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Einladungswettbewerb | 06/2007

Wohnen am Eltzhof

Anerkennung

Eller + Eller Architekten

Architektur

ErlÀuterungstext

Wettbewerb Wohnen am Eltzhof in Köln-Wahn


Planung Mai 2007
GrĂ¶ĂŸe des
Planungsgebiets: ca. 43.500 mÂČ (Brutto-GrundstĂŒcksgrĂ¶ĂŸen)
Wohnungen 240 WE mit WohnungsgrĂ¶ĂŸen von 60-180 mÂČ
BGF ca. 38.000 mÂČ
WoFL ca. 36.100 mÂČ

Neuer Wohn-, Gewerbe- und MischbauflĂ€chen entstehen am Ortsrand von Wahn sĂŒdlich von Köln. Besondere energetische Überlegungen qualifizieren das Planungsgebiet fĂŒr das Programm „50 Solarsiedlungen in NRW“.

StĂ€dtebaulich wird der Nahbereichs Wahn und die Anbindung an die vorhandene S-Bahn-Station unter BerĂŒcksichtigung der unter Denkmalschutz stehenden Burg Wahn gestĂ€rkt. Burg und der ebenfalls denkmalgeschĂŒtzte Eltzhof rĂŒcken stĂ€rker in die Ortsmitte und bilden damit einen besonderen Identifikationspunkt. Im sĂŒdlichen Planungsbereich sind Einzelhandelseinheiten zur UnterstĂŒtzung einer Weiterentwicklung des Nahversorgungsangebots zwischen dem Ortskern Wahn und dem bestehenden S-Bahnhof untergebracht.

Teile der neuen Wohnbebauung begleiten als lebendiger „LĂ€rmschutzriegel“ die Haupterschließungsstraße und fassen die StraßenrĂ€ume. Die stark variierenden Grundrisse verfĂŒgen ĂŒber Loggien, zweigeschossige WintergĂ€rten und Dachterrassen. WohnrĂ€ume öffnen sich ĂŒber zwei Geschosse. Maisonettewohnungen bieten, ĂŒbereinander gestapelt, abwechslungsreiche Wohnformen. Die ebenerdigen Wohneinheiten verfĂŒgen ĂŒber GĂ€rten und sind optional behindertengerecht. AufzĂŒge lassen in den Obergeschossen komfortables und generationenĂŒbergreifendes Wohnen zu. Eine interne Fußwegerschließung ermöglicht das gefahrlose Erreichen der vorgesehenen Kinderbetreuungseinrichtungen. In unmittelbarer NĂ€he zur Burg Wahn bildet eine aufgelockerte Bebauung aus höherwertigen Eigentumswohnungen ein zurĂŒckhaltendes GegenĂŒber.

Entlang der Stichstraßen entstehen EinfamilienhĂ€user. Aus energetischen Überlegungen wurde hier mit verdichteten Wohnformen experimentiert. Das Ergebnis sind KettenhĂ€user, die wiederum aus aneinander gefĂŒgten DoppelhĂ€usern bestehen. Ein Hauptbaukörper wird durch niedrigere SeitenflĂŒgel erweitert und bietet den Vorteil minimierter Verschattung in Verbindung mit einer starken Verdichtung und gefassten AußenrĂ€umen. Die Grundrisse erlauben eine Öffnung der RĂ€ume in verschiedene Richtungen. Die Wohnstraßen werden durch die HöhenversprĂŒnge der Ketten- und EinfamilienhĂ€user rhythmisiert und akzentuiert. Wohnzeilen und EinfamilienhĂ€user bilden eine architektonische Einheit. Geothermische Anlagen und SonnenkollektorflĂ€chen auf den DĂ€chern gewĂ€hrleisten eine Ressourcen schonende BrauchwassererwĂ€rmung. Vorbereiche mit Gliederungselementen ermöglichen die Unterbringung von bis zu drei Privat-PKW auf den GrundstĂŒcken. BesucherparkplĂ€tze werden im Straßenraum angeboten und dienen gleichzeitig der Verkehrsberuhigung.

Die freistehenden EinfamilienhĂ€user lassen Wohneinheiten in Passivhaus-Bauweise zu. Ein begehbares Dach, ein in Teilen zweigeschossiger Wohnraum und entsprechende GrundstĂŒcksgrĂ¶ĂŸen weisen an dieser Stelle die Möglichkeiten energetisch optimierter Einfamilienhaustypen nach. Die Wohneinheiten ermöglichen die Anpassung an persönliche NutzerwĂŒnsche vom Zimmer-Haus bis zum offenen Zonen-Haus.

Ein GrĂŒnzug lĂ€sst Blickbeziehungen zu den stĂ€dtebaulichen Identifikationsfiguren frei.