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Einladungswettbewerb | 02/2012

Wohnbebauung "Mariengarten"

Ansicht Puschkinstra├če

Ansicht Puschkinstra├če

1. Preis

Osterwold┬░Schmidt EXP!ANDER Architekten BDA PartGmbB

Architektur

Erl├Ąuterungstext

Erl├Ąuterungen

Die heterogene Stadtstruktur der unmittelbaren Umgebung in Historie der Bebauung und der Erschlie├čungsadern gab wesentliche Einflussfaktoren f├╝r die Idee der neuen Geb├Ąudestrukturen vor.
Die vorgefundene fast oasenartige Atmosph├Ąre inmitten Erfurts, beeindruckt durch die mittlerweile parkartige Anlage des Mariengartens mit attraktivem Baumbestand. Sie wird f├╝r diesen Entwurf als wertvoller und also erhaltenswerter Faktor zur Implementierung von Wohnen in der Stadt betrachtet.
Diese wesentliche Ma├čgabe und das Spannungsfeld der Nachbarbebauung vom Gro├čma├čstab des Presseclubs und der gegen├╝ber liegenden Stra├čenseite ├╝ber die ehemalige Wohn-Stall-Remise bis zur repr├Ąsentativen sp├Ątklassizistischen Wolfschen Villa f├╝hrten zur Entwicklung einer neuen Bebauung mit drei Geb├Ąuden, die als Einzelgeb├Ąude die j├╝ngere radiale Flucht der Puschkinstra├če nachzeichnen und gleicherma├čen eine Verzahnung mit dem Baugrundst├╝ck erzielen. Die sternf├Ârmige Grundform der Einzelh├Ąuser erm├Âglicht somit Reaktion auf die Ausrichtung zur Erschlie├čungsstra├če als auch zur stadtgeschichtlich ├Ąlteren Parzellierungsrichtung zwischen Dalbergsweg und Hirschlache. Strukturell wird dadurch das Bild des Stra├čenzuges vervollkommnet und attraktive Freir├Ąume am Mariengarten zum Wohnen rektangul├Ąr eingefangen.
Diese prinzipielle Rechtwinkligkeit liegt auch den einzelnen Geb├Ąudefl├╝geln zu Grunde. Sie schafft:
- eine maximal wirtschaftliche Bauweise durch einfache Konstruktion,
- fexible Wohnungszuschnitte auf einfacher Grundform.
Die sternf├Ârmige B├╝ndelung jeweils dreier Geb├Ąudefl├╝gel jedoch er├Âffnet:
- differenzierte Wohnraumangebote zueinander,
- dreiseitige nat├╝rliche Belichtung jeder Wohnung,
- eine maximal wirtschaftliche Erschlie├čung als Dreisp├Ąnner mit resultierend attraktivem Erschlie├čungskern (Gro├čz├╝gigkeit durch Leistungsst├Ąrke).
Die Y-Form der H├Ąuser wirkt zwar dem vordergr├╝ndigen Erkennen der Rechtwinkligkeit entgegen, schafft vor allem aber wie selbstverst├Ąndlich vielf├Ąltige Raumbildungen:
- innenr├Ąumlich mit dem Erschlie├čungskern (Treppenhaus mit Galerieauge, Oberlicht und ausgerundeten Winkeln),
- die Assoziation ein Geb├Ąudefl├╝gel = ein Haus,

- der maximale Baumerhalt,
- Verzahnung der Geb├Ąude zum Mariengarten statt tangentialer Bebauung
- rhythmische Anordnung entlang der Puschkinstra├če schafft Wechselbild einer ÔÇ×halboffenen blockrandartigen BebauungÔÇť durch Orientierung eines Fl├╝gels an der Radialen und Hofbildung zwischen zwei Sternh├Ąusern durch die jeweils in die Tiefe strebenden Geb├Ąudefl├╝gel.

Damit wird die st├Ądtische Pr├Ąsenz der Bebauung zur Stra├čenseite erzeugt und ein r├Ąumlicher Empfang zur Stra├če gestaltet.
Die Geb├Ąudefl├╝gel erm├Âglichen eine geschossweise Abstufung, die in Ann├Ąherung an die anschlie├čenden Bestandsgeb├Ąude von den stattlichen f├╝nfgeschossigen Stra├čengiebeln bis zur Dreigeschossigkeit vermitteln.

Zugunsten des Baumbestandes wird die Parkierung im s├╝dlichen Grundst├╝cksbereich mit Teil├╝berbauung eingeordnet. Hier besteht eine direkte Verbindung durch den Keller des Hauses. Die weiteren H├Ąuser erhalten eine Teilunterkellerung f├╝r Abstellr├Ąume und Technik. Die Tiefgarage wird ├╝ber die Parkwege und die Au├čentreppe auch unabh├Ąngig von der Rampe erschlossen.

Die Parkwege umspielen in ihrem polygonalen netzartigen Verlauf die neuen Geb├Ąude und erm├Âglichen mit Aufweitungen und Verengungen sch├Âne Angebote f├╝r Aufenthalt und Begegnung. Ideal aber nicht zwangsl├Ąufig w├Ąre eine gesamtheitliche Wegef├╝hrung und Gestaltung des Mariengartens unabh├Ąngig von der k├╝nftigen Grundst├╝cksteilung.

Das Umspielen der Geb├Ąude setzt sich in den Balkonen der Geschosse fort. Sie ├Âffnen die Wohnungen zu den stra├čenabgewandten Seiten, verspannen die Geb├Ąudefl├╝gel und schaffen so variable Balkontiefen, Loggia├╝berdachungen oder auch gesch├╝tzte Hauseing├Ąnge.

Das Erscheinungsbild der drei Sternh├Ąuser wird in der spannungsvollen Kombination aus Klinker-, Putz- und Glasfl├Ąchen vorgeschlagen - wobei der Klinker (ein Steinbild pro Haus z.B. gelb-grau; grau-beige und grau-rot) Stra├čenseite, Sockelzonen und Attikabereiche sch├╝tzt und st├Ąrkt, w├Ąhrend die Putzfl├Ąchen Balkone und Loggien begleiten und Glas f├╝r die Fenster zum Einsatz kommt und mattiert als Gel├Ąnder und Reflektor der B├Ąume dient.
Ansicht Parkseite Mariengarten

Ansicht Parkseite Mariengarten

Ansicht Puschkinstra├če

Ansicht Puschkinstra├če

Ansicht Puschkinstra├če (Presseklub)

Ansicht Puschkinstra├če (Presseklub)

Modellfoto

Modellfoto

Grundriss EG mit Freianlagen

Grundriss EG mit Freianlagen