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Nichtoffener Wettbewerb | 05/2019

Umbau und Sanierung sowie Neuausrichtung des Städtischen Museums im Kornhaus in Kirchheim unter Teck

3. Preis

Preisgeld: 14.000 EUR

AllesWirdGut

Architektur

FORMATION A

Architektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Verfasser der Arbeit 1003 antworten auf die durchaus komplexen Fragestellungen mit einer wohltuend einfachen und klaren Haltung, sowohl was die interne Organisation angeht, als auch den sensiblen Umgang mit der Fassadengestaltung.

Auf der westlichen Giebelseite gelangt der Besucher √ľber eine unpr√§tenti√∂se Treppe/Rampenanlage zum Haupteingang des Kornhauses. Durch die platzsparende und gut auffindbare Anordnung der vertikalen Treppenh√§user an beiden Giebelseiten bleibt auf allen Ebenen eine gro√üe, zusammenh√§ngende Fl√§che f√ľr die Museumsnutzung, bzw. den Veranstaltungssaal im Dachgeschoss √ľbrig. Die daraus resultierende gute Orientierung und √úbersicht einer jeden Ebene, sowohl in Quer als auch L√§ngsrichtung, wurde √ľberaus positiv bewertet. Auch die Aufteilung der verschiedenen Museumsbereiche auf die Geschosse - Sonderausstellungen im EG und im 1.OG, sowie die Dauerausstellung im 2.OG wird begr√ľ√üt ‚Äď lediglich das zus√§tzliche Angebot der Dauerausstellung im UG wird hinterfragt. Hier k√∂nnte die vorhandene Technik erst einmal verbleiben - ein sukzessiver Ausbau w√§re f√ľr die Zukunft denkbar. Die Lage der Toiletten sowohl im UG als auch im Dachgeschoss werden etwas stiefm√ľtterlich behandelt ‚Äď der Weg vom Raum des Kulturvermittlungsangebotes zu eben diesen wird als zu weit eingestuft.

Das museologische Konzept ist erst rudiment√§r entwickelt und m√ľsste gemeinsam mit dem Auftraggeber ausgearbeitet werden. Die geforderte Neuausrichtung ist noch nicht erkennbar.

Die Fassaden werden sehr sensibel und mit sch√∂nen Proportionen wiederhergestellt. Dem geschlossenen und wehrhaften Charakter des Kornhauses wurde dem Wunsch des Auslobers nach mehr √Ėffnung des Hauses durch behutsame Fenster√∂ffnungen im Erdgeschoss Rechnung getragen. Sowohl der Widerholtplatz als auch Max-Eyth-Stra√üe profitierten von den neuen Nutzungen der Fensternischen mit Sitzb√§nken innen und au√üen.

Zwei neue Treppenh√§user durchdringen das Kellergew√∂lbe und greifen auch in Teile der Holzkonstruktion ein. Mit dem √§u√üeren Erscheinungsbild, so den ehemaligen √Ėffnungen, wird respektvoll umgegangen, die Konstruktion im Inneren bleibt sichtbar. Nach Einsch√§tzung der Denkmalpflege sind die mit diesem Entwurf verbundenen Eingriffe zu erheblich, um eine Ausf√ľhrung zu empfehlen.

Insgesamt handelt es sich um einen diskussionsw√ľrdigen Beitrag der durch die Sensibilit√§t im Umgang mit der historischen Bausubstanz √ľberzeugt.
Lageplan

Lageplan

Grundriss EG und Ansicht

Grundriss EG und Ansicht

Grundriss OG und Ansicht

Grundriss OG und Ansicht

Foyer

Foyer