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Nichtoffener Wettbewerb | 07/2013

St├Ądtische Bibliothek

Blick von Vorplatz

Blick von Vorplatz

Anerkennung

asp Architekten GmbH

Architektur

Architekturb├╝ro Sanwald

Architektur

asp UM urban matters | Stadtentwicklung, Architektur und Wohnen

Stadtplanung / St├Ądtebau

Ps.Planungsstudio f├╝r Innenarchitektur . Szenografie . Ausstellungsgestaltung

Innenarchitektur

DS-Plan Ingenieurgesellschaft f├╝r ganzheitliche Bauberatung und Generalfachplanung GmbH

Energieplanung, Tragwerksplanung, Fassadenplanung

SPEEDISM

Visualisierung

Architekturmodellbau Michael Lo Chiatto

Modellbau

Erl├Ąuterungstext

Aktivierung des ├Âffentlichen Raums
Die Bibliothek und ihr s├╝dlich vorgelagerter Platz sollen das aus dem ├Âffentlichen Bewusstsein verdr├Ąngte Areal der Jutizvollzugsanstalt in einen aktiven urbanen Raum transformieren und die Nutzung und Wahrnehmung dieses zentralen Bereichs der Stadt dramatisch ver├Ąndern.

Raumachsen
Eine Nord-S├╝d Achse, die von der Pauluskirche nordw├Ąrts zum Amtsgericht, zum Busbahnhof und zur Georges-Levillain-Anlage verl├Ąuft, soll durch das zentrale Atrium der Bibliothek aufgenommen und in ihrer Bedeutung gest├Ąrkt werden.
Eine zweite Bewegung, die in Ost-West Richtung entlang der Christianstra├če von der Brenz zur Innenstadt verl├Ąuft, verbindet das Ploucquet-Areal mit der Bibliothek und der Innenstadt. Die Aufwertung dieser beiden r├Ąumlichen Systeme st├Ąrkt Heidenheims Kerngebiet als Radfahrer- und Fu├čg├Ąnger-freundliches Zentrum.
Verankerung im Stadtraum
Die erste formale Geste ist die Positionierung der neuen Bibliothek im n├Ârdlichen Teil des Grundst├╝cks als deutliche Fassung des Stra├čenraums der Brenzstra├če. Die s├╝dliche H├Ąlfte des Grundst├╝cks wird zu einer ├Âffentlichen Plaza mit Bezug zur Innenstadt. Der neue Bibliotheksplatz mit seiner vielf├Ąltigen Bespielung aktiviert den Stadtraum und st├Ąrkt die Verbindung der beiden Fu├čg├Ąngerachsen.

Das Atrium
Die zweite Geste ist die Teilung des Geb├Ąudes durch ein Atrium, das der Nord-S├╝d-Fu├čg├Ąngerachse eine r├Ąumliche Gestalt gibt. Die Besucher k├Ânnen aus beiden Richtungen kommend die Bibliothek betreten. Das Haus pr├Ąsentiert sich offen und einladend, ohne Schwellenangst zu erzeugen.
Br├╝ckenartige Plattformen in Ost-Westrichtung verbinden die Fl├╝gel der Obergeschosse miteinander, ein gro├čes Oberlichtband bringt nat├╝rliches Tageslicht in die zentralen Bereiche.

Orientierung
Die dritte formale Geste ist die Orientierung der wichtigsten ├Âffentlichen Funktionen zum Bibliotheksplatz im S├╝den.

Neben dem Haupteingang und dem Veranstaltungssaal im Erdgeschoss sind die Teile der Erwachsenen- und Jugendbibliothek im 1. OG und der Kinderbereich im 2.OG zum Platz pr├Ąsent.
Die R├Ąume f├╝r Schulung, Seminar und Videobearbeitung sind im Erdgeschoss zur Helmut-Bornefeld-Stra├če orientiert und k├Ânnen durch Einbeziehung von Au├čenbereichen den Stra├čenraum beleben. Ein einheitlicher Bodenbelag wird um das Geb├Ąude herumgef├╝hrt und definiert eine Aurazone, die flexibel bespielt werden kann.

Das Regal als Konstruktion, Filter und Objekt im Stadtraum
Die St├Ądtische Bibliothek kann als eine Anordnung von ├Âffentlichen Raumzonen
und Funktionen betrachtet werden, die den Stadtraum animieren. Diese ├Âffentlichen Funktionen sind ├╝ber alle Geschosse definiert durch regalartige Wandelemente, die einerseits die Tragstruktur und die Haustechnik aufnehmen k├Ânnen, andererseits wie ein Filter zwischen Raumzonen wirken.

