modgnikehtotsyek
ALLE WETTBEWERBSERGEBNISSE, AUSSCHREIBUNGEN UND JOBS Jetzt Newsletter abonnieren

Nichtoffener Wettbewerb | 10/2025

Städtebauliches Gesamtkonzept und kommunaler Wohnungsbau in Eisenberg-Zell

3

3. Preis

Preisgeld: 10.000 EUR

D´Inka Scheible Hoffmann Lewald Architekten BDA

Architektur, Stadtplanung / Städtebau

Glück Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur

Erläuterungstext

Protokoll Preisgericht:
Die Arbeit belässt den Pfarrhof in Volumen und Struktur. Als Neubauten werden zwei voneinander unabängige Volumen
vorgeschlagen. Ein dreigeschossiger Baukörper ist traufständig zum Kirchweg angeordnet, der andere östliche Baukörper
ist zweigeschossig und steht giebelständig. Der gewählte Abstand der Neubauten zum Pfarrhof und die Großzügigkeit in
den Freiflächen ist positiv zu sehen. Diese sympathische Körnung im Schwarzplan, wird durch einen detaillierten Blick in
den Lageplan und Umgriff Erdgeschoss jedoch durch die Anordnung von verschiedenen Nebengebäuden für Müll, Abstellräume
und Fahrräder getrübt. Die im Ideenteil vorgeschlagenen vier Baukörper sind geschickt gesetzt. Ihre Erschließung
und die Lage der Stellplätze ist pragmatisch und stimmig. Eine Umsetzung in Bauabschnitten ist möglich. Man betritt die
Neubauten erdgeschossig jeweils in der Gebäudemitte. Im mittleren Baukörper sind die Wohnungen in den beiden Obergeschossen
als Dreispänner organisiert. Die Grundrisse funktionieren gut. Besondere Qualität versprechen die gut nutzbaren
Loggien. Der östliche Baukörper ist als Zweispänner gedacht. Die Wohnungen sind ebenfalls gut organisiert. Die
meisten Wohnungen sind mindestens zweiseitig belichtet. Die gewünschte Anzahl an Wohnungen und der Wohnungsmix
sind erfüllt. Während die Eingangsbereiche in beiden Erdgeschossen ausreichend Platz für Kinderwagen bieten, sind die
Erschließungsflächen in den Obergeschossen etwas knapp bemessen. Positiv wird hier die natürliche Belichtung gesehen.
Die gewählte Dreigeschossigkeit überzeugt nicht. Der Baukörper wird im städtebaulichen Kontext als zu hoch gesehen.
Dies zeigt vor allem die Ansicht von Süden. Im Pfarrhof wird die Clusterwohnung und eine Einzimmerwohnung vorgeschlagen.
Die angefachte Erweiterung des Pfarrhofs mit vorgelagerten Loggien wirkt sich positiv auf die Wohnqualität
aus, die Erscheinung ist dadurch aber auch stark verändert. Sowohl gestalterische als auch funktionale Qualitäten der
Arbeit werden gewürdigt. Die Ausformulierung der Ansichten mit einer verputzten Erdgeschosszone und vertikalen Holz-
lattungen in den Obergeschossen wird positiv anerkannt. Die vorgeschlagene Anmutung entspricht dem ländlichen Kontext.
Die Erscheinung ist ruhig und unaufgeregt. Kriterien der Nachhaltigkeit sind erfüllt. Die Gebäude sollen als Holzbauten
in Holzrahmenbauweise mit Brettstapeldecken umgesetzt werden. Die flach geneigten Dächer werden mit PV-Modulen
ausgestattet. Die gewählten Dachüberstände dienen dem sommerlichen Wärmeschutz. Im Sinne der Wirtschaftlichkeit in
Errichtung und Betrieb ist die Arbeit im oberen Bereich zu sehen. Auf eine Unterkellerung der Neubauten wird verzichtet.
Die Durchwegung und Berücksichtigung der Bestandsanbindungen wird gut gelöst. Eine gemeinschaftliche Freifläche wird
nur im Ideenteil vorgeschlagen, ein Fehlen im Realisierungsteil wird stark kritisiert. Ebenso der Nachweis der Abstellräumen
und Fahrradstellplätze in Nebengebäuden innerhalb des Gartenbereiches. Dadurch wird die Qualität der Freianlagen
stärker gemindert. Eine direkte, barrierefreie Erschließung vom Kirchweg aus wird gewährleistet, die Auffindbarkeit der
Eingänge ist dadurch gut gelöst. Ebenso die Situierung eines Teils der Stellplätze entlang des Kirchweges ist gut gelöst.
Der Abstand des Neubaus zum ehemaligen Pfarrhof wird einerseits sehr positiv gewertet. Die Qualität wird jedoch leider
durch die dort vorgeschlagenen Stellplätze negiert. In Zusammenschau von Wegeflächen, Parkierungsflächen und Nebengebäude
weisen die Freiflächen einen sehr hohen Versiegelungsgrad auf. Nutzbare Grünflächen sind im Realisierungsteil
eigentlich nicht vorhanden. Die Erhaltung von den ortsbildprägenden Bestandsbäumen wird sehr positiv gewertet. Insgesamt
stellt die Arbeit eine Bereicherung in der Diskussion dar. Ein interessanter und in vielen Aspekten guter Beitrag.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit belässt den Pfarrhof in Volumen und Struktur. Als Neubauten werden zwei voneinander unabhängige Volumen vorgeschlagen. Ein dreigeschossiger Baukörper ist traufständig zum Kirchweg angeordnet, der andere östliche Baukörper ist zweigeschossig und steht giebelständig. Der gewählte Abstand der Neubauten zum Pfarrhof und die Großzügigkeit in den Freiflächen ist positiv zu sehen. Diese sympathische Körnung im Schwarzplan, wird durch einen detaillierten Blick in den Lageplan und Umgriff Erdgeschoss jedoch durch die Anordnung von verschiedenen Nebengebäuden für Müll, Abstellräume und Fahrräder getrübt.

