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Einladungswettbewerb | 06/2022

The HUB - Neugestaltung eines Gewerbecampus in Berlin-Spandau

Anerkennung

Preisgeld: 10.000

Nieto Sobejano Arquitectos

Stadtplanung / StÀdtebau

Frank Kiessling landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

ErlÀuterungstext

Der neue GeschĂ€fts- und Gewerbecampus "HUB" ist Teil eines Gewerbegebietes fĂŒr produzierendes Gewerbe und Handel im sĂŒdlichen Teil des Haselhorstviertels in Berlin.
Der Standort ist einzigartig, da er direkt an der Spree in unmittelbarer NĂ€he zu historischen IndustriegebĂ€uden liegt. Eine BrĂŒcke fĂŒr FußgĂ€nger und Radfahrer im Rahmen der Planung fĂŒr den Spreeweg fĂŒhrt von der Zitadelle Spandau direkt durch das Areal entlang der Spree.
Der Standort des neuen HUB ist somit ein Treffpunkt zwischen dem bestehenden produktiven StadtgefĂŒge und dem natĂŒrlichen GefĂŒge des Spreeraums. Die Struktur des neuen HUB wird die Verflechtung dieser beiden GefĂŒge sein, wodurch ein neuer Produktions- und Austauschbereich entsteht. Ein urbaner Raum, der neue Lebensformen reprĂ€sentieren soll: nachhaltig, ausgewogen, menschlich, flexibel und respektvoll gegenĂŒber der Umwelt und der Stadt.
1. StÀdtebauliche & architektonische Konzeption
Grundriss und Geometrie
Das GrundstĂŒck wurde in (real teilbare) Baufelder mit 20.000 mÂČund 33.000 mÂČ BGF aufgeteilt.
Die Traufhöhen verbleiben in StraßennĂ€he bei 21,5 m und erreichen in Richtung Spreeseite eine maximale Höhe von 63 m.
Jeder Baukörper entsteht aus Variationen des gleichen fĂŒnfeckigen Grundrisses. Wie in einem kombinatorischen Spiel drehen sich die unterschiedlich hohen TĂŒrme in verschiedenen Winkeln, Symmetrien und Ausrichtungen, um den Blick auf die Spree zu optimieren und haben direkte Sicht aufeinander. Die Einheiten bringen in ihrer Abstraktion ein spannungsvolles VerhĂ€ltnis zueinander zum Ausdruck: sie beobachten sich gegenseitig wie in einem unendlichen Spiegelkabinett. Die ZwischenflĂ€chen werden zu den unerwarteten Protagonisten eines stĂ€dtischen Schachbretts und schaffen FreirĂ€ume fĂŒr Austausch und AktivitĂ€t.
Programm und Verteilung
Eine rĂ€umliche und zeitliche Überschneidung der unterschiedlichen Nutzungen wird vorgeschlagen, damit der gesamte Campus ganztĂ€gig von so vielen Menschen wie möglich genutzt werden kann. Eine Zentralisierung der Anlieferungs-, Transport- und Energiesysteme ermöglicht eine effiziente Ver- und Entsorgung. Dadurch wird ein großer Teil der Erdgeschosse der Einheiten fĂŒr andere Nutzungen frei, die den neuen HUB aktivieren.
Das klar strukturierte Programm mit einer homogenen Aufteilung der kommerziellen und öffentlichen ebenerdigen Dienstleistungsnutzungen ermöglicht zugĂ€ngliche öffentliche RĂ€ume im zentralen Bereich des GrundstĂŒcks. ProduktionsstĂ€tten sind in den Erdgeschossen der Einheiten ist auf den Seiten Am Juliusturm und zur Spree angeordnet, so dass die meisten öffentlichen Nutzungen zum zentralen Raum hin orientiert liegen. Alle öffentlichen Wege verlaufen entlang dieser gemeinsamen Nutzungen und verbinden die Einheiten miteinander. So entsteht ein produktives und kommunikatives Nebeneinander fĂŒr Nutzer und Besucher.
