Nichtoffener Wettbewerb | 02/2026
Umgestaltung Historische Mitte in Leinfelden-Echterdingen
5
Blick über die Bernhäuser Straße in Richtung des historischen Rathauses
©bhmp / landstrich
1. Preis / Realisierungsteil Freianlagen
Preisgeld: 32.000 EUR
Landschaftsarchitektur
-
Verfasser:
-
Mitarbeitende:
Stadtplanung / Städtebau
Erläuterungstext
FREIRAUMSTRUKTUR
Die Wiederherstellung der historischen Mitte, im Sinne einer tragfähigen Freiraumstruktur in Zusammenspiel mit den gemeinschaftlich genutzten Gebäuden, ist oberstes Ziel. Dabei entsteht ein klar definierter, zentral um das historische Rathaus und das neue Gemeindezentrum gelegener Stadtplatz, der die südlich angrenzende Bernhäuser Straße mit dem nördlichen Kirchhof und dem östlichen Stadtgarten verbindet. Der Platz bietet Raum für eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten und vermittelt zwischen den bestehenden und neuentstehenden Angeboten.
Ein Band aus verschiedenen Baumarten begleitet die westliche Bernhäuser Straße auf deren Nordseite und schafft die Verbindung über die Pfarrwette zum angrenzenden Kirchhof. Von Osten erstrecken sich größere Baumgruppen von der Bernhäuser Straße über den Stadtgarten bis hin zum Kirchplatz. Sie rahmen den Platz und schaffen einen durchgängigen Grünkorridor in Ost-West-Richtung. Von Süden kommend öffnet sich der Blick über den großzügigen Zugang zwischen dem historischen Rathaus und dem neuen Gemeindezentrum bis hin zur Kirche. Das historische Rathaus wird freigestellt und zum Zentrum des Kirchplatzes, der sich von der Pfarrwette, über die Bernhäuser Straße bis zu den südlichen Gebäuden erstreckt.
BERNHÄUSER STRASSE
Die Bernhäuser Straße wird neu geordnet. Im Süden verläuft neben einem Gehweg das sogenannte Multifunktionsband. Es beinhaltet PKW-Stellplätze (teils mit E-Lademöglichkeit) Fahrradstellplätze, Anlieferzonen und Baumstandorte und erstreckt sich von Westen bis auf Höhe des Neubaus. Im Bereich der Kita und neuen Wohnbebauung springt das Band auf die Nordseite und endet im Osten an der Bismarckstraße. Hier greift es den südlichen Zugang zum künftigen Stadtgarten auf und rahmt diesen. Im Westen verläuft auf der Nordseite eine Art Boulevard, der von kleinen Baumgruppen bis hin zum historischen Rathaus gesäumt wird. Die Flächen für Gastronomie fügen sich hier genauso harmonisch ein, wie kleine Sitzbereiche mit Massivholzbänken, die sich als Schattenplätze an warmen Sommertagen anbieten. Die Baumstellung ist so gewählt, dass das historische Rathaus sowohl von Westen aus als auch aus Osten kommend schon weithin sichtbar und freigestellt ist. Ein Natursteinbelag aus hellem Granit verleiht den Flächen eine einladende Atmosphäre. Im Bereich des Kirchplatzes verläuft der Belag platzartig über die Straße, während im Westen und Osten ein heller Farbasphalt die Anmutung der Straße prägt.
KIRCHPLATZ
Der zentrale Kirchplatz erstreckt sich von der Pfarrwette und dem Backhaus im Norden bis hin zur südlich an die Bernhäuser Straße anschließenden Bebauung. Im Westen und Osten geht er hingegen fließend in die Gehwege entlang der Bernhäuser Straße über. Sowohl einige Bestandsbäume als auch Neupflanzungen rahmen den Platz und bilden kleine Schattenplätze aus. Sie werden von skulpturalen Bänken aus massiver Eiche gerahmt. Zwischen historischem Rathaus und Gemeindezentrum entsteht ein Treppenaufgang, der den Höhenunterschied überbrückt. Auch auf der Westseite des Rathauses entsteht eine neue Treppenanlage, die die Linienführung aufgreift, den Platz in zwei Ebenen strukturiert und den Zugang zum Rathaus neu ordnet und klarer definiert. Im Übergangsbereich der westlichen Bernhäuser Straße entsteht ein kleiner Hain mit Sitzgelegenheiten, der auch den historischen Rathausbrunnen beherbergt. Nach Norden geht der Platz in die Pfarrwette über. Eine Stufe, die sich im Bereich des Zugangs in den Kirchhofs ebenerdig in den Platz zieht, schafft den Übergang zur Pfarrwette.
