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Nichtoffener Wettbewerb | 11/2007

S├╝dliche Altstadt "Hofstatt"

Lageplan

Lageplan

5. Preis

Braun + M├╝ller Architekten BDA

Architektur

Erl├Ąuterungstext

Der historische Kern der Altstadt von Isny ist noch heute gut ablesbar. Um eine gewachsene Innenstruktur mit einem zentralen Platz legt sich ein markanter Stadtgraben mit gut erhaltenen Stadtbefestigungen im S├╝den. Durch wiederholte Stadtbr├Ąnde wurde besonders die historische Struktur der Hofstatt zerst├Ârt und nie wieder hergestellt. Durch den Neubau einer Umgehungsstrasse wird Isny k├╝nftig vom Durchgangsverkehr befreit. Dadurch bieten sich aussergew├Âhnliche Chancen f├╝r die Neuordnung des Marktplatzes und der s├╝dlichen Altstadt.
Die Hauptarterie der Stadt vom Obertor ├╝ber den Marktplatz zum Wassertor soll wieder vollst├Ąndig erlebbar werden. Der Marktplatz mit Hallgeb├Ąude und Blaserturm erh├Ąlt seine Bedeutung als zentraler Platz zur├╝ck. Durch die st├Ądtebauliche Neuordnung des Marktplatzes und seiner Raumkanten soll die ehemalige Hofstatt als authentisches Stadtquartier neu entstehen und st├Ądtebaulich eingebunden werden. Obertorstrasse und Marktplatz werden zur Fussg├Ąngerzone und f├╝hren somit die bestehende Fussg├Ąngerzone Wassertorstrasse nach S├╝dwesten fort. Als historische Mitte ├╝bernimmt der neue Marktplatz eine Schl├╝sselfunktion. Um das historische Hallgeb├Ąude mit Blaserturm r├Ąumlich angemessen zu inszenieren, werden fehlende Platzkanten neu ausgebildet. An der Bergtorstrasse entsteht im unmittelbaren Anschluss ein Kaufhaus als ├Âstliche Platzkante. Die s├╝dliche Begrenzung des Platzes an der ├ťberleitung zur Hofstatt wird ebenfalls durch einen Neubau klar formuliert. Dabei wird das vorspringende Arkadenmotiv, das den Marktplatz bereits im Bereich der Stadtapotheke sowie der Obertorstrasse r├Ąumlich fasst aufgenommen. Der Marktplatz wird wie die Obertorstrasse mit einem homogenen Belag versehen, der den gesamten Platz bzw. Strassenraum erlebbar macht. In Reminiszenz an die steinernen Platzfl├Ąchen des Mittelalters wird auf ├Âffentliches Gr├╝n im Bereich des Marktplatzes verzichtet. Stattdessen sollen eine Freitreppe an der Einm├╝ndung der Bergtorstrasse, eine Skulptur n├Ârdlich des Blaserturms sowie ein neuer Stadtbrunnen vor den Arkaden des Hallgeb├Ąudes r├Ąumliche Akzente setzen. Um der neuen ├ľffentlichkeit gerecht zu werden, wird das Hallgeb├Ąude in eine Markthalle umgewandelt. Die B├╝cherei zieht in das Dachgeschoss des Hallgeb├Ąudes und wird um einen Veranstaltungssaal erweitert. Das Kaufhaus an der Bergtorstrasse versteht sich nicht nur als neuer Einkaufsmagnet, sondern ├╝bernimmt mit seinen verschiedenen Ebenen und Seiten auch wichtige Verkn├╝pfungsfunktionen zwischen Bergtorstrasse, Marktplatz und Hofstatt. Durch die Bespielung des Marktplatzes mit neuen Nutzungen wird als weiterer Baustein die Entstehung der neuen Hofstatt m├Âglich. In Anlehnung an die historische Belegung des Quartiers soll hier ein dichtes st├Ądtisches Quartier f├╝r Wohnen und Kunsthandwerk entstehen. F├╝nf polygonal geformte monolithische Bauwerke reihen sich mit ihren Giebelseiten entlang der Stadtmauer auf. Durch die Unregelm├Ąssigkeit der Raumfluchten entstehen Gassen, die bestehende Sicht- und Wegeachsen aufnehmen und weiterentwickeln. Im ├Âstlichen Quartiersbereich soll der Stadtbach wieder ge├Âffnet werden und stellt eine r├Ąumliche Verbindung zum Brunnen am Marktplatz her. Mit Sitzbank und Baumreihe bietet er Raum f├╝r Erholung und Entspannung.
Zur harmonischen Einf├╝gung in die Dachlandschaft von Isny wird bei den Neubauten die Satteldachform verwendet. Im Bereich der Hofstatt ergeben sich durch die polygonalen Bauk├Ârper reizvolle Trauf- und Firstlinien. Dach und Fassaden werden in homogener Materialit├Ąt ausgef├╝hrt. Durch das neue Kaufhaus werden in unmittelbarer Zentrumslage Stellpl├Ątze f├╝r Kunden geschaffen. In der neuen Hofstatt entstehen weitere unterirdische Parkierungen vornehmlich f├╝r die dort entstehenden Wohnungen und L├Ąden. Als zus├Ątzlicher Parkierungsbaustein um den Altstadtring entsteht am Stadtgraben ein weiteres Parkhaus, das ├╝ber die Hofstatt auf kurzem Weg f├╝r Besucher wie Besch├Ąftigte an die Altstadt angebunden ist.
Grundriss

Grundriss

Schnitt

Schnitt

Ansichten

Ansichten

Perspektiven

Perspektiven

Modell

Modell