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Nichtoffener Wettbewerb | 12/2019

Wohnbebauung Kallhardtstra├če in Pforzheim

3. Preis

Preisgeld: 9.000 EUR

Peter W. Schmidt Architekten

Architektur

LUZ Landschaftsarchitektur Planungsgesellschaft mbH

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit er├Âffnet ihre Qualit├Ąten erst auf den zweiten Blick. Die reduzierte
Darstellungstechnik in Verbindung mit der Ausarbeitungstiefe stellen den Entwurf als sehr
dicht, nicht dem Ort angemessen und spr├Âde dar.
Die Diskussion hier├╝ber erfolgte kontrovers. Der St├Ądtebau reagiert in Kubatur und
H├Âhenentwicklung auf die Blockstrukturen der Kallhardtstrasse und verschwenkt die
Bauk├Ârper L- bzw. S-f├Ârmig Richtung Stadtgarten. Die Geschossigkeit staffelt sich
entsprechend ab. Den hierdurch entstehenden Freir├Ąumen wird eine gewisse Qualit├Ąt
zugestanden, wobei Aussagen zur Nutzung vermisst werden.
Die an den Quartierswegen angesiedelten gemeinschaftlichen R├Ąume sind glaubw├╝rdig,
die Hemmschwelle zur Nutzung gering eingestuft.
Die Kita ist richtig n├Ârdlich des ÔÇ×Kupferd├ĄchleÔÇť verortet. Grundrissstruktur und Fassade
lassen eine intensive Auseinandersetzung mit der L├Ąrmproblematik erkennen. Die
dar├╝berliegende Wohnnutzung sollte hiernach jedoch nochmals ├╝berdacht werden.
Sowohl der angebotene Wohnungsmix als auch die angebotenen Grundrise lassen ein
hohes Mass an Qualit├Ąt erkennen. Die Clusterwohnungen konnten hier besonders
├╝berzeugen. Die Anzahl der Maisonettewohnungen sollte im Sinne der Barrierefreiheit
reduziert werden.
Der ├Âffentliche Platz auf der Nordseite des Grundst├╝cks ├╝berzeugt in Lage und Aus-
gestaltung.
Insgesamt bieten die Verfasser/innen einen interessanten Beitrag, die Durcharbeitung des
Entwurfs l├Ąsst allerdings einige Fragen unbeantwortet.
Freiraum: Die Bebauung mit ihrem ÔÇ×Freiraum-InnenlebenÔÇť soll als westliche Fassung des
Stadtgartens, entsprechend dem historischen Vorbild wirken, was gut nachvollziehbar ist.
Kontrovers diskutiert wurde die Idee, die st├Ądtebaulichen Achsen der Raben- und untere
Rodstrasse zwar aufzugreifen, jedoch dann umzulenken und damit den direkten visuellen
Zusammenhang zum Stadtgarten zu unterbrechen.
Die gew├Ąhlte Geb├Ąudekonfiguration schafft sowohl im Norden, als auch im S├╝den
angemessen dimensionierte Freir├Ąume.
Ebenfalls kontrovers diskutiert wird die Qualit├Ąt der innen liegenden, schmalen, Nord-
S├╝dorientierten Freir├Ąume.
Bedauert wird dar├╝ber hinaus, dass nur sehr wenige markante Baumstrukturen das
Geb├Ąudeensemble ÔÇ×auf Augenh├ÂheÔÇť erg├Ąnzen, was insbesondere f├╝r die westlich
angrenzende Wohnbebauung eine verbindliche Geste gewesen w├Ąre.
Schallschutz: Leider ber├╝cksichtigt der Entwurf die Anforderungen des Schallschutzes
gegen├╝ber dem s├╝dlich ausgerichteten Jugendzentrums ÔÇ×Kupferd├ĄchleÔÇť nur unzureichend:
Eine Vielzahl von schutzbed├╝rftigen R├Ąumen sind zum Jugendzentrum ausgerichtet. Um die gesetzlichen Anforderungen des Schallschutzes gegen├╝ber des Jugendzentrums zu erf├╝llen, m├╝ssten schutzbed├╝rftige R├Ąume auf der S├╝d- und der Westfassade des s├╝dlichen Bauk├Ârpers mit technischen L├╝ftungseinrichtungen versehen werden. ├ľffenbare Fenster w├Ąren dort nicht zul├Ąssig.