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Einladungswettbewerb | 11/2025

Wohngebiet an der Malchinger Straße in Fürstenfeldbruck

Visualisierung

Visualisierung

ein 2. Preis

Preisgeld: 9.000 EUR

StudioVlayStreeruwitz ZT-GMBH

Stadtplanung / Städtebau

bauchplan ).(

Landschaftsarchitektur

Beurteilung durch das Preisgericht

Der Entwurf zeichnet sich durch eine städtebaulich behutsame Setzung aus, die sich gut in das städtebauliche Umfeld einfügt. Der "schräge Anger", der durch die Verbindung der zwei Erschließungsseiten entsteht, gliedert das Quartier in zwei klare Bereiche und bietet so eine differenzierte Abfolge unterschiedlicher Wohnhöfe. Diese sind nach außen geöffnet und stellen eine Verbindung im Freiraum zur nachbarlichen Bebauung her. Die Quartiersgarage fällt durch die Massivität aus der Gebäudekörnung heraus und wirkt so in der Wichtigkeit unangemessen. Hier wird bedauert, dass die Optionen, die sich durch eine mögliche südwestliche Erschließung ergeben würden, nicht entsprechend berücksichtigt wurden.
Es wird im Wesentlichen auf der bisher versiegelten Fläche gebaut. So kann der Baumbestand im nördlichen Bereich weitestgehend erhalten werden. Die Höhenentwicklung bleibt gegenüber dem benachbarten Siedlungsbereich niedrig und steigt in Richtung Anger und in Richtung des westlichen Waldes auf bis zu fünf Geschosse an, was eine gute Einfügung in die Umgebung bewirkt. Durch die
offene Hofstruktur ist ein guter Luftaustausch gewährleistet.

Die klaren Riegel und Punktgebäude bieten in der Ausformulierung eine hohe Flexibilität im Wohnungsmix und in der Grundrissgestaltung. Die Orientierung an den Höfen bietet die Möglichkeit einer guten Nachbarschafts- und Adressbildung. Durch die gezielte Setzung der Baukörper ist eine gute Belichtung größtenteils sichergestellt, was die Wohnqualität zusätzlich erhöht. Das vielfältige Wohnangebot bietet die Voraussetzung für eine durchmischte Bewohnerschaft.
Die Anordnung der Gemeinschaftsangebote an den zwei geplanten Plätzen wird als sinnvoll erachtet.
Die Bündelung der Stellplätze in einer einzigen Quartiersgarage im ersten Bauabschnitt wird in der Realisierung wirtschaftlich kritisch betrachtet, und auch deren Situierung am Stadteingang ist fraglich.
Der Anger soll nur von Nutz- und Rettungsfahrzeugen zur Befahrung genutzt werden. Wie das trotz der vorhandenen Stellplätze und der Positionierung der Kita mit dem Hol- und Bringverkehr sichergestellt werden kann, lässt die Arbeit offen. Die im Piktogramm dargestellte grüne Verbindung zwischen dem nördlichen und südlichen Wald ist in der Ausformulierung im Lageplan leider nicht so prägnant erkennbar. Der Anger ergibt eine gute gestaffelte Raumfolge, die in der Ausformulierung und Differenzierung der Nutzung leider noch nicht eindeutig ist. Auch die wechselnde Orientierung der Gebäudezugänge zum Anger und zu den Wohnhöfen erscheint nicht konsequent.
Durch den Erhalt beider Wälder entsteht ein angenehmer Rundweg, der auch einen Mehrwert für die angrenzenden Wohngebiete bietet. Im nördlichen Wald sind Nutzungsangebote für Aufenthalt und Bewegung erkennbar. Der Anger endet im Süden etwas unklar.

Das Konzept überzeugt mit den strategischen Ansätzen in Bezug auf die städtebauliche Struktur und zeichnet sich besonders durch den Umgang mit den bestehenden Ressourcen und des Ortes aus.