PFARRWETTE
Die Pfarrwette wird zum Übergangsbereich zwischen Kirchplatz und Kirchhof. Der Zugang von Süden wird beibehalten und durch einen barrierefreien Zugang, der sich östlich anschließt, ergänzt. Das westliche Becken, vor dem Backhaus bleibt in seiner heutigen Anmutung bestehen, während das östliche Becken nach Süden, zum Kirchplatz hin, geöffnet wird. Eine begrünte Böschung mit einzelnen Sitzkanten ermöglicht den direkten Zugang. Die Nordmauer wird durch Sitzstufen ersetzt, die zum Verweilen am Wasser einladen. Stauden und Gräser, sowie eine Vielzahl an Bäumen schaffen einen angenehmen Aufenthaltsbereich am Wasser. Die historische Mauer des Kirchhofs wird ebenfalls von einem Staudenbeet gesäumt. Es schafft die optische Verbindung zum östlich angrenzenden Stadtgarten bzw. der Gastronomie.
STADTGARTEN
Der Stadtgarten bildet das neue grüne Herz Echterdingens. Er schließt östlich an den Kirchplatz an und sorgt gemeinsam mit dem Pfarrgarten, den Außenbereichen der beiden Kitas und den Gärten der neuen Wohnbebauung eine durchgängige Grünverbindung bis zum Kirchhof und darüber hinaus. Ein Netz aus Wegen verläuft von der östlichen Bernhäuser Straße in Richtung Norden bis zur neuen Energiezentrale und von der Bismarckstraße im Osten bis zum Kirchplatz bzw. Vorbereich der Gaststätte. Gesäumt werden die Wege von weitläufigen Rasen- und Wiesenflächen die von Baumgruppen strukturiert werden. Obstbäume, ebenfalls in Gruppen angeordnet, schaffen den Bezug zur Historie und bieten frisches Obst. Ein Spielplatz sorgt im Osten des Gartens für zusätzliche Qualität, während eine Pergola vor der Südfassade der Energiezentrale den nördlichen Abschluss des Gartens bildet. Hier überbrücken eine Rampe und Sitzstufen in der Grünfläche den bestehenden Höhenunterschied. Im Süden wird nur das obere Geschoss der bestehenden Garagen abgebrochen, eine Außenterrasse angelegt und dies mittels Treppen an den Stadtgarten angebunden. Die Anlieferzone vor den Garagen wird mit Rasenfugensteinen ausgebildet und erstreckt sich in Teilen bis nach Süden an die Mauer des Pfarrgartens. Hier entstehen Flächen für Tischtennisplatten, Picknicktische und eine Boule-Fläche. Im Westen des Gartens werden die Anschlüsse an den Kirchplatz, die Vorzone der Gaststätte und der bestehende Straßenraum durch neue Grünflächen, Beete und Baumsetzungen neu strukturiert. Nördlich der Wirtschaft entsteht ein kleiner Sitzbereich, der von Staudenbeeten gerahmt wird und als nördlicher Zugang zum Stadtgarten und Vermittler zu den anschließenden Straßen dient.
KIRCHHOF
Der Kirchhof bleibt als Grünraum bestehen. Die Wege werden neu geordnet und entsiegelt, bzw. im südlichen Bereich zu einer kleinen Vorzone ausgeweitet. Hier bietet sich Platz, um einen Gedenkort für Pfarrer Philipp Matthäus Hahn zu etablieren. Die weitläufigen Rasenflächen werden punktuell durch Pflanzungen ergänzt und der bestehende Baumbestand durch Neupflanzungen zukunftsfähig weiterentwickelt.
