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Nichtoffener Wettbewerb | 02/2026

Umgestaltung und Aufwertung Burgberg und Umfeld Burg Klopp in Bingen

Burghof Burg Klopp
2

Burghof Burg Klopp

Anerkennung

Planorama GmbH

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit überzeugt durch ein klares wie auch einleuchtendes räumliches Konzept für den vorgelagerten Freiraum der Burg, den Burghang, indem dieser in den für das Erscheinen der Burg wichtigen Sichtbereich diesen konsequent offen hält und nur den nördlichen Teilbereich durch neue Baumsetzungen davon absetzt. Der Entwurf schafft es durch die neue Öffnung zur Marschallgasse und die Verortung eines neuen Rampenweges im Norden den Burghof und den an die „Serpentinen „angegliederten Spielbereich von Norden barrierefrei anzuknüpfen . Die Ausdehnung des Spielbereiches bis an den Burgrand wird kontrovers besprochen. Auch die Maßnahmen der Wegeänderung und Stufenkonzentration im Süden führen zu einer geschickten Barrierearmen Anbindung des Burghofes. Kritisch anzumerken ist nur, dass der letzte fehlende Schritt zur Außengastronomie, der Burgterrasse , nicht gelöst wird. Auch wurde der Abriss der zentralen Treppenachse vom Bürgermeister Franz Neff Platz um sie dann achsenmittig neu wiederherzustellen negativ beurteilt. Auch sind die seitlich angelagerten Sitzelemente an der Treppe wenig überzeugend. Die Gestaltung des Burghofes wirkt wie selbstverständlich mit seiner positiven Reaktion auf den vorhandenen Brunnen, seine Uminterpretation zu einem Wasserspiegel wird kontrovers diskutiert. Das lange Sitzelement mit Blick ins Rheintal ist einfach aber wohl dosiert verortet. Der Eingriff in den Burggraben erscheint denkmalkonform im Hinblick auf Sanierung der historischen Wege- und Mauerabschnitte, ausgenommen das Holzdeck, und sensibel bzgl. Baumbestand. Die Neuorientierung des Parkplatzes ist funktional, der neue Auftaktplatz mit seiner Infostele und Sitzplatz wird im Hinblick auf seine flächige Ausdehnung kritisch und im Hinblick auf den Wegfall der Besucherstellplätze kontrovers diskutiert. Die Gestaltung des Friedrich Ebert Platzes als baumüberstandener Stadtplatz wird gelobt, die verbleibende Anzahl der Stellplätze aber unterschiedlich bewertet. Die Arbeit erscheint im wirtschaftlichen Rahmen realisierbar.

Der gezeigte Lösungsansatz bietet sowohl in seiner gesamträumlichen Qualität, in den geschickten Wegeneusetzungen und in den einzelnen qualitätsvollen und atmosphärischen Teilräumen einen adäquaten und nachhaltigen Lösungsvorschlag für die gestellte Aufgabenstellung.
Lageplan 1:200

Lageplan 1:200