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Nichtoffener Wettbewerb | 06/2011

Umgestaltung der Ebertstra├če in Gelsenkirchen

Gesamtlageplan

Gesamtlageplan

ein 1. Preis

Ernst + Partner

Landschaftsarchitektur

Runge IVP, Ingenieurb├╝ro f├╝r Integrierte Verkehrsplanung

Verkehrsplanung

WW+ architektur + management

Architektur

Erl├Ąuterungstext

Leitidee:
Kulturachse Ebertstra├če ÔÇô Gelsenkirchen zeigt Profil

Die Ebertstra├če ist ein wichtiges Bindeglied in der st├Ądtebaulichen Achse vom Hauptbahnhof ├╝ber den Heinrich-K├Ânig-Platz bis zum Musiktheater im Revier. Au├čerdem ist sie Platzraum im Besonderen zwischen den Baudenkm├Ąlern Neues Hans-Sachs-Haus und Musiktheater. Als Plattform mit hoher Aufenthaltsqualit├Ąt verbindet Sie das vorhandene identit├Ątsgebende st├Ądtebauliche Ensemble miteinander.

Bestehende Bauk├Ârper und Einbauten werden integriert ÔÇô neu inszeniert und die vorhandenen wertvollen Gr├╝nstrukturen unter Freistellung der gew├╝nschten Blickbeziehungen weitgehend respektiert.

Somit erh├Ąlt die Kulturachse Ebertstra├če ein unverwechselbares Profil.


Gestaltungsbausteine im Platzraum

ÔÇó Stadtbahnrampe, Wasserrelief
Die vorhandene Rampenanlage der S-Bahn wird freigestellt und in den Stadtraum integriert. Sie erh├Ąlt als Kopfst├╝ck ein langgestrecktes Wasserrelief. Das im Bereich des Tunnelmundes ÔÇÜhochgezogeneÔÇÖ Element besitzt eine hohe Aufenthaltsqualit├Ąt und wird als Einheit mit der abtauchenden Bahnspur zu einem unverwechselbaren urbanen Anziehungs- und Treffpunkt.

ÔÇó ÔÇÜStadt-HainÔÇÖ
Der Stadt-Hain mit seiner pr├Ągenden Baumsubstanz erh├Ąlt eine einheitliche Fl├Ąche aus wassergebundenem Belag der Freiraum f├╝r unterschiedliche Aktivit├Ąten (z.B. Boule) und Veranstaltungen bietet. Ein k├╝nstlerisch gestaltetes ÔÇÜRaumwerkÔÇÖ aus bearbeiteten Holzstangen bietet unterschiedlichen Altersgruppen hohen ├Ąsthetischen Spielwert. Die r├╝ckw├Ąrtig geplante Hecke aus geschnittener Eibe fasst den Raum und blendet zugleich den vorhanden Parkplatz am Versorgungsamt aus. Ein langes Sitzbankelement l├Ądt zum Verweilen ein.

ÔÇó BistroÔÇôCaf├Ę
Zur Fassung und Belebung des Platzraumes ist im Bereich s├╝dlich des Versorgungsamtes ein Bistro-Caf├Ę mit Au├čengastronomie platziert.

ÔÇó Fritz-Rahkob-Platz, Leopold-Neuwald-Platz
Die vorhandenen Pl├Ątze werden integriert und erhalten durch ihre zur├╝ckhaltende Gestaltsprache eine w├╝rdevolle Pr├Ągung.

ÔÇó Stadtbahnhaltestellen Musiktheater
Die Stadtbahnhaltestellen werden niveaugleich in den Platzboden integriert und erhalten zum Bahnsteig hin die entsprechende Aufkantung. Barrierefreie ├ťberg├Ąnge zwischen den beiden Haltestellen befinden sich am Anfang und Ende des ÔÇÜBahnsteigsÔÇÖ.
Parallel zum Gleisk├Ârper sind tranparente Fahrgastunterst├Ąnde angeordnet.


Gr├╝nstruktur

Der wertvolle Baumbestand wird unter Ber├╝cksichtigung der gew├╝nschten Blickbeziehungen weitgehend respektiert, vorhandener Unterbewuchs wird entfernt. Eine flankierende Baumreihe (Stadtlinden) entlang der Ostfassade dient als verbindendes Element.
Die Baumallee in der Florastra├če betont durch ihre Z├Ąsur im ├ťbergangsbereich den verbindenden Platzraum zum Musiktheater.