Das 1. Obergeschoss ist der Produktion gewidmet, wĂ€hrend die darĂŒberliegenden Stockwerke fĂŒr die BĂŒronutzung vorgesehen sind. Diese ArbeitsrĂ€ume und BĂŒroflĂ€chen sind in weiten und offenen Etagen angelegt, die unterschiedliche Nutzungen und Verteilungen ermöglichen. Der Schwerpunkt liegt in der Bereitstellung von flexiblen Arbeitsbereichen, die in einer Korrelation mit dem Außenraum und den NachbargebĂ€uden stehen und ĂŒber Ruhezonen im Freien verfĂŒgen. Die Parameter der Biophilie wurden berĂŒcksichtigt, um menschlichere und entspanntere ArbeitsrĂ€ume zu schaffen, in denen Ideen ausgetauscht und kreative Arbeit und Kommunikation gefördert werden können. Alle Geschosse sind in Einheiten von 400 mÂČ unterteilbar.
Das Datenzentrum befindet sich im Ă€ußersten Nordosten des GrundstĂŒcks. Es hat einen separaten Eingang und ist durch eine 3 m breite, geschlossene UmzĂ€unung von den ĂŒbrigen Einheiten des GrundstĂŒcks getrennt. Das Erdgeschoss ist offener und transparenter gestaltet und beherbergt die gemeinschaftliche Nutzung durch die Mitarbeiter. Im zentralen Teil ist der allgemeine Serverraum untergebracht. Diese Server sind das HerzstĂŒck des Rechenzentrums und um sie herum befinden sich die Servicebereiche, die Licht benötigen.
Fassade
Die Fassade ist als nicht tragende Vorhangfassade konzipiert. Der Öffnungsanteil ist auf 60% reduziert, um ein optimales ÖffnungsverhĂ€ltnis im Sinne der Nachhaltigkeit zu erreichen. Das Ă€ußere Erscheinungsbild wird von den vertikalen LĂ€rchenholzelementen dominiert, die in einem ĂŒberdimensionierten Muster angeordnet sind. Diese Elemente sind in ihrer Anordnung alle zwei Geschosse gestaffelt, um einen leichten und entspannten Eindruck zu erzeugen. Die Tiefe der dreieckigen Holzelemente schafft einen baulichen Sonnenschutz und erzeugt eine filigrane PlastizitĂ€t der Fassade. Die SĂŒdseite der Holzlamellen ist mit Photovoltaikelementen ausgestattet. Zu öffnende Fenster in jedem zweiten Fassadenelement schaffen eine einfache, natĂŒrliche BelĂŒftung, die von Hand individuell gesteuert werden kann.
Bauweise
Die Tragstruktur der höchsten GebĂ€ude ist eine Holz-Beton-Hybritkonstruktion, wobei der grĂ¶ĂŸtmögliche Einsatz von Holz (Minimierung von grauer Energie) in AbwĂ€gung mit dem wirtschaftlichen und technischen Nutzen erfolgen muss. Eine StĂŒtzenkonstruktion mit optimierten Spannweiten von max. 8.1m stellt eine hohe wirtschaftliche Effizienz her und gewĂ€hrleistet eine langfristige FlexibilitĂ€t.
Das RĂŒckgrat der Tragstruktur bilden die beiden massive Ortbetonkerne, welche die Aussteifungen aufnehmen. Um diesen Kern herum zirkuliert die PrimĂ€rtragstruktur aus Ortbeton mit optimierten Spannweiten von max. 8.1m. Auf dieser PrimĂ€rtragstruktur wird die SekundĂ€rtragstruktur aus querverleimten Massivholzplatten mit einem Aufbeton zur schalltechnischen Entkopplung aufgelegt. Eine Abhangdecke aus Holzlamellen bietet eine flexible FĂŒhrung der Leitungstrassen und ermöglicht flexible und auf den Nutzer angepasste BĂŒrostrukturen.
MobilitÀt
Das HUB Areal ist fĂŒr motorisierte Privatfahrzeuge nicht durchquerbar. Es wird ein zentraler Container vorgeschlagen, in dem alle Privatfahrzeuge auf unterirdischen StellplĂ€tzen untergebracht sind und von wo auf verschiedene MobilitĂ€tsangebote umgestiegen werden kann, die außerhalb des HUB genutzt werden können. Der zentrale Container wird ĂŒber eine gemeinsam genutzte Ein- und Ausfahrt von der Straße Am Juliusturm erschlossen. Der Ausgang der eingeschossigen Tiefgarage bildet ein ĂŒberdachter zentrale Raum im Wettbewerbsgebiet, in dem ein System kompakter elektrischer Sharingfahrzeuge, sogenannte Fahrrad-Skates, untergebracht wird, die die MobilitĂ€t im gesamten HUB ermöglichen. DarĂŒber hinaus werden in jeder Hub-Einheit und an strategischen Punkten wie allgemeinen Ein- und AusgĂ€ngen kleine Satelliten-MobilitĂ€tszentren eingerichtet.
