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Nichtoffener Wettbewerb | 04/2018

Umbau und Erweiterung Rathaus Unterensingen

ein 2. Preis

Preisgeld: 12.000 EUR

Kamm Architekten BDA, Kalliopi Gkeka, Stefan Kamm

Architektur

Frank Roser Landschaftsarchitekten

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser wollen eine unverkennbar neue Adresse im ÔÇ×engen EinklangÔÇť mit der bestehenden Umgebung schaffen.
Daher orientieren sie sich an der Kubatur und der ÔÇ×K├ÂrnungÔÇť der umgebenden Geb├Ąude und w├Ąhlen f├╝r das neue Rathaus ein einfaches, langes Satteldachgeb├Ąude, das sie in Verl├Ąngerung des alten Rathauses an der Stelle des ehemaligen Farrenstalles positionieren. Alt- und Neubau stehen gleichberechtigt an der Kirchstra├če, wobei das alte Rathaus als Endpunkt des langgestreckten Stra├čen- und Platzraumes sch├Ân in Szene gesetzt wird.
Genau richtig gelegen an diesem Platz ist der plastisch ausformulierte Zugang ins neue Rathaus. Mit einer ausgewogenen Mischung von Schutz und Transparenz wird der B├╝rger ins Rathaus gef├╝hrt, das B├╝rgerb├╝ro im Erdgescho├č ist hier optimal untergebracht. Eine einem Rathaus angemessene, seitlich ├╝ber ├ľffnungen in der Ziegelfassade belichtete Treppe, f├╝hrt ├╝bersichtlich in die weiteren Geschosse und erschlie├čt auf kurzem Weg die weiteren Verwaltungsebenen. Komfort und Belichtung der Dachgescho├čebene sollten allerdings noch ├╝berpr├╝ft werden. Die Tiefgarage scheint zu knapp bemessen, die in das Erdreich geschobenen R├Ąume des Zentralarchivs werden unter wirtschaftlichen Aspekten kritisch gesehen. Gut geplant ist die Lage des Aufzuges, der das Rathaus f├╝r Eingeweihte bereits von der untersten Ebene aus barrierefrei erschlie├čt.

Zwischen altem Rathaus und Neubau entsteht ein der r├Ąumlichen Situation angemessener Vorplatz, der mit Brunnen und Sitzanlage eine gute Aufenthaltsqualit├Ąt verspricht. Die Gliederung des Hautgeb├Ąudes Richtung Friedhof bildet einen abwechslungsreichen Freiraum auf verschiedene Terrassenebenen. Der Ausblick talw├Ąrts in Richtung Unterensingen und ruhigere Aufenthaltsfl├Ąchen zeichnen den geschickten Umgang mit der Topographie aus.

Die barrierefreie Erschlie├čung des Ratssaals trifft im Altbau an die richtige Stelle, die Dimension von Rampe und Treppe muss aber reduziert werden. Ebenso zu ├╝berdenken ist der Anschluss im Keller zu Alt-und Neubau wegen der Eingriffe in die historische Bausubstanz.
Der Neubau besticht durch seine angemessene K├Ârnung und dem richtigen Ma├čstab in Bezug auf das alte Rathaus. Im Sinne eines sich Einf├╝gens, aber nicht Anpassens ist er durch eine konsequent moderne Formsprache ein spannungsvolles Gegen├╝ber.
In Bezug auf die Fassade w├Ąre ├╝ber einen Vorplatz des alten Rathauses sowie ggf. Schl├Ąmmung des Neubaus nachzudenken.
Insgesamt ein innen wie au├čen sehr gut durchgearbeiteter, dem Ort und der Aufgabe im hohen Ma├če angemessener Entwurf.
K├Ârnung

K├Ârnung

Eingang

Eingang