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Nichtoffener Wettbewerb | 12/2018

Wohnanlage Karl-Wagner-Straße in Bad Aibling

Modellfoto

Modellfoto

1. Preis

Preisgeld: 30.000 EUR

STUDIOKUBIK Architekten

Architektur

plattform.berlin, Jens Metz Architekten

Architektur

Erläuterungstext

NEUE NACHBARSCHAFTEN … IM PASSENDEN MASSSTAB.
Wir sehen das Quartier als Ensemble, das sich in die Umgebung integriert und diese bereichert. Das Stadtmodell schreibt bew√§hrte Typologien fort und erg√§nzt diese durch differenzierte √∂ffentliche R√§ume. Leitgedanke ist dabei die Ber√ľcksichtigung der Ma√üst√§blichkeit und der bestehenden Strukturen aus einzelnen, ablesbaren H√§usern und dazwischenliegenden gro√üz√ľgigen Freir√§umen.
Aufgrund ihrer Kubatur, Materialit√§t und Gestaltung wirken die unterschiedlichen H√§user als Ensemble, der Raum √∂ffnet sich und erzeugt durch ein ausgewogenes Verh√§ltnis von Dichte und √Ėffnung Spannung und Abwechslung. Das gesamte Quartier ist autofrei, unterschiedliche von Fu√üg√§ngern und Radfahrern nutzbare Passagen binden das Quartier an die umliegenden Strukturen an. Die kompakten Geb√§udeformen und die Minimierung der Fahrerschlie√üung sind im Hinblick auf Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit optimiert.


KOMPAKTES QUARTIER ‚Ķ MIT GROSSZ√úGIGEN FREIR√ĄUMEN.
Wir m√∂chten Angebote an die Bewohner machen, die zur Aneignung durch unterschiedliche Nutzergruppen einladen. Die Zwischenr√§ume bilden verschiedene H√∂fe, die als halb√∂ffentliche R√§ume der gesamten Nachbarschaft offenstehen. Entlang der kreuzenden Wege befinden sich Spielfl√§chen, Gartenbereiche, Ruhe- und Sportbereiche, die die Aneignung erm√∂glichen und die Identifikation der Bewohner mit dem neuen Raum f√∂rdern. Die Abstandsfl√§chen von 0,5 H gem√§√ü BayBO werden gegen√ľber der umgebenden Bebauung durch Nutzung des Schmalseitenprivilegs (Breite < 16m) sowie innerhalb des Grundst√ľcks eingehalten
Der bildpr√§gende gr√ľne Hof ist gro√üen B√§umen bepflanzt, er dient sowohl als kommunikativer Erschlie√üungsraum wie auch als Aufenthaltsort mit unterschiedlichen Angeboten, die durch die aktiven Ecken der Geb√§ude erg√§nzt werden. So liegt ein Kinderspielplatz gegen√ľber der Kita, eine Fahrradwerkstatt im Nordwesten und die √ľberdachte Sommerk√ľche am gro√üen Hof, ein √ľberdachter Tresen, der f√ľr Grillabende oder f√ľr Flohm√§rkte genutzt werden kann und den Au√üenraum animiert.


UNTERSCHIEDLICHE WOHNFORMEN … DIE MISCHUNG MACHT’S.
Wir sehen Vielfalt als Qualit√§t in einer Wohnanlage. Das Quartier verf√ľgt √ľber insgesamt 86 Wohneinheiten gem√§√ü dem vorgegebenen Wohnungsschl√ľssel, jede Etage verf√ľgt √ľber Wohnungen unterschiedlicher Gr√∂√üe, die mindestens zweiseitig ausgerichtet sind. Der Wohnbereich mit wahlweise abtrennbarer K√ľche √∂ffnet sich zu den √ľber Eck orientierten Balkonen, die als Energieg√§rten genutzt werden k√∂nnen.
Durch den modularen Charakter ist es m√∂glich, f√ľr unterschiedliche Wohnvorstellungen und Zielgruppen verschiedene Wohnungstypen anzubieten und deren Verteilung durch die zwischengeschalteten Zimmer gegebenenfalls zu variieren. S√§mtliche Zimmer sind von √§hnlicher Gr√∂√üe und damit nutzungsneutral, damit wird unterschiedlichen Belegungen und Familienkonfigurationen Rechnung getragen, auch f√ľr k√ľnftige Generationen.

