Mehrfachbeauftragung | 05/2026
Tor zur Innenstadt in Wendlingen am Neckar
6
Kreativhof und Innovations-Hub
©JOTT architecture and urbanism
2. Preis / Nach Überarbeitung
Preisgeld: 13.500 EUR
JOTT architecture and urbanism
Stadtplanung / Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur
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Verfasser:
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Mitarbeitende:
Erläuterungstext
INNOVATIONS-HUB in der kreativen Nachbarschaft
Im Zentrum von Wendlingen entsteht ein innovativer, produktiver Ort, der als Keimzelle einer lebendigen kreativen Nachbarschaft wirkt. Herzstück des Quartiers ist der Innovations-Hub, der als Katalysator für Start-ups und Kreativschaffende fungiert. Mit einem Fab-Lab, Co-Working-Bereichen, einem Lernzentrum, Veranstaltungsräumen, Ateliers sowie einer zentralen Kantine bildet er einen offenen, belebten Mittelpunkt für Austausch, Arbeit und Begegnung.
Im Zentrum von Wendlingen entsteht ein innovativer, produktiver Ort, der als Keimzelle einer lebendigen kreativen Nachbarschaft wirkt. Herzstück des Quartiers ist der Innovations-Hub, der als Katalysator für Start-ups und Kreativschaffende fungiert. Mit einem Fab-Lab, Co-Working-Bereichen, einem Lernzentrum, Veranstaltungsräumen, Ateliers sowie einer zentralen Kantine bildet er einen offenen, belebten Mittelpunkt für Austausch, Arbeit und Begegnung.
Beurteilung durch das Preisgericht
Nach Überarbeitung
Wie bereits in Phase 1 festgehalten gelingt es dem Entwurf sehr gut, die komplexen städtebaulichen und funktionalen Herausforderungen in ein überzeugendes räumliches und freiraumplanerisches Konzept mit hohen Qualitäten sowie einer guten Alltagstauglichkeit zu überführen. In der Diskussion um die Überarbeitung konnten dazu nun folgenden Erkenntnisse gewonnen werden:
Mit der Reduzierung der „Sonderdachform Shedhalle“ auf den Innovations-Hub hat das Ensemble keinesfalls an Prägnanz und Zusammengehörigkeit verloren. Vielmehr gelingt damit eine wohltuende Fokussierung auf den zum Innenhof orientierten öffentlichen Nutzungsbaustein. Gleichwohl bleibt die Frage bestehen, ob das „Sheddach-Motiv“ in diesem innerstädtischen Kontext hinsichtlich bautechnischer und funktionaler Gesichtspunkte tatsächlich angemessen ist.
Beim Ärztehaus schlagen die Verfassenden eine veränderte bauliche Kubatur und Höhenentwicklung vor. Anstelle des III-geschossigen Bausteins mit Sheddach präsentiert sich das Gebäude nun mit einer V- bzw. IV-Geschossigkeit zur Weber- und Albstraße. Damit wird eine deutlich höhere Ausnutzungsziffer und auch eine verbesserte innere Organisation des Ärzthauses erreicht. Jedoch wird die neue Kubatur in direkter Nachbarschaft zum Hochpunkt aufgrund der nun entstehenden Engstelle kritisch bewertet. Das Ensemble verliert erkennbar an Ausgewogenheit der Baukörper zueinander – eine Qualität, die die Arbeit in der ersten Phase in besonderer Weise ausgezeichnet hatte.
Die kompakte Parkierung im Untergeschoss wird nachgewiesen.
Die Verfasser zeigen hier unterschiedliche Entwicklungsszenarien auf und verdeutlichen, dass die Bausteine grundsätzlich unabhängig voneinander entwickelbar sind. Gleichwohl ergibt sich je nach Szenario eine besondere Verantwortung für vorerst offenliegende Grundstücksbereiche. Insbesondere zur Albstraße ist ein besonderes Augenmerk auf die temporäre Gestaltung der (halb-)öffentlichen Räume zu legen.
Mit Blick auf die gewünschten „publikumsintensiven Nutzungen in EG“ wird insbesondere Orientierung und mangelnde Transparenz der Supermarktnutzung kritisch diskutiert. Die Eingangssituation ausschließlich über den „Kreativhof“ anzubieten, scheint aus Perspektive von Marktbetreibern wenig überzeugend. Grundsätzlich scheinen im Gesamtkonzept sämtliche Erdgeschosszonen zwingend auf eine gewerbliche Nutzungsperspektive angewiesen zu sein – eine Flexibilität, bei Bedarf Teilbereiche auch mit wohnungsnahen Nutzungen weiterzuentwickeln scheint sehr eingeschränkt.
Das auf den ersten Blick ansprechend vielfältige Nutzungs- und Wohnangebot wirft bei näherer Betrachtung die Frage auf, ob mit dem überproportional hohen Anteil an Laubengangerschließungen dieses Vielfaltsversprechen tatsächlich eingelöst werden kann. Der Flexibilität im Wohnungsbau scheint dadurch enge Grenzen gesetzt. Zudem ist das Ensemble in besonderer Weise auf das Gelingen tatsächlich nachbarschaftlich gelebter Erschließungsflächen angewiesen – zumal weitere private Freiraumangebote fehlen.
Die Arbeit stellt nach wie vor einen sehr wertvollen und innovativen Beitrag für diese komplexe innerstädtische Situation dar, der insbesondere in der typologischen und stadträumlichen Weiterentwicklung jedoch nur begrenzt flexibel erscheint.
Lageplan
©JOTT architecture and urbanism
Axonometrie und Nutzungn
©JOTT architecture and urbanism
Co-Working Bereich
©JOTT architecture and urbanism
Schnitt A-A
©JOTT architecture and urbanism
Regelgeschoss
©JOTT architecture and urbanism