Diese definieren sowohl die westliche und ├Âstliche Fassade als auch die ÔÇ×inneren FassadenÔÇť zum Atrium hin. Die Linien der Fassadenregale werden im Erdgeschoss auf die Plaza und bis zur Christianstra├če verl├Ąngert und Sitzobjekten im Platzraum transformiert und Kommunikationsmodule f├╝r die Bespielung des Platzraums ausbilden. Eine kleine Open Air B├╝hne, Sitzpodeste, Vitrinen- und Medienw├Ąnde transportieren die kulturellen Aktivit├Ąten in den Stadtraum.

Nachhaltigkeit
Auf st├Ądtebaulicher Ebene wird durch die Verkn├╝pfung der Fu├čg├Ąngerachsen
und die Aktivierung des ├Âffentlichen Raumes eine nachhaltige Entwicklung angesto├čen. Der kompakte und klar im Stadtk├Ârper verankerte Bibliotheksbau st├Ąrkt das Quartier und erlaubt eine weitere zuk├╝nftige Entwicklung an der Ost- und S├╝dseite.

Das zentrale Atrium bringt nat├╝rliches Licht bis in die unteren Geschosse und versorgt die Lesebereiche mit Tageslicht. In den Sommermonaten kann es ├╝ber ├ľffnungen im Glasdach f├╝r eine nat├╝rliche Zirkulation der Luft und damit eine nat├╝rliche Geb├Ąudek├╝hlung sorgen.

Die Glasfl├Ąchen im zentralen Dachbereich k├Ânnen mit integrierten PV- Modulen verschattet werden.

Funktionen
Im Erdgeschoss entlang des Atriums sind alle Funktionen angeordnet, welche direkt und unabh├Ąngig voneinander genutzt werden sollen: Der Veranstaltungssaal, das Kreismedienzentrum (KMZ), die Schulungsr├Ąume, die Medienwerkstatt sowie die Zug├Ąnge zur Bibliothek und Verwaltung. Das Atrium selbst kann ├╝berdies als Event- und Ausstellungsraum genutzt werden.
Der Veranstaltungssaal erstreckt sich ├╝ber zwei Geschosse vom Eingangsbe-
reich im EG ├╝ber das zur B├╝hne hin absteigende Gest├╝hl bis ins UG, wo sich direkt angrenzend die K├╝nstlergarderoben befinden.
An der Brenzstra├če im Norden befinden sich die Anlieferung mit einer Parkbucht und direktem Zugang zum Lastenaufzug und zum KMZ. Kurzparker k├Ânnen hier die 24h-Buchr├╝ckgabe direkt erreichen.

Vom Erdgeschoss in Ebene 1 f├╝hrt die zentrale Freitreppe direkt auf den Marktplatz. Einzelne ÔÇ×Marktst├ĄndeÔÇť f├╝r Frontalpr├Ąsentationen, Flohm├Ąrkte, etc.

sowie Sitzgelegenheiten sind bereits im Erdgeschoss und auf der Treppe positioniert und laden den Besucher zum Verweilen ein.

Zentral in Ebene 1 ist die Infothek angeordnet. Die gro├če Plattform zwischen den Geb├Ąudefl├╝geln bildet den zentralen Verteiler, als offene Zone mit Blickbeziehung zum Atrium. Hier beginnt der zweigeschossige Bibliotheksbereich. Im Ostfl├╝gel sind das Caf├ę mit Zeitschriftenlesebereich und die Graphothek gelegen. Im Westfl├╝gel befinden sich das Medienzentrum, die Jugendbibliothek und ein Teil der Erwachsenenbibliothek.

In der zweiten Ebene liegt im S├╝den die Kinderbibliothek mit Blickbeziehungen sowohl zur Plaza als auch zum Atrium und Caf├ę angeordnet. Im Ostfl├╝gel befindet sich der zweite Teil der Erwachsenenbibliothek. Im Westfl├╝gel zur Blockinnenseite ist der Verwaltungstrakt gelegen.
Konzept Geb├Ąudeentwicklung

Konzept Geb├Ąudeentwicklung

Lageplan

Lageplan

Blick ins Foyer

Blick ins Foyer

Blick zum "Marktplatz"

Blick zum "Marktplatz"

Blick ins Atrium

Blick ins Atrium

Grundriss EG

Grundriss EG

Grundriss 1. OG

Grundriss 1. OG

Grundriss 2. OG

Grundriss 2. OG

Ansichten und L├Ąngsschnitt

Ansichten und L├Ąngsschnitt

Ansichten und Querschnitt

Ansichten und Querschnitt

Konzept Buchregal

Konzept Buchregal

Fassadendetail und Schnitt

Fassadendetail und Schnitt

Explosionsdarstellung

Explosionsdarstellung

Modell

Modell