Phasen
FĂŒr die phasenweise Entwicklung wurde ein Plan erstellt, der es ermöglicht, den Ort in jeder Phase zu nutzen.
Die erste Phase mit einer FlĂ€che von 70.172 mÂČ (ohne ParkplĂ€tze) umfasst das Datenzentrum und die beiden angrenzenden Einheiten in der NĂ€he der Straße Am Juliusturm, die GebĂ€ude G1+G2+G3 neben der Tiefgarage.
Der zweite Bauabschnitt mit einer FlĂ€che von 64.193 mÂČ (kumulierte GesamtflĂ€che von 134.365 m2) umfasst die GebĂ€ude G4 und G5 mit Blick auf den sĂŒdlichen Teil, die Spree.
Die dritte Phase und letzte Phase mit einer bebauten FlĂ€che von 65.542 mÂČ mit den GebĂ€uden G6 und G7, die das GrundstĂŒck abschließen.
2. NACHHALTIGKEIT
Auf dem HUB Areal sollen sich der erforderliche Energieverbrauch mit der geringstmöglichen negativen klimatischen Auswirkung gegenseitig ergĂ€nzen. Langfristige COÂČ NeutralitĂ€t sowie die Minimierung von grauer Energie der verwendeten Materialien in der Bauphase sollen dazu einen Beitrag leisten.
ZirkularitÀt
Es werden recycelte und wiederverwertbare Materialien verwendet. Die neuen GebĂ€ude werden so konzipiert, dass sie intelligent nach- und rĂŒckgebaut werden können. Verwendete Materialien werden so weit wie möglich vorgefertigt und trocken zusammengebaut (trockene modulare Lösungen), damit sie leicht zu montieren und zu demontieren sind. So entstehen GebĂ€ude, die Ihr Aussehen und Ihre Nutzung im Laufe der Zeit verĂ€ndern und sich an neue BedĂŒrfnisse anpassen können, wobei so wenig Abfall und RĂŒckbaukosten wie möglich anfallen: die Tragstruktur hat eine Lebenszeit von ĂŒber 50 Jahren, die Fassade könnte alle 20 Jahre erneuert werden, TrennwĂ€nde alle 10 Jahre usw.
Verwendete Materialien sind umweltfreundlich und haben einen hohen Anteil von pflanzlichen und mineralischen Fasern, die bei niedrigen Temperaturen hergestellt werden.
Interne Richtlinien fĂŒr den Anteil und Wiederverwertung von Materialien, z. B. 20 % bei Aluminium oder Stahl werden festgesetzt. Eine Analyse der BestandsgebĂ€ude wird durchgefĂŒhrt, um diesen Prozentsatz so weit wie möglich auszuschöpfen und alle möglichen Materialien zu recyceln.
Nutzungseinheiten
Innerhabl der Nutzungseinheiten ermöglicht die Verwendung von Freecoling eine natĂŒrliche BelĂŒftung. Biophilie, schafft eine Beziehung mit der Vegetation im Inneren des GebĂ€udes. Grundrissgestaltung basiert auf einer Intelligenten Anordnung und Verteilung der klimatisierten RĂ€ume um andere, nicht klimatisierte RĂ€ume, zum Beispiel KĂŒchen- Neben- oder GemeinschaftsrĂ€ume. Terrassen und gemeinsame AußenrĂ€ume erleichtern den Zugang und die Beziehung zum Freien.
Fassade: Material und Energie
Die Fassadenelemente bestehen aus modularen vorgefertigten Paneelen. Diese Paneele werden aus einem Konglomerat von recycelten Materialien der bestehenden GebĂ€ude hergestellt. Die dreieckig geformten Paneele werden mit ihren FlĂ€chen nach SĂŒden ausgerichtet sein.Die optimalste Ausrichtung fĂŒr die Sonneneinstrahlung wurde analysiert und ausgewertet und daraufhin die Verteilung und Orientierung der Fassadenpaneele.
