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Nichtoffener Wettbewerb | 02/2020

Wohnen und Arbeiten in Moritzhöfen, Bayreuth

Visualisierung Perspektive Straße

Visualisierung Perspektive Straße

1. Preis

Preisgeld: 19.000 EUR

H2M Architekten

Architektur, Stadtplanung / Städtebau

DE BUHR LA

Landschaftsarchitektur

Hauck.Modelle Konzept + Realisation

Modellbau

Erläuterungstext

Konzept_ Städtebaulicher Kontext
Der Entwurf nimmt die relevanten Bez√ľge des heterogenen Umfelds und dessen R√§umlichkeit zum Ausgangspunkt f√ľr einen eigenst√§ndiges Quartier differenzierter Architekturen und Stadtraumqualit√§ten. Ein robustes identit√§tsstiftendes Konzept f√ľr eine abschnittsweise Entwicklung entsteht. Die 3 Wohnh√∂fe orientieren sich um qualit√§tvoll gestaltete Innenh√∂fe und haben Bezug zum √ľbergeordneten Quartiersplatz, der die Schnittstellenfunktion zum angrenzenden Umfeld schafft und mit dem Quartierszentrum soziale Verkn√ľpfungen erm√∂glicht. Die Hochpunkte schaffen Bez√ľge zum Umfeld und schaffen stadtr√§umliche Akzente.

Bauabschnitte_ Funktionsverteilung
Im BA I werden 130 Wohnungen um den Wohnhof und das Quartierszentrum geschaffen. Der BA II umfasst das Parkdeck mit 312 Stellpl√§tzen und die Verwaltung mit 2.800 m¬≤ Geschossfl√§che. Danach kann im BA IIIa der Kindergarten und ca. 120 Wohnungen, sowie der BA IIIb mit ca. 125 Wohnungen erg√§nzt werden. Die K√∂rnung der Wohnbebauung um die Wohnh√∂fe erm√∂glicht innerhalb des jeweiligen Bauabschnittes nochmals eine Gliederung in haus- bzw. abschnittsweise Realisierungsschritte. Die Abstandsfl√§chen im BA I (Bebauung nach ¬ß 34 BauGB) sind 1H gem. Art. 6 BayBO unter Anwendung des 16m-Privilegs. F√ľr alle anderen BA¬īs gilt der Bebauungsplan mit H/2.

Erschließung
Die Erschlie√üung erfolgt im 1. Bauschritt √ľber die Leibnizstra√üe und im 2. und 3. Bauschritt √ľber die Ludwig-Thoma-Stra√üe. Die Peter-Rosegger-Stra√üe des √∂stlichen Wohnumfeldes wird so wenig wie m√∂glich belastet. Innerhalb des neuen st√§dtebaulichen Quartiers liegen die Eing√§nge zu den Parkgeschossen, m√∂glichst nahe an den Quartiersr√§ndern, um das Quartier so wenig wie m√∂glich zu belasten. Die verkehrliche Erschlie√üung wird so gering und effizient wie m√∂glich gehalten, um eine qualit√§tvolle fu√ül√§ufige Durchquerung des Quartiers nach Nord-S√ľd und Ost-West zu erm√∂glichen und eine hohe Nutzungs- und Aufenthaltsqualit√§t zu schaffen.

Parkierung
Der ruhende Verkehr ist in den Parkgaragen unter den Wohnh√∂fen untergebracht. Alle H√§user sind innerhalb der Wohnh√∂fe durch die jeweils gemeinsame Tiefgarage verbunden; jeder Bewohner hat also direkten Wohnungszugang. Die Tiefgarage ist nat√ľrlich bel√ľftet und belichtet. Die gesamte Anlage ist barrierefrei gem. DIN 18040 konzipiert. H√∂henspr√ľnge werden √ľber Rampen √ľberwunden, die Geb√§ude sind mit behindertengerechten Tragen geeigneten Fahrst√ľhlen (1,40 / 2,10) ausgestattet, die einen barrierefreien Zugang von der Tiefgarage bis in die Wohnung erm√∂glichen. Die geforderte Parkierung wird gem√§√ü Auslobung abgebildet. Schl√ľssig wird am Arbeits- und Sozialgericht der neue Verwaltungsbaustein (IV Geschosse 2.800 qm Geschossfl√§che gesamt) mit Parkgarage im UG (insgesamt 101 Stellpl√§tze) angelegt. Stra√üenbegleitend zur Ludwig-Thoma-Stra√üe wird eine kompakte, zu den Wohnfeldern gestaffelte Parkgarage mit 312 Stellpl√§tzen mit intensiver Dachbegr√ľnung entwickelt.

