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Nichtoffener Wettbewerb | 11/2018

Umbau und Erweiterung Kita Obernbreit

Anerkennung

Preisgeld: 5.000 EUR

hjp architekten PGmbB _ Prof. JĂŒrgen Hauck, Herbert Osel

Architektur

Dietz und Partner Landschaftsarchitekten BDLA

Landschaftsarchitektur

modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, FrÀsservice, Laserservice

Modellbau

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser schlagen eine zweigeschossige Erweiterung in westliche Richtung vor. Durch die schlanke Baukörperform wird den GruppenrĂ€umen ein positiver Freibereich zugeordnet. Der Charakter des Bestandes wird respektiert, die Erweiterung wird geschickt ĂŒber eine bauliche Fuge angeschlossen. Die Erweiterung spricht eine zeitgemĂ€ĂŸe Sprache und schafft zugleich eine Verwandtschaft zum in den 80er bzw. 90er Jahren entstandenen GebĂ€ude. Die
Fassadengestaltung zum Garten mit einer Absturzsicherung durch ein Netz wird kontrovers diskutiert.
Die Fuge markiert die zentralgelegene Eingangssituation und generiert rĂ€umliche und atmosphĂ€rische QualitĂ€ten durch Sitzstufen und BegegnungsflĂ€chen. Der Foyerbereich ist zweigeschossig, der Luftraum wird ĂŒber die vertikale Erschließung positiv erlebt. Durch die versetzte Anordnung der Flure wird eine „Schlauchwirkung“ ausgeschlossen. Die innere Erschließung wird durch seitliche Belichtung, Fluraufweitungen und mögliche Mehrfachnutzung spannend erlebt.
Durch Schliessen der alten Treppenöffnung wird ein Versammlungsraum mit Erweiterungsmöglichkeit in die Turnhalle erzeugt. Der Versammlungsraum kann durch ein Faltelement abgekoppelt werden. Bei den Funktionseinheiten der Kinderkrippe mĂŒssen gewisse Funktionen verschoben werden. Der Wickelraum muss zwischen Gruppenraum und
Ruheraum liegen. Auf Schallschutz bezĂŒglich der rĂ€umlichen NĂ€he zum Eingang ist zu achten. Ansonsten sind die funktionalen ZusammenhĂ€nge gut gelöst. In westliche Richtung besteht Erweiterungspotential.
Baukonstruktiv sollte anstelle der Flachdachlösung ĂŒber eine flachgeneigte Dachkonstruktion nachgedacht werden. Es ist eine wirtschaftliche und nachhaltige AusfĂŒhrung zu erwarten. Im 1. Bauabschnitt ist ein mit EinschrĂ€nkungen verbundener Betrieb weiter möglich. Die geplante Fichtenbrettschalung sollte durch LĂ€rchenholz ersetzt werden. Die Ausrichtung des Baukörpers ermöglicht eine durchgehend bespielbare Freianlage mit direkten BezĂŒgen der GruppenrĂ€ume zum Außenraum. Der Hauptzugang orientiert sich nach SĂŒden hin. Die gesamte zur VerfĂŒgung stehende FreiflĂ€che wird als AußenspielflĂ€che der Kita genutzt. Die Kitaleitung bedauert, dass die RĂ€ume etwas kleiner als der Durchschnitt der anderen EntwĂŒrfe geplant sind. WĂŒnschenswert wĂ€ren direkt an die GruppenrĂ€ume angeschlossene kleine MaterialrĂ€ume.UngĂŒnstig wĂ€re, wenn, wie augenscheinlich dargestellt, die Wickelbereiche nur durch die RuherĂ€ume zu erreichen sind. In den SanitĂ€ranlagen des U3-Bereichs muss an kleine Toiletten gedacht werden.Die dezentrale Anordnung der Turnhalle erwirkt, dass sie die großen Kinder wĂ€hrend der Freispielzeit nicht mehr ohne erwachsene Begleitung nutzen können. Die mögliche Kombination von Speiseraum, Flur und Turnhalle als großer Mehrzweckraum ist sehr praktisch. Positiv ist, dass der Eltern-Warte-Bereich fĂŒr die Kinder nicht einsehbar ist. Im Untergeschoss wird eine TeekĂŒche sowie ein Außen-WC gewĂŒnscht.
Die GrĂ¶ĂŸe und Aufteilung der Außenanlagen wird positiv gesehen. Erfreulicherweise bleiben die Freianlagen weitestgehend erhalten und werden offen gestaltet. Nur in Teilbereichen zonieren Hecken den Freiraum. Der vorhandene Schuppen wird in die Planung integriert und dient der Unterbringung von SpielgerĂ€ten.
Modell - modellwerk weimar

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