalten durch die klare Formensprache eine eigene Identität und machen die Charité in Berlin Steglitz besser sicht- und erlebbar.

Weitere entwurfsrelevante Themen sind die städtebauliche Nachhaltigkeit, der behutsamer Umgang mit den wertvollen Grünflächen, ein respektvoller Umgang mit den denkmalgeschützten Bauten, eine grösstmögliche Flexibilität, die zukunftsweisende Mobilität und die verkehrstechnische Entflechtung der verschiedenen Personen- u. Materialströme.

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Campus Benjamin Franklin revolutionierte einst die Klinikarchitektur. Nun entwickelt die Charité in Steglitz visionäre Konzepte für den Life-Science-Campus der Zukunft. Der ausgewählte Entwurf stärkt dabei die Einzigartigkeit des Campus und schafft mit der Erweiterung die bauliche Grundlage für die komplexen Anforderungen der Medizin und beschreitet auch architektonisch neue Wege: Das Areal wird als moderner, grüner und nachhaltiger Campus städtebaulich weiterentwickelt. Unter anderem soll ein Hochpunkt am Hindenburgdamm entstehen, der einen neuen städtebaulichen Akzent setzt. Insgesamt werden die Gebäude kompakt im Norden angeordnet und mit dem Hauptgebäude verbunden. Es gibt einen hohen Anteil an natürlich belichteten Räumen und eine hohe Flexibilität in den einzelnen Gebäudestrukturen. Das städtebauliche Konzept thematisiert zudem Nachhaltigkeit, Flexibilität sowie Mobilität und die verkehrstechnische Entflechtung der verschiedenen Zugänge. Gleichzeitig geht das Konzept behutsam mit den wertvollen Grünflächen um. Durch die kompakte Anordnung der Baufelder im Norden kann im Süden eine Parklandschaft entstehen. Diese bildet das Herzstück des grünen Campus, der zu einem lebenswerten gesundheitsfördernden Stadtraum modifiziert werden soll. Dies korrespondiert zudem mit dem Anspruch der Charité, bis 2050 klimaneutral zu sein. Die Sichtachse auf das architekturhistorisch bedeutsame Hauptgebäude aus den 1960er Jahren bleibt erhalten. Im Süden schließt sich eine Parklandschaft an, die sich mit den umliegenden Grünflächen vom Teltowkanal über den Schlosspark Lichterfelde bis zum Bäkepark verbinden soll.
Neue Mittelallee „Rückgrat des Campus“

Neue Mittelallee „Rückgrat des Campus“

Situationsplan städtebauliche Gesamtentwicklung

Situationsplan städtebauliche Gesamtentwicklung

Luftbild städtebauliche Gesamtentwicklung

Luftbild städtebauliche Gesamtentwicklung

Neuer Hauptplatz „Forum Benjamin Franklin“

Neuer Hauptplatz „Forum Benjamin Franklin“

Entwurfsidee bauliche Erweiterung und Grünraumkonzept

Entwurfsidee bauliche Erweiterung und Grünraumkonzept

Adressbildung u. Erschliessung

Adressbildung u. Erschliessung

Nutzungskonzept u. -verteilung

Nutzungskonzept u. -verteilung

Erdgeschoss

Erdgeschoss