Wohnquartier _ Adressierung _ Quartiers-/Moritzplatz
Den verkn√ľpfenden Quartiersplatz (Moritzplatz) umgeben die 3 Wohnfelder mit den drei Wohnh√∂fen, die stra√üenbegleitend durch den sp√§ter zu realisierenden Wohnriegel entlang der Leibnizstra√üe komplettiert werden k√∂nnen. Im ersten Bauschritt werden um den Wohnhof 130 Wohnungen mit differenziertem Wohnungsmix geschaffen. Im BA IIIa und IIIb k√∂nnen ca. weitere 245 Wohnungen erg√§nzt werden. Hoher Wert wurde auf identit√§tsstiftende gemeinschaftliche Freir√§ume und Kommunikationsorte gelegt (Wohnh√∂fe, Treppenr√§ume, Dachg√§rten,‚Ķ.).Das Quartierszentrum orientiert sich am Quartiersplatz und die in die Wohnfelder eingestreuten Dienstleistungs- und √∂ffentlichen Nutzungen liegen an den verkn√ľpfenden Pl√§tzen und Freir√§umen. Die neuen Wohnfelder nehmen die kleinteilige K√∂rnung der im Osten anschlie√üenden Wohnbebauung auf und umschlie√üen ge√∂ffnete, identit√§tsstiftende Wohnh√∂fe. Die Hochpunkte des neuen Quartiers markieren die Quartierseing√§nge und umschlie√üen den neuen Moritzplatz, der sich zum einen schl√ľssig aus den bestehenden Gr√ľnstrukturen Richtung R√∂hrensee entwickelt und zum anderen eine starke soziale Verkn√ľpfung in das angrenzende Wohnquartier aufbaut. Die Adressierung der Wohnfelder ist klar Richtung Leibniz / Ludwig-Thoma-Stra√üe und dem √∂stlich angrenzenden Wohnumfeldern entlang der Peter-Rosenegger-Stra√üe aufgebaut. Es entstehen eigenst√§ndige identit√§tsstiftende Adressen mit hohen sozial ‚Äď und freir√§umlichen Qualit√§ten.

Vertiefungsbereich_ 1.BA_ Wohnen
Die Wohnanlage des 1. Bauabschnitts wird als differenziert gestaltete Einheit um den Wohnhof begriffen und greift in der K√∂rnung (gestaffelt addierte Bauk√∂rper) dennoch die Strukturen des Umfelds auf. Gemeinschaftliches Wohnen und soziale Verkn√ľpfung stehen neben den wirtschaftlich organisierten Geb√§udestrukturen und Grundrissen im Vordergrund. Daher werden alle Wohnungen √ľber gro√üz√ľgige, qualit√§tvoll gestaltete Treppenh√§user erschlossen. Diese bieten neben der wirtschaftlichen Erschlie√üungsfunktion (5 ‚Äď 9 Sp√§nner) hohe Aufenthalts- und Begegnungsqualit√§t und schaffen gerade im gef√∂rderten Wohnungsbau Raum f√ľr soziale Kontakte und entstehende Nachbarschaften. Die Grundrisse sind funktional und gut m√∂blierbar organisiert und bilden den vorgegebenen Wohnungsmix ab, wobei durchg√§ngig versucht wurde, die Wohnungsgr√∂√üen um ca. 5 ‚Äď 10 % zu unterschreiten, um eine hohe Wirtschaftlichkeit und Vermietbarkeit zu garantieren. Die meisten Grundrisse sind so organisiert, dass nutzungsneutrale Zimmer variable Nutzungen zulassen und m√∂glichst flexibel genutzt werden k√∂nnen; die Schaltbarkeit der Wohnungen untereinander ist durchg√§ngig gegeben. Die gr√∂√üeren Wohnungen sind grunds√§tzlich mindestens 2-seitig orientiert und es wurde auf eine horizontale Durchmischung der Wohnungsgr√∂√üen gro√üer Wert gelegt. Auch die kleineren Kompakt-wohnungen bieten √ľber gut durchdachte Details (‚Äěenfilade‚Äú) r√§umliche Gro√üz√ľgigkeit und vielf√§ltige Nutzungsm√∂glichkeit. Alle Wohnungen sind barrierefrei gestaltet und die behindertengerechten Wohnungen befinden sich im Erdgeschoss.