Beleuchtung

Die Anordnung von Mastaufsatzleuchten nimmt die vorhandene Leuchtenstruktur in der Fu├čg├Ąngerzone Bahnhofstra├če auf und wird linear bis zum Musiktheater als verbindendes Element fortgef├╝hrt. Die denkmalgesch├╝tzten Geb├Ąude werden differenziert illuminiert und verdeutlichen somit Ihre Wertigkeit.
Besondere Einbauten wie ÔÇÜWasserreliefÔÇÖ, Kunstobjekte und einzelne Gr├╝nelemente werden gesondert in Szene gesetzt.


Oberfl├Ąchen- und Detailgestaltung

Es wird eine charakteristische, den Platzraum pr├Ągende Gestaltsprache gew├Ąhlt, die sich jedoch dem Gesamtkonzept der Stadtgestaltung unterordnet.
Als Grundmaterial f├╝r den Platzboden ist ein Betonpflasterbelag unterschiedlicher Formate als Reihenverband vorgesehen. Die genannten Gestaltungsbausteine werden intarsienartig eingelegt. Der zentral gelegene Fritz-Rahkob-Platz ist optisch abgesetzt. Die Stadtbahntrasse einschlie├člich Bahnsteig erh├Ąlt durch differenzierte Oberfl├Ąchen Ihre Eigenst├Ąndigkeit. Die ausgewiesenen Stellplatzfl├Ąchen sind mit vorhandenem Natursteinpflaster belegt. Die ├ťberquerung der Florastra├če ist in veredeltem Asphalt mit farblicher Anpassung an den Platzboden vorgesehen.
Einrichtungsgegenst├Ąnde wie Sitzb├Ąnke und Abfallbeh├Ąlter werden nach vorliegendem Corporate-Design ausgew├Ąhlt.
Die ÔÇÖLange BankÔÇÖ als Sonderelement unter dem Stadt-Hain verleiht diesem Ort besonderes Flair.
Das Wasserrelief besteht aus veredeltem Beton in Leichtbauweise. Ein Holzdeck am Kopfende bietet unter Anderem gezielten Blickkontakt zum Hans ÔÇô Sachs - Haus. Die wasserbenetzte Oberfl├Ąche des Reliefs wird zus├Ątzlich mit Wassersprudlern bespielt.


Verkehrskonzept

Die Ebertstra├če wird von der Mulvanystra├če bis zum Heinrich-K├Ânig-Platz zum shared-space-Bereich (Zeichen 325/326 StVO), in dem sich Fu├čg├Ąnger, Fahrradfahrer und der Autoverkehr gleichberechtigt in Schrittgeschwindigkeit bewegen. Auch die Vattmannstra├če ist vom Hans-Sachs-Haus bis zur Von-Oven-Stra├če in die shared-space-Zone integriert. Die Durchfahrtsm├Âglichkeit zwischen Ebertstra├če und Mulvanystra├če wird aufgegeben, so dass der Parksuchverkehr im n├Ârdlichen Bereich reduziert wird, ohne dass sich die Funktionalit├Ąt ├Ąndert.

Im shared-space-Bereich ist Parken nur auf gekennzeichneten Fl├Ąchen m├Âglich. Es werden 43 Parkst├Ąnde in der Ebertstra├če, 15 im Kreuzungsbereich mit der Von-Oven-Stra├če und 21 in der Vattmannstra├če, vorzugsweise f├╝r Kurzzeitparker angeboten.

Von der Verkehrsregelung profitieren insbesondere die Fu├čg├Ąnger und Fahrradfahrer in der Ebertstra├če, die durch den Abbau von Verkehrsregelungen (Ampel Vattmannstra├če) rechtlich eine Gleichberechtigung, faktisch jedoch ein Vorrecht vor dem Autoverkehr genie├čen. Erst an der Florastra├če regelt eine Lichtsignalanlage den ├ťbergang zum Platz am Musiktheater. Die heutige schmale Fu├čg├Ąngerfurt wird auf die volle Breite der Ebertstra├če ausgedehnt, da auch die Stadtbahn nur in Schrittgeschwindigkeit und auf Sicht f├Ąhrt. In der Florastra├če sind Radfahrstreifen bzw. Schutzstreifen f├╝r den Fahrradverkehr zu Lasten der Fahrstreifenbreiten f├╝r den Autoverkehr vorgesehen.
Abgabeplan Blatt 1

Abgabeplan Blatt 1

Abgabeplan Blatt 2

Abgabeplan Blatt 2

Gesamtperspektive

Gesamtperspektive

Perspektive Fritz-Rahkop-Platz

Perspektive Fritz-Rahkop-Platz

Detail S-Bahnhaltestelle

Detail S-Bahnhaltestelle

Details Wasserrelief - Beleuchtung - Verkehr

Details Wasserrelief - Beleuchtung - Verkehr