Die im Ideenteil vorgeschlagenen vier Baukörper sind geschickt gesetzt. Ihre Erschließung und die Lage der Stellplätze ist pragmatisch und stimmig. Eine Umsetzung in Bauabschnitten ist möglich. Man betritt die Neubauten erdgeschossig jeweils in der Gebäudemitte. Im mittleren Baukörper sind die Wohnungen in den beiden Obergeschossen als Dreispänner organisiert. Die Grundrisse funktionieren gut. Besondere Qualität versprechen die gut nutzbaren Loggien. Der östliche Baukörper ist als Zweispänner gedacht. Die Wohnungen sind ebenfalls gut organisiert. Die meisten Wohnungen sind mindestens zweiseitig belichtet. Die gewünschte Anzahl an Wohnungen und der Wohnungsmix sind erfüllt.

Während die Eingangsbereiche in beiden Erdgeschossen ausreichend Platz für Kinderwagen bieten, sind die Erschließungsflächen in den Obergeschossen etwas knapp bemessen. Positiv wird hier die natürliche Belichtung gesehen. Die gewählte Dreigeschossigkeit überzeugt nicht. Der Baukörper wird im städtebaulichen Kontext als zu hoch gesehen. Dies zeigt vor allem die Ansicht von Süden.

Im Pfarrhof wird die Clusterwohnung und eine Einzimmerwohnung vorgeschlagen. Die angefachte Erweiterung des Pfarrhofs mit vorgelagerten Loggien wirkt sich positiv auf die Wohnqualität aus, die Erscheinung ist dadurch aber auch stark verändert. Sowohl gestalterische als auch funktionale Qualitäten der Arbeit werden gewürdigt. Die Ausformulierung der Ansichten mit einer verputzten Erdgeschosszone und vertikalen Holzlattungen in den Obergeschossen wird positiv anerkannt. Die vorgeschlagene Anmutung entspricht dem ländlichen Kontext. Die Erscheinung ist ruhig und unaufgeregt.

Kriterien der Nachhaltigkeit sind erfüllt. Die Gebäude sollen als Holzbauten in Holzrahmenbauweise mit Brettstapeldecken umgesetzt werden. Die flach geneigten Dächer werden mit PV-Modulen ausgestattet. Die gewählten Dachüberstände dienen dem sommerlichen Wärmeschutz. Im Sinne der Wirtschaftlichkeit in Errichtung und Betrieb ist die Arbeit im oberen Bereich zu sehen. Auf eine Unterkellerung der Neubauten wird verzichtet. Die Durchwegung und Berücksichtigung der Bestandsanbindungen wird gut gelöst. Eine gemeinschaftliche Freifläche wird nur im Ideenteil vorgeschlagen, ein Fehlen im Realisierungsteil wird stark kritisiert. Ebenso der Nachweis der Abstellräume und Fahrradstellplätze in Nebengebäuden innerhalb des Gartenbereiches. Dadurch wird die Qualität der Freianlagen stärker gemindert.

Eine direkte, barrierefreie Erschließung vom Kirchweg aus wird gewährleistet, die Auffindbarkeit der Eingänge ist dadurch gut gelöst. Ebenso die Situierung eines Teils der Stellplätze entlang des Kirchweges ist gut gelöst. Der Abstand des Neubaus zum ehemaligen Pfarrhof wird einerseits sehr positiv gewertet. Die Qualität wird jedoch leider durch die dort vorgeschlagenen Stellplätze negiert. In Zusammenschau von Wegeflächen, Parkierungsflächen und Nebengebäude weisen die Freiflächen einen sehr hohen Versiegelungsgrad auf. Nutzbare Grünflächen sind im Realisierungsteil eigentlich nicht vorhanden.

Die Erhaltung von den ortsbildprägenden Bestandsbäumen wird sehr positiv gewertet. Insgesamt stellt die Arbeit eine Bereicherung in der Diskussion dar. Ein interessanter und in vielen Aspekten guter Beitrag.