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Nichtoffener Wettbewerb | 03/2018

Umstrukturierung des Rathausumfelds in Werlte

1. Preis

Preisgeld: 13.500 EUR

Octagon Architekturkollektiv

Architektur

GM013 Landschaftsarchitektur

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf sieht eine klar erkennbare Grundstruktur vor. Die Sichtachse Kirche – Rathaus ist attraktiv herausgearbeitet. Die gewĂ€hlte Struktur ist ĂŒberwiegend kompatibel mit funktionalen Anforderungen potenzieller Nutzer aus den Bereichen Einzelhandel / Gastronomie / Dienstleistungen. Im Bereich des Marktkarree ist die Orientierung der Nutzungen jedoch fraglich. Es besteht die Gefahr von nicht genutzten und wenig ansprechenden RĂŒckseiten. Hier bleibt der Entwurf unklar.
Die Platzierung des Rathauses wird begrĂŒĂŸt. Diese lĂ€sst SpielrĂ€ume fĂŒr den sĂŒdlichen Zentrumsbereich (funktionale Nachverdichtung) offen. Die Variante ist kurzfristig umsetzbar, da die FlĂ€chen zur VerfĂŒgung stehen.
Das Konzept fĂŒgt sich gut in die Gesamtsituation der Stadt ein. Dies gelingt durch das Auf-greifen der Raumstrukturen an der Loruper Str., die Öffnung in Richtung Kirche, Loruper Str. und Kirchstraße durch herausgearbeitete Wegebeziehungen. Die MaßstĂ€blichkeit der Wohn-bebauung zur bestehenden Umgebungsbebauung ist gegeben.
Die Einbeziehung der bestehenden Bebauung ist gelungen, sie wird logisch fortgefĂŒhrt (Bsp. GeschĂ€ft Koopmann).
Die Orientierung fĂŒr Besucher / Nutzer / Passanten ist durch die genannte klare Struktur als gut zu bewerten. Insbesondere die neue Marktplatzsituation ist positiv zu bewerten. Er ist angemessen dimensioniert; - dies dĂŒrfte ihn erlebbar machen. Die differenzierte Gestaltung als gepflasterte FlĂ€che und als GrĂŒnbereich ermöglicht dort unterschiedliche Nutzungen.
Die Integration des Baumbestandes ist gelungen. Nutzungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten auf den Platz- und FreirÀumen werden vielfÀltig angeboten. Der Spielplatz und die Streu-obstwiese sind interessante Details, jedoch im Hinblick auf Kosten und Nutzen zu hinterfragen.
Der Erweiterungsbau des Fachmarktzentrums Loruper Str. wird im Hinblick auf DurchlÀssigkeit und Raumbildung im Bereich zwischen Fachmarktzentrum und Rathaus kontrovers diskutiert.
Verkehrserschließung und FĂŒhrung der Verkehrsarten erscheinen funktional. Es findet sich eine gute Trennung der Verkehre und eine klare Zuordnung der InnenstadtrĂ€ume zu den einzelnen Verkehrsarten.
Der Erschließungsaufwand erscheint machbar und durchfĂŒhrbar. Die DurchfĂŒhrung der Innenstadtentwicklung in Teilschritten ist durch den Entwurf außerordentlich gut möglich (bspw. Rathaus, ehem. GrundschulgelĂ€nde).
Die Parkplatzsituation ist kritisch zu bewerten und zu hinterfragen. Die Tiefgarage unter dem Rathaus ist fĂŒr die Mitarbeiter des Rathause zu begrĂŒĂŸen, jedoch keine annehmbare Option fĂŒr Einzelhandelskunden. Die Parkplatzsituation ist insgesamt nicht auskömmlich. Dies ist ein gewichtiger Punkt, der einer Lösung bedarf.