Beurteilung durch das Preisgericht

Das neue Quartier stellt sich als eigenst√§ndiges Ensemble mit besonderen stadtr√§umlichen Qualit√§ten dar: Es ist konsequent autofrei, die Zufahrten enden an Sammelparkpl√§tzen an der Karl-Wagner-Stra√üe und an der Maxlrainer Stra√üe. Innerhalb des Quartiers entsteht so eine gr√ľne Mitte mit differenzierten Freir√§umen. Die notwendige Feuerwehrdurchfahrt deckt sich in unauff√§lliger Weise mit den nutzbaren Freifl√§chen im Au√üenraum. Ein Schwachpunkt der st√§dtebaulichen Au√üenwirkung liegt in der L√ľcke an der M√ľnchner Stra√üe, die durch den eingeschossigen Kindergarten im Erdgeschoss des s√ľdwestlichen Geb√§udes nicht geschlossen werden kann. Hier w√§re ein gr√∂√üeres eigenst√§ndiges Bauvolumen denkbar. Der Beitrag zeichnet sich durch eine klare Trennung von Geb√§ude und Au√üenraum aus. Durch das auf + 0,95 m angehobene Erdgeschoss gibt es keine Mieterg√§rten vor den Wohnungen, sondern lediglich gemeinschaftliche Freifl√§chen. Diese Au√üenr√§ume sollen durch besondere Angebote wie Kinderspielpl√§tze, Boule, Grillplatz Sommerk√ľche, Buchleihe oder Tischtennis in der N√§he der Geb√§udeeing√§nge aufgewertet werden. Diese Attraktionen werden zur Aneignung durch die Bewohner vorgeschlagen. Der Bezug der Wohnungen zu den Freifl√§chen wird durch Loggien an den Geb√§udeecken auch in den Erdgeschossen hergestellt. Die an den Geb√§udeecken gelegenen Wohnk√ľchen mit den Loggien erscheinen nicht ausreichend ger√§umig und werden durch die notwendigen Laufwege in ihrer Nutzbarkeit eingeschr√§nkt. Teilweise werden √ľber die Wohnk√ľchen auch gefangene Schlafr√§ume erschlossen. Andererseits sind viele Individualr√§ume deutlich gr√∂√üer als erforderlich, so dass innerhalb der Wohnungen oftmals Raumreserven zur Korrektur diverser Schw√§chen im Grundriss bestehen (z.B. zur Verbesserung der Wohnk√ľche). Die Nordorientierung von Aufenthaltsr√§umen mancher Wohnungen wird kritisch gesehen. Die architektonische Erscheinung wirkt unspektakul√§r, die Einfachheit in Material und Ausdruck sollte dennoch mit h√∂herem Gestaltungsanspruch umgesetzt werden. Die Stapelung der Regelgeschosse wird durch Verschiebungen der Fensterachsen und Variationen der Fenster√∂ffnungsgr√∂√üen √ľberspielt, die jedoch keine Entsprechung im Grundriss finden. Die Tiefgarage ist hinsichtlich Gr√∂√üe, Zu- und Abfahrt sowie innerer Organisation zu verbessern. Der unterirdische Stellplatzanteil sollte dabei erh√∂ht werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Hoffl√§che weiterhin von Unterbauung freigehalten wird, um die hohe Qualit√§t des Freiraumes zu erhalten.
Lageplan

Lageplan

Erdgeschoss in Umgebung

Erdgeschoss in Umgebung

Regelgeschoss

Regelgeschoss

Skizze

Skizze

Ansichten

Ansichten

Schnitt durch das Quartier

Schnitt durch das Quartier

Detailschnitt

Detailschnitt