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Offenes Investorenauswahlverfahren | 04/2021

Wohnbebauung an ehemaliger Theodor-Heuss-Schule in Hilden

1. Preis / Gewinner

slapa oberholz pszczulny | sop GmbH & Co. KG

Architektur

KRAFT.RAUM.

Landschaftsarchitektur

ISRW - Institut fĂŒr Schalltechnik, Raumakustik, WĂ€rmeschutz Dr.-Ing. Klapdor GmbH

Energieplanung

GPM Development

Investor*in

ErlÀuterungstext

Das Areal der ehemaligen Theodor-Heuss-Schule in Hilden-Nord liegt umgeben von einer durch die Nachkriegsmoderne geprĂ€gten Architektur. GPM Development, slapa oberholz pszczulny | sop architekten, KRAFT.RAUM. Landschaftsarchitektur und ISRW-Klapdor, gemeinsame Sieger des offenen Investorenauswahlverfahrens fĂŒr die Errichtung von MehrfamilienhĂ€usern auf ebendiesem GrundstĂŒck, machen in dieser Umgebung eine durchquerbare GrĂŒnstruktur zum Leitbild ihres Entwurfs und platzieren unterschiedlich große PunkthĂ€user spannungsvoll in eine parkĂ€hnlich angelegte GrĂŒnanlage.

Mit der aufgelockerten, von GrĂŒn umflossenen Zeilen- und Punktbebauung wird die stĂ€dtebauliche Struktur der umliegenden „50er-Jahre-Stadt“ aufgegriffen und eine angemessene, rĂ€umliche KontinuitĂ€t geschaffen. Zwei scheibenartige GebĂ€ude bilden den RĂŒcken des neuen Wohnquartiers, vor denen sich vier locker angeordnete PunkthĂ€user verteilen. So entstehen unterschiedlichste Sichtachsen und variierende Wegebeziehungen im Zusammenspiel mit einer identifikationsstiftenden Außenraumgestaltung.

Die sechs geplanten, fĂŒnfgeschossigen MehrfamilienhĂ€user, die insgesamt ĂŒber 8.100mÂČ NettowohnflĂ€che und bis zu 108 flexibel aufteilbare Wohneinheiten verfĂŒgen, sind ĂŒber eine Tiefgarage miteinander verbunden und sortieren sich im unteren Bereich der umgebenen Bestandshöhen ein.

Die modulartig aufgebauten, zwei bis fĂŒnf Zimmer großen Wohnungstypen, von denen mehr als die HĂ€lfte ĂŒber familienfreundliche Grundrisse verfĂŒgen, sind allesamt barrierefrei und zu rund 40 Prozent gefördert oder preisgedĂ€mpft, um ein generationsĂŒbergreifendes, integratives Zusammenleben zu ermöglichen.

Alle Wohnungen sind mit Balkonen oder Loggien ausgestattet. Zusammen mit den versetzt angeordneten FensterflĂ€chen erzeugen sie spannungsvolle Vor- und RĂŒcksprĂŒnge auf den Hausfassaden, die aus mit SchlĂ€mme ĂŒberzogenen Klinkerriemchen geplant werden. Mit ihrer unregelmĂ€ĂŸigen, geschlĂ€mmten OberflĂ€che fĂŒgen sich die GebĂ€ude natĂŒrlich in die Umgebung ein und erzeugen einen Dialog mit den jahreszeitlichen VerĂ€nderungen der Außenanlagen.

Um den parkĂ€hnlichen Charakter des Quartiers hervorzuheben, wird bewusst auf einen zentralen Platz verzichtet. Stattdessen bietet eine abwechslungsreiche Durchwegung eine hohe AufenthaltsqualitĂ€t durch zum Verweilen einladende Aufweitungen und schmalere ÜbergĂ€nge. Dies schafft vielfĂ€ltige Möglichkeiten zum gemeinschaftlichen Zusammenleben und zur Interaktion unter den Bewohnern.

Ein von der Stadt Hilden vorgesehenes RegenrĂŒckhaltebecken wird in die GrĂŒnanlage integriert. Gespeist durch die DachflĂ€chenentwĂ€sserung machen offene und ĂŒberquerbare Rinnen die Speicherung und RĂŒckfĂŒhrung des Regenwassers sicht- und erfahrbar. Die GebĂ€ude werden aus Ziegeln mit integrierter WĂ€rmedĂ€mmung gefertigt, was den Verzicht auf ein WĂ€rmedĂ€mmverbundsystem ermöglicht. Eine extensive DachbegrĂŒnung, WĂ€rmepumpen, Solarthermie und Photovoltaik fĂŒr eine ressourcenschonende WĂ€rmeerzeugung sorgen fĂŒr ein rundum nachhaltiges und zukunftsfĂ€higes Quartier.

„Im Investorenauswahlverfahren wurde neben den wohnungspolitischen Zielen der Stadt viel Wert auf gestalterische und ökologische Aspekte gelegt. Diese wurden sowohl vom Stadtentwicklungsausschuss als auch vom Ausschuss fĂŒr Umwelt- und Klimaschutz bewertet. Nun freuen wir uns, zusammen mit dem Investor das vorgeschlagene Projekt realisieren und durch die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans beginnen zu können“, so Peter StuhltrĂ€ger, Bau- und Umweltdezernent der Stadt Hilden.