Die Wiederherstellung der historischen Mitte, im Sinne einer tragfähigen Freiraumstruktur in Zusammenspiel mit den gemeinschaftlich genutzten Gebäuden, ist oberstes Ziel. Dabei entsteht ein klar definierter, zentral um das historische Rathaus und das neue Gemeindezentrum gelegener Stadtplatz, der die südlich angrenzende Bernhäuser Straße mit dem nördlichen Kirchhof und dem östlichen Stadtgarten verbindet. Der Platz bietet Raum für eine Vielzahl an Nutzungsmöglichkeiten und vermittelt zwischen den bestehenden und neuentstehenden Angeboten.
Ein Band aus verschiedenen Baumarten begleitet die westliche Bernhäuser Straße auf deren Nordseite und schafft die Verbindung über die Pfarrwette zum angrenzenden Kirchhof. Von Osten erstrecken sich größere Baumgruppen von der Bernhäuser Straße über den Stadtgarten bis hin zum Kirchplatz. Sie rahmen den Platz und schaffen einen durchgängigen Grünkorridor in Ost-West-Richtung. Von Süden kommend öffnet sich der Blick über den großzügigen Zugang zwischen dem historischen Rathaus und dem neuen Gemeindezentrum bis hin zur Kirche. Das historische Rathaus wird freigestellt und zum Zentrum des Kirchplatzes, der sich von der Pfarrwette, über die Bernhäuser Straße bis zu den südlichen Gebäuden erstreckt.
BERNHÄUSER STRASSE
Die Bernhäuser Straße wird neu geordnet. Im Süden verläuft neben einem Gehweg das sogenannte Multifunktionsband. Es beinhaltet PKW-Stellplätze (teils mit E-Lademöglichkeit) Fahrradstellplätze, Anlieferzonen und Baumstandorte und erstreckt sich von Westen bis auf Höhe des Neubaus. Im Bereich der Kita und neuen Wohnbebauung springt das Band auf die Nordseite und endet im Osten an der Bismarckstraße. Hier greift es den südlichen Zugang zum künftigen Stadtgarten auf und rahmt diesen. Im Westen verläuft auf der Nordseite eine Art Boulevard, der von kleinen Baumgruppen bis hin zum historischen Rathaus gesäumt wird. Die Flächen für Gastronomie fügen sich hier genauso harmonisch ein, wie kleine Sitzbereiche mit Massivholzbänken, die sich als Schattenplätze an warmen Sommertagen anbieten. Die Baumstellung ist so gewählt, dass das historische Rathaus sowohl von Westen aus als auch aus Osten kommend schon weithin sichtbar und freigestellt ist. Ein Natursteinbelag aus hellem Granit verleiht den Flächen eine einladende Atmosphäre. Im Bereich des Kirchplatzes verläuft der Belag platzartig über die Straße, während im Westen und Osten ein heller Farbasphalt die Anmutung der Straße prägt.
KIRCHPLATZ
Der zentrale Kirchplatz erstreckt sich von der Pfarrwette und dem Backhaus im Norden bis hin zur südlich an die Bernhäuser Straße anschließenden Bebauung. Im Westen und Osten geht er hingegen fließend in die Gehwege entlang der Bernhäuser Straße über. Sowohl einige Bestandsbäume als auch Neupflanzungen rahmen den Platz und bilden kleine Schattenplätze aus. Sie werden von skulpturalen Bänken aus massiver Eiche gerahmt. Zwischen historischem Rathaus und Gemeindezentrum entsteht ein Treppenaufgang, der den Höhenunterschied überbrückt. Auch auf der Westseite des Rathauses entsteht eine neue Treppenanlage, die die Linienführung aufgreift, den Platz in zwei Ebenen strukturiert und den Zugang zum Rathaus neu ordnet und klarer definiert. Im Übergangsbereich der westlichen Bernhäuser Straße entsteht ein kleiner Hain mit Sitzgelegenheiten, der auch den historischen Rathausbrunnen beherbergt. Nach Norden geht der Platz in die Pfarrwette über. Eine Stufe, die sich im Bereich des Zugangs in den Kirchhofs ebenerdig in den Platz zieht, schafft den Übergang zur Pfarrwette.