Erschliessung 1. BA TRH _ Effizienz + Kommunikation
Die Wohnanlage des 1. Bauabschnitts wird als differenziert gestaltete Einheit um den Wohnhof begriffen und greift in der K√∂rnung - gestaffelt addierte Bauk√∂rper - dennoch die heterogene Struktur des Umfelds auf. Gemeinschaftliches Wohnen und soziale Verkn√ľpfung (Nachbarschaft und Kommunikation) stehen neben den wirtschaftlich organisierten Geb√§udestrukturen und Grundrissen im Vordergrund und schaffen hohe sozialr√§umliche Qualit√§ten. Daher werden alle Wohnungen √ľber gro√üz√ľgige, qualit√§tvoll gestaltete Treppenh√§user erschlossen, die mit Luftr√§umen, gro√üen Oberlichtern und Kommunikationsm√∂glichkeiten ausgestattet sind. Diese bieten neben der wirtschaftlichen Erschlie√üungsfunktion (5 ‚Äď 9 Sp√§nner) hohe Aufenthalts- und Begegnungsqualit√§t und schaffen gerade im gef√∂rderten Wohnungsbau Raum f√ľr soziale Kontakte und entstehende Nachbarschaften. An den Treppenr√§umen sind geschossweise Abstellbereiche f√ľr Kinderwagen, Rollator etc. zugeordnet. Die Treppenr√§ume sind im Erdgeschoss zu den Erschlie√üungsfl√§chen durchgesteckt und bieten Raum f√ľr Abstellm√∂glichkeiten und Fahrr√§der.

Kommunikation_ Soziale Identität
Die kompakte Wohnanlage schafft beste Voraussetzungen f√ľr eine wirtschaftliche kompakte Realisierung und Abbildung des Wohnungsgef√ľges. Gleichzeitig wird durch den qualit√§tvollen Innenhof ein identit√§tsstiftender Freiraum f√ľr alle Bewohner geschaffen. Dennoch haben alle Wohnungen individuelle Freir√§ume (Loggien und Balkone). Zus√§tzliche Identifikationsorte von hoher Aufenthaltsqualit√§t entstehen auf den gro√üen Gemeinschaftsdachg√§rten, die allen Bewohnern zur Verf√ľgung stehen. Weiterhin erm√∂glichen die gro√üz√ľgig gestalteten Treppenh√§user ein qualit√§tvolles r√§umliches Miteinander und Raum f√ľr soziale Kontakte.

Freiraum und Gr√ľnraumstrukturen
Der von S√ľden ankommende Gr√ľnkorridor, mit den Natur- und Naherholungs-r√§umen Aubauch / R√∂hrensee wird aufgenommen und die fragmentarisch bestehenden Geh√∂lzstrukturen entlang der Ostseite des neuen Quartiers als ‚Äěgr√ľnes R√ľckgrat‚Äú weiterentwickelt. Zus√§tzlich fungiert der neue Gr√ľnzug als attraktive Fu√ü- und Radwegverbindung zwischen Innenstadt und R√∂hrensee, der f√ľr Leben und Austausch mit der umliegenden Nachbarschaft sorgt. Folgerichtig zieht sich dieses Gr√ľn √ľber die Innenh√∂fe, den Quartiersplatz und den wegebegleitenden Wiesen netzartig √ľber das gesamte Planungsgebiet bis zu den Alleen an der Leibnitz- und Ludwig-Thoma-Stra√üe. In Verbindung mit den intensiv bepflanzten Dachg√§rten und extensiv begr√ľnten Flachd√§chern entsteht so ein zeitgem√§√ües, stadt√∂kologisch qualit√§tvolles Quartier zum Wohnen und Arbeiten mit hoher Aufenthaltsqualit√§t.

