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Award / Auszeichnung | 05/2023

wettbewerbe aktuell - Förderpreis Wintersemester 2022/23 RWTH Aachen University

Isometrie

Isometrie

Regionale 2025, Transformation des Zanders Areal in Bergisch Gladbach

Förderpreis

Christian Hölscher

Student*in

Erläuterungstext

Regionale 2025, Transformation des Zanders Areal in Bergisch Gladbach

Der Städtebauliche Entwurf Regionale 2025, Transformation des Zanders Areal in Bergisch Gladbach ist ein Konversionsprojekt. Durch die Insolvenz der Fima Zanders, und den darauffolgenden Kauft der Stadt wurden 37ha in Zentraler Lage für eine Entwicklung der Innenstadt gewonnen.
Die Papierfabrik Zanders hat eine Geschichte von knapp 200 Jahren. Die Stadt Bergisch Gladbach wurde stark durch die Papierindustrie und insbesondere durch die Papierfabrik Zanders geprägt.

Städtebau und ReUse
Durch die historisch Erhaltenswerten Gebäude, sowie aus Punkten der Nachhaltigkeit, ist ein sensibler Umgang mit dem Bestand Notwendig. Das Thema Reuse spielt im Entwurf eine große Rolle. Das Areal, die Logik innerhalb und der bereits vorhandene Fundament Fußabdruck sind bereits gegeben. Durch die Sinnvolle Subtraktion und Addition von Baumasse entsteht ein Entwurf mit Funktionsgerechte Gebäuden. Daraus sind 5 Reuse Phasen entstanden. Die Phasen sind die Umnutzung, der Umbau, der Erhalt des Tragwerks, der Erhalt der Fundamente und der selektive Rückbau. Die Materialien bleiben durch selektiven Rückbau erhalten, werden geordnet, zwischengelagert, und an anderer Stelle wieder neu verbaut.

Grünstruktur
Durch die Öffnung der Strunde und der Erhalt und die Erweiterung des Grünrings bekommt das Gebiet zwei Grüne Achsen, welche neben der hohen Dichte an Baumasse vorbeilaufen und so einen grünen Ausgleich schaffen. Der prozentuale Anteil von Grünfläche zu versiegelter Fläche ist durch das Entsiegeln von Flächen von 23,5 % auf 39,9 % gestiegen.

Infrastruktur
Die Infrastruktur auf dem Gelände besteht bereits. Dadurch spannt sich ein Netz von Plätzen mit verschiedenen Charakter und Nutzungen aus. Das Gebiet soll zu einem weitgehend autofreien Gebiet transformiert werden. An den Quartiersrändern befinden sich Quartiersparkhäuser mit „Sharing“-Angebot. Im Gebiet selbst soll das Fahrrad das bevorzugte Verkehrsmittel werden. Die Hauptwege sind Fahrrad Vorrangrouten. Dadurch soll ein ungehinderter Verkehrsfluss entstehen. Doch auch zu Fuß und mit der Bahn hat man durch die kurzen Wege in die Innenstadt, zum Bahnhof und zur nächsten Bushaltestelle nur wenige Minuten Weg.

Typologien
Es soll eine rege Nutzungsmischung stattfinden. Die Erdgeschosse sollen so eine belebte Umgebung für die Nutzer*innen schaffen. In den Regelgeschossen befinden sich vorwiegend Wohnnutzungen. Diese sollen durch vielfältige Wohnungstypologien einen Wohnraum für alle anbieten. Es gibt Geschosswohnungsbau mit klassischer Zweispänner Erschließung, Wohnungen mit Laubengang Erschließung, Stadthäuser, aber auch neue Wohnformen wie „Co-Housing“ Wohnungen. Letztere sollen dabei helfen, auf neuen Bedürfnisse der Menschen zu antworten.
Die Nutzungswünsche der Stadt sahen ein Potenzial für Bildung vor. Aufgrund der Kubaturen der Papiermaschine 3 gibt es dort die Möglichkeit diese zu einem offenen Lernraum zu transformieren. Dadurch entwickelt sich im Norden ein Bildungscluster mit Universitätsgebäuden und Lernraum, sowie Kita, Krippe, Kinderhaus und einer Schule inklusive Dreifeldsporthalle.
Weitere Wohntypologien sind mit dem Punkt der produktiven Stadt verknüpft. Bergisch Gladbach möchte gerne weiterhin ein produktiver Gewerbestandort bleiben. Die Flächen dafür gibt es bereits. Es soll eine Form von Industrie + Wohntypologie entstehen. Hierzu werden die bereits bestehenden Fabrikhallen aufgestockt, oder nach vorne hin durch Atelierwohnungen mit Showroom und mittigen Lichtschacht erweitert.
Ebenfalls soll ein experimenteller Modulbau entstehen, bei dem Rückbau Materialien, Bsp. Sandwichplatten für den Bau verwendet werden. Dieser soll im Gebiet selbst produziert werden.
Gestaltungsplan

Gestaltungsplan

SWOT Analyse

SWOT Analyse

Re-Use Aktionsdiagramm

Re-Use Aktionsdiagramm

Konzept

Konzept

Modellfoto

Modellfoto