PFARRWETTE
Die Pfarrwette wird zum Übergangsbereich zwischen Kirchplatz und Kirchhof. Der Zugang von Süden wird beibehalten und durch einen barrierefreien Zugang, der sich östlich anschließt, ergänzt. Das westliche Becken, vor dem Backhaus bleibt in seiner heutigen Anmutung bestehen, während das östliche Becken nach Süden, zum Kirchplatz hin, geöffnet wird. Eine begrünte Böschung mit einzelnen Sitzkanten ermöglicht den direkten Zugang. Die Nordmauer wird durch Sitzstufen ersetzt, die zum Verweilen am Wasser einladen. Stauden und Gräser, sowie eine Vielzahl an Bäumen schaffen einen angenehmen Aufenthaltsbereich am Wasser. Die historische Mauer des Kirchhofs wird ebenfalls von einem Staudenbeet gesäumt. Es schafft die optische Verbindung zum östlich angrenzenden Stadtgarten bzw. der Gastronomie.
STADTGARTEN
Der Stadtgarten bildet das neue grüne Herz Echterdingens. Er schließt östlich an den Kirchplatz an und sorgt gemeinsam mit dem Pfarrgarten, den Außenbereichen der beiden Kitas und den Gärten der neuen Wohnbebauung eine durchgängige Grünverbindung bis zum Kirchhof und darüber hinaus. Ein Netz aus Wegen verläuft von der östlichen Bernhäuser Straße in Richtung Norden bis zur neuen Energiezentrale und von der Bismarckstraße im Osten bis zum Kirchplatz bzw. Vorbereich der Gaststätte. Gesäumt werden die Wege von weitläufigen Rasen- und Wiesenflächen die von Baumgruppen strukturiert werden. Obstbäume, ebenfalls in Gruppen angeordnet, schaffen den Bezug zur Historie und bieten frisches Obst. Ein Spielplatz sorgt im Osten des Gartens für zusätzliche Qualität, während eine Pergola vor der Südfassade der Energiezentrale den nördlichen Abschluss des Gartens bildet. Hier überbrücken eine Rampe und Sitzstufen in der Grünfläche den bestehenden Höhenunterschied. Im Süden wird nur das obere Geschoss der bestehenden Garagen abgebrochen, eine Außenterrasse angelegt und dies mittels Treppen an den Stadtgarten angebunden. Die Anlieferzone vor den Garagen wird mit Rasenfugensteinen ausgebildet und erstreckt sich in Teilen bis nach Süden an die Mauer des Pfarrgartens. Hier entstehen Flächen für Tischtennisplatten, Picknicktische und eine Boule-Fläche. Im Westen des Gartens werden die Anschlüsse an den Kirchplatz, die Vorzone der Gaststätte und der bestehende Straßenraum durch neue Grünflächen, Beete und Baumsetzungen neu strukturiert. Nördlich der Wirtschaft entsteht ein kleiner Sitzbereich, der von Staudenbeeten gerahmt wird und als nördlicher Zugang zum Stadtgarten und Vermittler zu den anschließenden Straßen dient.
KIRCHHOF
Der Kirchhof bleibt als Grünraum bestehen. Die Wege werden neu geordnet und entsiegelt, bzw. im südlichen Bereich zu einer kleinen Vorzone ausgeweitet. Hier bietet sich Platz, um einen Gedenkort für Pfarrer Philipp Matthäus Hahn zu etablieren. Die weitläufigen Rasenflächen werden punktuell durch Pflanzungen ergänzt und der bestehende Baumbestand durch Neupflanzungen zukunftsfähig weiterentwickelt.
Beurteilung durch das Preisgericht
Freianlagen
Die Konzeption der Freiräume und damit auch größtenteils der Stadträume besticht ob seiner klaren Haltung mit zusammenhängenden Grünflächen und einem homogenen Stadtboden. Das freigestellte historische Rathaus, das Pfarrhaus und das Gastronomiegebäude werden im denkmalgeschützten Kontext der historischen Mitte sehr wohltuend in die Neukonzeption integriert.