Höfe
Die Innenh√∂fe der Baufelder werden als attraktive Gartenh√∂fe f√ľr die Bewohner verstanden. Zoniert werden die H√∂fe durch eine geb√§udenahe Vorgartenzone aus niedrigen Str√§uchern und Gr√§sern, die etwas Distanz zwischen privaten und √∂ffentlichen Bereichen schafft. Die organisch angelegten Rundwege dienen zur sekund√§ren Erschlie√üung der Geb√§ude bzw. in breiteren Teilbereichen als Aufenthaltsfl√§chen f√ľr Bewegungsspiele oder Hoffeste. Als zentrale Mitte fungiert eine f√ľr die Bewohner multifunktional nutzbare Wiese mit Bl√ľtenb√§umen. Jeder Hof erh√§lt einen kleinen Spielplatz mit Sand- und Spielger√§ten f√ľr kleinere Kinder.

Quartiersplatz
Vom √∂stlichen Gr√ľnzug ausgehend wird der Quartiersplatz intensiv mit B√§umen bepflanzt und √ľberwiegend unversiegelt, mit wassergebundener Oberfl√§che erstellt. Zus√§tzlich bildet eine niedrige Hecke (H: ca. 1.20m) √ľbersichtliche Raumgrenzen zur umliegenden Erschlie√üung. Der multifunktionale Gemeinschaftsplatz soll von den Bewohnern als zentraler Treffpunkt z.B. f√ľr Feste, Flohm√§rkte, Public Viewing etc. nutzbar sein. Zus√§tzlich gibt es thematisch zwei Schwerpunkte. Im westlichen Teil wird ein Spielbereich f√ľr Jugendliche und junge Erwachsene mit entsprechender Ausstattung, z.B. Tischtennis vorgesehen. Im s√ľdlichen Platzteil werden B√ľrgerg√§rten angeboten, die von interessierten Bewohnern gemeinschaftlich gestaltet und gepflegt werden sollen ‚Äěurban gardening‚Äú.

Erschließung und Wege
Die Wege innerhalb des Wohnquartiers sind Autofrei und werden durchwegs von offenen Wiesenfl√§chen mit Baum- und Strauchpflanzungen begleitet. Gleichzeitig sind die Hauptwege f√ľr Rettungsfahrzeuge und tempor√§re Anlieferungen befahrbar. Gegebenenfalls notwendige Aufstellfl√§chen f√ľr die Feuerwehr werden als Schotterrasenfl√§chen ausgebildet.

Freiflächen Kita
Im unmittelbar nördlich des Quartiersplatzes angrenzende Baukörper ist ein Kindergarten vorgesehen. Dessen Freiflächen gliedern sich in eine große Spielfläche im Innenhof, in eine Gartenzone mit Terrassen entlang der östlichen Fassaden sowie in eine Spielwiese in unmittelbarer Nähe. Die verschiedenen Gruppen und Altersbereiche können so aufgeteilt werden.