Energiegemeinschaft und Vegetation
Es wird ein Blockheizkraftwerk vorgeschlagen, das alle Einheiten versorgt und die RestwÀrme des Rechenzentrums nutzt. Ein zentralisierte allgemeine Abfallbehandlung
Die FreirĂ€ume schaffen stĂ€dtischen GĂ€rten von denen die umgebende Wohnbebauung profitiert und mit den bestehenden Freiraumangeboten der Umgebung Synergien bildet. Diese ökologischen Korridore fungieren als Fortsetzung der bestehenden GrĂŒnflĂ€chen in der Stadt.
Die Aufbereitung und Filterung von Grauwasser an der OberflÀche wird in die Freiraumkonzepte integriert. Gezielt verteilte höheren Pflanzungen steuern und regulieren die Luftzirkulationsgeschwindigkeit zwischen den Baukörpern.
3. Umgang mit den DenkmÀlern in der Umgebung
Die DenkmĂ€ler in der unmittelbaren Umgebung (Gewehrfabrik, heute: Bayerische Motorenwerke - BMW und Umspannwerk "Uklei") sind als Bauwerke an sich und spielen als Zeugnisse der Berliner Industriegeschichte eine wichtige Rolle. Das bedeutet, dass je nach Objekt die richtigen AbstĂ€nde eingehalten werden mĂŒssen, um die DenkmĂ€ler nicht zu stören.
Der neue HUB reagiert auf diese Situation, indem er die Höhe seiner GebĂ€ude zur Straße Am Juliusturm auf 13 m reduziert (nicht im Rechenzentrum), um die Höhen des Denkmalbestandes zu respektieren.
Als Höhenbezug und Formenbezug gelten die höchsten Punkte der umliegenden GebÀude, die unterschritten werden, sowie die historischen Formen mit der Zitadelle Spandau.
4. Brandschutz und Schallschutz
Das RĂŒckgrat des Brandschutzkonzeptes ist der vertikale Betonkern mit zwei SicherheitstreppenhĂ€usern in jedem Hochhaus. Alle Geböude werden umlaufend fĂŒr RettungsgerĂ€te der Feuerwehr zugĂ€nglich sein. Im Inneren des HUB wird ein nutzungsfreier Weg fĂŒr die Evakuierung und Durchfahrt des Löschfahrzeugs angelegt. Innerhalb jeder Nutzungseinheit wird das ordnungsgemĂ€ĂŸe Funktionieren der Evakuierung und des Schutzes sichergestellt.
Mit Ausnahme des Rechenzentrums sind die Baukörper HochhĂ€user der Bauklasse 5 mit einer Höhe von 60 m. Tragende Bauteile und DĂ€cher sind feuerbestĂ€ndig oder nicht brennbar ausgefĂŒhrt. Die Deckenplatten aus verleimten Fichtenholzplatten sind in ihrer Bauhöhe von 24 cm ĂŒberdimensioniert, so dass sie im Brandfall ihre statische Höhe beibehalten. Die Musterhochhausrichtlinie sowie das Hochhausleitbild fĂŒr Berlin werden eingehalten.
In Bezug auf den Schallschutz werden die Auswirkungen des von der Straße Am Juliusturm kommenden LĂ€rms auf die Nutzungen in den benachbarten Einheiten untersucht. Die am wenigsten lĂ€rmbelasteten RĂ€ume werden in den obersten Etagen und am weitesten von der Straße entfernt untergebracht. Es wird eine Abstufung der RĂ€ume geben, die von der Allee bis zum Spreegebiet reicht. Die der LĂ€rmseite zugewandten Fassaden werden ein massiveres Gesicht haben, das den zentralen Raum des neuen HUB schĂŒtzt.
Technik und MaschinenrĂ€ume werden in eigenen Geschossen untergebracht und akustisch isoliert, um die Emissionen zu minimieren. So kann garantiert werden das die Erdgeschosse und DachflĂ€chen der HochhĂ€user als öffentliche RĂ€ume zur VerfĂŒgung gestellt werden können und einen Mehrwert fĂŒr die Allgemeinheit erzeugen.