Die zusammenhängende Planung wird als sehr gelungen und dem Ort angemessen erkannt. Es entstehen keine Einzelräume, sondern gemeinsame Grünräume, die den Stadtpark integrieren. Die Ost-West-Wegeverbindungen werden gekonnt bespielt, genauso wie die Nord-Südverbindung von Burgstraße und östlichem Fußwegvernetzung, ohne überbordend zu wirken.
Die Freibereiche der Gastronomie werden sowohl an eine gut gestaltete Burgstraße mit unterschiedlichen Breiten und damit Räumen und im Osten an den Spielbereich des Parks
angebunden. Es entsteht dort ein attraktives Nutzungsgelenk mit freiräumlich guten Qualitäten. Die Lagerflächen unter dem Terrassendeck werden dabei zur Nebenfläche.
Der Kirchplatz wird zwischen Altbau Rathaus und nördlich des Neubaus richtigerweise gastronomisch belebt - hin zur verkehrsfreien Platzfläche.
Die Idee an der Wette, die Aufenthaltsbereiche mit Sitzstufen aus Naturstein eher vor der Kirchenmauer zu etablieren und die anderen Seiten als überwiegend begrünte Einfassungen
vorzuschlagen, kommt dem Gedanken des Dankmalschutzes sehr zugute, die Wette nicht als zugängliches „Badebecken“ zu begreifen.
Die vielen Baumsetzungen in der Bernhäuserstraße und in der Überleitung zum Kirchplatz sorgen für ein gutes Stadtklima. Bezüglich der Resilienz hinsichtlich klimatologischer Herausforderungen ist diese Arbeit mit einem hohen Grünflächenanteil und einem im Vergleich der Arbeiten niedrigeren Anteil an befestigten Flächen ein wichtiger Beitrag innerhalb urbaner Stadtstrukturen.
Die Bernhäuser Straße in die Platzstruktur miteinzubeziehen, entspricht auch dem bereits erwähnten einheitlichen Planungsprinzip und lässt eine robuste öffentliche Struktur erkennen.
Städtebau und Architektur
Die vorgeschlagene Wegeführung über die Grundstücke der evangelischen Kirchengemeinde (Ideenteil E) ist sparsam, erscheint durch die präzise gesetzte Führung aber völlig ausreichend. Es ergeben sich dadurch sinnvoll geschnittene und gut nutzbare Zwischenzonen, die auch eine zu erwartende abschnittsweise Umsetzung der Hochbauten verschiedener Träger problemlos möglich machen.
Anstelle des westlichen Teils des Technischen Rathauses wird ein Neubau vorgeschlagen, der insgesamt nur bedingt überzeugen kann. Dass er an der Bernhäuser Straße zurückspringt und ein tiefes Vorfeld ohne erkennbare Nutzung bildet, dadurch aber auf der Nordseite Platz verliert, ist schwer nachvollziehbar. Während die Fassaden mit dem Zeitgeist angepassten Motiven und Materialien gründlich bearbeitet sind, weisen die Grundrisse einige handwerkliche Fehler auf und nutzen die räumlichen Potenziale nur ungenügend aus, was sich im Rahmen einer Überarbeitung aber heilen ließe.
Der Erhalt des östlichen Bauteils des Technischen Rathauses (ehemaliges Kreissparkassen-Gebäude) wird ausdrücklich gewürdigt. Die dort vorgeschlagenen Nutzungen könnten ohne größere bauliche Eingriffe in die vorhandene Tragstruktur eingefügt und mit der bestehenden Fassade koordiniert werden. Dieser Vorschlag würdigt auch den Beitrag der 1970er Jahre zur Identität der historischen Mitte.
Die Bebauung des nördlichen Ideenteils (Gebiet Schafrain) überzeugt mit angenehmer Raumbildung und sinnvoller Durchwegung, auch wenn die dort vorgesehene Baumasse ein wenig überzogen erscheint.
Die Arbeit überzeugt und vor allem in der Gestaltung der Freianlagen. Leider erreicht die architektonische Durcharbeitung im Konzept-Teil keine vergleichbare Qualität.
Piktogramme Konzept
©bhmp
Gesamtlageplan
©bhmp
Lageplanausschnitt Realisierungsteil
©bhmp
Blick über dne neuen Kirchplatz
©bhmp / landstrich