Gestalt_ Konstruktion_ Material_ Einfach identitätsstiftend Bauen
Vor dem Hintergrund einer zunehmend komplizierteren Bautechnologie und immer h√∂herer Kosten f√ľr den Wohnungsbau, die sich in erster Linie aus separat optimierten Bauteilen, die schichtenweise kombiniert werden und damit kosten- und zeitintensive Bauprozesse mit sich ziehen, entstehen, wurde versucht, ein Konzept des einfachen Bauens vorzuschlagen. Die Au√üenw√§nde werden als monolithische Wandkonstruktionen aus massiven, 42 cm starken Ziegelw√§nden im Euromodul vorgeschlagen, die alle Anforderungen an Tragwerk, W√§rmeschutz und Bauphysik erf√ľllen und auch in rationaler Ziegelfertigbauweise erstellt werden k√∂nnen. Damit kann sowohl auf ein W√§rmed√§mmverbund-System als auch Gro√üteils auf aufwendige Verbindungsbauteile verzichtet werden. Zudem kann die Bauzeit erheblich reduziert werden. Die vorgeschlagenen Grundrisse sind auf einem klaren regelm√§√üigen Tragsystem in Schottenbauweise mit kurzen Spannweiten (3,50 ‚Äď max. 5,00 m) aufgebaut und k√∂nnen dadurch mit wenigen standardisierten Bauteilen vorgefertigt werden. S√§mtliche Rohbauteile werden mit wenigen vorfabrizierten Elementen werkseitig hergestellt und zeit- und kostensparend auf der Baustelle zusammengef√ľgt. Die vorgeschlagene Fertigbauweise garantieren eine schnelle Realisierbarkeit. Die vorgeschlagene Massivbauweise verbindet sehr guten Schallschutz mit hohem thermischen Nutzungskomfort. Es werden nat√ľrliche Materialien als Bodenbel√§ge (Naturstein in TRH, Parkett‚Ķ) vorgeschlagen. Insgesamt wird auf nachhaltige Materialien und Konstruktionen Wert gelegt. Die Au√üenfassade verzichtet auf W√§rmed√§mmverbundsysteme und die monolithische Ziegelwand wird mit handwerklichem Putz und leichtem Relief zur√ľckhaltend und hochwertig in changierenden Erdt√∂nen gestaltet. Als Sonnenschutz wird ein Raffstore vorgeschlagen. Trotz der wirtschaftlichen √∂konomischen Bauweise entsteht ein differenziert gestaltetes, Individualit√§t darstellendes Wohngeb√§ude, das mit einer klaren Lochfassade und den feinen Vor- und R√ľckspr√ľngen Bez√ľge zum historischen Umfeld des Areals sowie auch zu den Nachbarbebauungen aufbaut. Insgesamt entsteht ein differenzierter, qualit√§tvoll gestalteter Wohnungsbau.

Realisierbarkeit und Wirtschaftlichkeit
Im Hinblick auf die abschnittsweise Realisierbarkeit wird mit dem vorliegenden st√§dtebaulichen Konzept ein robustes, in Abschnitten gut realisierbares Konzept f√ľr eine langfristige st√§dtebauliche Entwicklung gegeben und dabei wurde darauf geachtet, dass auch innerhalb der einzelnen Realisierungsschritte bereits identit√§tsstiftende Qualit√§ten entstehen. Die kompakte Bauweise schafft trotz hoher Aufenthalts- und Freiraumqualit√§ten eine zeitgem√§√üe Dichte und hohe Wirtschaftlichkeit. Die geringen Erschlie√üungs- und Versiegelungsfl√§chen tragen hierzu bei. Die oben beschriebene Konstruktion des ersten Bauschrittes und die komprimierte √∂konomische Bauweise schaffen hervorragende Bedingungen f√ľr eine wirtschaftliche Realisierung, geringe Bau- und Folgekosten, und damit eine Konzentration auf den Wohnwert f√ľr die Bewohner. Die geringf√ľgigen Erschlie√üungskosten des sehr wirtschaftlichen Erschlie√üungssystems unterstreichen dieses Konzept.

Insgesamt entsteht ein differenziert gestaltetes, identit√§tsstiftendes neues Wohnquartier, was ein qualit√§tvolles robustes st√§dtebauliches R√ľckgrat f√ľr ca. 375 Wohnungen schafft und durch das Aufgreifen des R√∂hrenseegr√ľnzugs und den √∂stlichen Quartiersplatz soziale Bez√ľge zum Umfeld aufbaut und sich damit hervorragend und identit√§tsstiftend in das st√§dtebauliche Umfeld Bayreuths eingliedern wird.