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit 4009 schafft mit seinem solitĂ€rhaften, stĂ€dtebaulichen Konzept eine tiefe, rĂ€umliche Staffelung des Plangebietes. Aus der Stadtmitte kommend bildet das Rechenzentrum den östlichen Auftakt, bevor prĂ€gnante Durchblicke und klare Wegeverbindungen den Bezug zur Spreelandschaft ermöglichen. Ein bislang verborgener Landschaftsraum erhĂ€lt so eine wunderbare, nicht erwartete Aufmerksamkeit - nicht zur fĂŒr die zukĂŒnftigen NutzerInnen und Nutzungen, sondern auch fĂŒr die BewohnerInnen der angrenzenden Quartiere. Konzeptionell werden die verbleibenden RĂ€ume zwischen den Blickund Wegebeziehungen als bebaubare FlĂ€chen identifiziert, die sich als Volumen terrassenartig in die Höhe staffeln. 
Die GebĂ€udehöhen orientieren sich an den Vorgaben von rund 60m und schaffen auf unterschiedlichen Niveaus zusĂ€tzliche, gut nutzbare FreirĂ€ume fĂŒr die BĂŒros. In den unteren Geschossen weitet sich der Fußabdruck zu großflĂ€chigen, gewerblich-nutzbaren Grundrissen auf. Mit diesen wenigen Parametern entstehen so insgesamt sechs Ă€hnliche GebĂ€ude. 
Nicht ĂŒberzeugen können die zentral gelegenen Kernzonen und die durchgehend großen Grundrisstiefen, die viele, nicht natĂŒrlich belichtete Zonen schaffen und die Wirtschaftlichkeit des Projekts in Frage stellen. 
Die Architektur offeriert eine durchgehende Fassadenidee, die wage bleibt und - Ă€hnlich wie bei den GebĂ€udevolumen - nicht weiter spezifiziert wird. Auch werden die vielfĂ€ltigen Möglichkeiten von aktivierten Erdgeschossen nicht ausgelotet und bleiben fĂŒr alle Orte gleich. Durch die großzĂŒgigen FreirĂ€ume zwischen den GebĂ€uden haben alle NutzerInnen und Nutzungen nachweisbare BezĂŒge sowohl zur Straße als zur Spree. So wĂŒrdigt die Jury, dass alle GebĂ€ude sowohl eine stĂ€dtische wie auch eine „landschaftsrĂ€umliche“ Adresse erhalten. Leider bleibt aber die so wichtige Ausgestaltung dieser RĂ€ume unscharf und auch die LagequalitĂ€t an der Spree wird mit dem Entwurf nicht nachgewiesen bzw. ausgeschöpft. 
Die verkehrliche Erschließung der Tiefgarage und die „Vorfahrt“ erfolgt an zentraler Stelle, wirkt aber als Fremdkörper sowohl im GebĂ€ude wie auch im Freiraum. 
Insgesamt generiert die Arbeit 4009 einen interessanten Diskussionsbeitrag, der eine hohe EigenstĂ€ndigkeit erreicht und insbesondere auf Grund seiner großzĂŒgigen BezĂŒge zwischen dem Stadt- und dem Wasserraum ĂŒberzeugen kann. Die daraus resultierenden GebĂ€udeund Grundrisskonfigurationen verlieren jedoch das Ziel einer wirtschaftlichen, vielfĂ€ltigen und variablen BĂŒro- und Produktionslandschaft aus den Augen.
Lageplan

Lageplan

Grundriss EG

Grundriss EG

Axonometrie

Axonometrie

Perspektive

Perspektive