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf √ľberzeugt mit einer klaren st√§dtebaulichen Figur und einer Gliederung in drei gut geschnittene Wohnh√∂fe. Die Parkgarage und das Verwaltungsgeb√§ude sind im Norden richtig platziert und beeintr√§chtigen das Wohnquartier nicht. Die Ausbildung √∂ffentlicher und privater R√§ume ist gut gel√∂st. Durch die differenzierte H√∂henentwicklung der Geb√§ude entsteht ein lebhafter Gesamteindruck.
Die Erschlie√üung erfolgt ausschlie√ülich von Westen und S√ľden von den leistungsf√§higen Stra√üen. Die untergeordnete Peter-Rosegger-Stra√üe wird nicht durch zus√§tzlichen Fahrverkehr belastet. Durch dieses Konzept wird Durchgangsverkehr vermieden und eine gute Wegevernetzung f√ľr Fu√üg√§nger und Radfahrer gesichert. Die √∂stliche Fu√ü- und Radwegeverbindung mit Gr√ľnbegleitung von der Innenstadt Richtung R√∂hrensee wird als Gr√ľnverbindung interpretiert.
Trotz intensiver Bebauung des Wettbewerbsgebiets gelingt es den Verfassern, ansprechende Freir√§ume herausarbeiten. Attraktiv gestaltete und passend zonierte, gr√ľne Innenh√∂fe versprechen ein ansprechendes Wohnumfeld. Im Norden des Quartiers √ľberzeugt der Baumplatz als neues, landschaftsarchitektonisches Element im Verbindung mit dem Sozialgerichtshof. Der Moritzhof genannte Quartiersplatz im Zentrum der Wohnbebauung liegt richtig und verbindet die bestehende Wohnbebauung auf gelungene Weise mit dem neuen Wohnquartier. Die Kita-Freifl√§chen sollten in eindeutigem Zusammenhang mit der Betreuungseinrichtung stehen.
Durch die √Ėffnung gelingt den Verfassern eine einladende Geste ‚Äď nach au√üen wie auch nach innen. Der Quartiersplatz bindet alle drei Wohnh√∂fe an, b√ľndelt alle √∂ffentlichen Nutzungen und quartierserg√§nzenden Versorgungen. Ob der niedrige Bauk√∂rper in dieses Konzept passt oder die Nutzung nicht besser in ein Geb√§ude integriert werden sollte, wird im Preisgericht diskutiert.
Einen Mehrwert bilden die begr√ľnten Dachterrassen, wodurch auch das Verh√§ltnis BGF zu den unversiegelten Au√üenfl√§chen beg√ľnstigt wird.
Den Stellplatzbed√ľrfnissen der verschiedenen Bauherren wurde durch Tiefgaragen unter den Wohnh√∂fen und eine separate Parkgarage Rechnung getragen, ohne das Ensemble zu st√∂ren. Die Bauabschnitte lassen sich gut getrennt voneinander umsetzen. Der Entwurf l√§sst sich abschnittsweise gut realisieren, auch ohne den vierten Bauabschnitt.
Die Fassaden sind klar gegliedert, zeitgem√§√ü und angemessen gestaltet. Durch Ausbildung eines Hochparterres entsteht Sichtschutz f√ľr die Erdgeschosswohnungen. Die innere Erschlie√üung ist effizient. Die Luftr√§umen in den Treppenh√§usern erm√∂glichen eine nat√ľrliche Belichtung und lassen die Erschlie√üung gro√üz√ľgig erscheinen. Durch die durchgesteckten Grundrisse und eine Orientierung nach S√ľden wird eine hohe Wohnqualit√§t erreicht.
Die quartierserg√§nzenden Nahversorger am Quartiersplatz lassen eine hohe Nutzungsqualit√§t und Frequenz erwarten. Zu pr√ľfen w√§re, ob die Erdgeschosszone zur st√§rker befahrenen Ludwig-Thoma-Stra√üe nicht besser gewerblich genutzt werden sollte.
Visualisierung Perspektive Innenhof

Visualisierung Perspektive Innenhof

Städtebau

Städtebau

Lageplan

Lageplan

Vertiefungsteil Wohnen Grundriss Erdgeschoss

Vertiefungsteil Wohnen Grundriss Erdgeschoss

Vertiefungsteil Wohnen Grundriss Obergeschoss

Vertiefungsteil Wohnen Grundriss Obergeschoss

Präsentationsplan 1

Präsentationsplan 1

Präsentationsplan 2

Präsentationsplan 2

Präsentationsplan 3

Präsentationsplan 3