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Einladungswettbewerb | 01/2021

Wohnhochhaus WoHo in Berlin

BLICK AUF DAS HAUS AUF DEM PARK

BLICK AUF DAS HAUS AUF DEM PARK

2. Preis

Partner und Partner Architekten

Architektur

LAVALAND Laura Vahl

Landschaftsarchitektur

TREIBHAUS Landschaftsarchitektur Berlin/Hamburg

Landschaftsarchitektur

merz kley partner

Tragwerksplanung

ee concept gmbh

Energieplanung

Erläuterungstext

STÄDTEBAU – Der Ort als Kreuzung und Verbindung

Das Grundstück in der Schöneberger Straße befindet sich in
einem Umfeld im Aufbruch. Vielfältige Grünräume und kulturelle Angebote treffen hier aufeinander: Der Gleisdreieckpark, der Anhalter Bahnhof, der Mendelsohn-Bartholdy-Park und das Tempodrom als Ort kulturellen Lebens bilden die direkte Nachbarschaft. Der Potsdamer Platz ist nur wenige Straßenzüge entfernt. Damit markiert das Grundstück einen Kreuzungspunkt, der das Potenzial hat, im Stadtgefüge als Bindeglied zu wirken.

SOCKELGESCHOSS – der gestapelte, öffentliche Park

Der grüne Sockel bildet buchstäblich die Basis für die Hausgemeinschaft: Als Ort des Ankommens, des Aufbrechens und der Begegnung ist er im Alltag aller Bewohner*innen fest verankert und bildet gleichzeitig das Bindeglied zur Nachbarschaft. Mit kleinen Läden, Cafés und Raum für ankommende Radfahrer*innen öffnet sich der geschichtete Garten in Richtung Schöneberger Straße und zur nördlichen Durchwegung in Richtung Tempodrom. Vielfältige Freiräume ermöglichen Begegnung und Austausch. Im Sockelbereich entsteht indes mit Kita, Musikstudios, Bibliothek und Markthalle ein Generationencluster.
Gefasst wird der offene Sockel durch ein beranktes Pflanzgerüst. Die Terrassen geben den Blick in die umgebende Stadtlandschaft frei und schaffen Freiräume für Spiel, Sport, Gärten und Begegnung. Die intensive Begrünung maximiert die Biodiversität des Ortes, bildet Versickerungsfläche und kühlt die Umgebung durch Verdunstungskälte. Klimaaktiv, öffentlich, sozial, multidimensional: Der vertikale Park wird Prototyp für einen neuartigen Freiraumtyp für Kreuzberg und Berlin!

GEBÄUDE – Ein Kreuzberger Baukasten: modular, flexibel und durchmischt!

Als klar geformter Baukörper platziert sich das Holzhochhaus in der Mitte der begrünten Sockelzone. Das Gebäude erreicht eine Gesamthöhe von knapp 100 Metern und wird ergänzt durch einen öffentlichen Pocket-Park im obersten Geschoss. Zwischen „Park und Park“ entsteht aus der Stapelung des Berliner Blocks ein gemischt genutztes, dabei aber klar gegliedertes Hochhaus. Auf jeder Etage entwickelt sich ein Nebeneinander von Wohnungseigentum, Mietwohnungen und geförderten Wohnungen. Jeder Block wird ergänzt durch zwei halböffentliche „Kiezgeschosse“, die mit den Gemeinschaftsräumen der Wohngeschosse gekoppelt werden können und für eine Durchmischung vertikaler Nachbarschaften in einem für Kreuzberg typischen Maßstab sorgen.
KONSTRUKTION – repetitiv, zirkulär und maximal nachwachsend
Die Gebäudekonstruktion folgt den Cradle to Cradle-Kriterien und ist im Sinne einer zirkulären Bauweise so konzipiert, dass die eingesetzten Rohstoffe wieder sortenrein zurückgewonnen werden können. Das Gebäude folgt dem Prinzip einer Materialbank.
Das Tragsystem und die Spannweiten gründen auf einer einfachen Logik und maximieren die für diese Gebäudetypologie mögliche Verwendung nachwachsender Baustoffe. So besteht die primäre Tragkonstruktion -außer dem Erschließungskern- aus Holz. Auch die Fassade aus Brettsperrholz, Dämmung und hinterlüftete Fassade lässt sich sortenrein zurückbauen.
Die nachwachsenden Baustoffe haben durch ihren geringen Anteil an grauer Energie in der Produktion und ihr Potential CO2 langfristig in der Konstruktion einzuspeichern, ein hohes ökologisches Potenzial. Sie leisten damit einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

WIRTSCHAFTLICHKEIT – Robustes Gebäudekonzept, langfristig gedacht

Das Konzept betrachtet die Frage der ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit Hand in Hand. Das Bauwerk und die damit eingesetzten Rohstoffe langfristig zu nutzen, sorgt für Ressourcensicherheit und vermeidet CO2 Emissionen bei zukünftigen Um- bzw. Neubauten. Parallel entstehen weniger Kosten bei Umnutzungen der vorhandenen Gebäudestruktur.
Der Entwurf ist bei allen sozialen und ökologischen Ambitionen streng an einer technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit ausgerichtet und vereint damit erfolgreich Idealismus und bodenständigen Realismus.

• Bauherr: UTB Projektmanagement GmbH
• Typologie: Wohnhochhaus
• Ort: Berlin
• BGF: 33.000 m²
• Leistungsphasen: Wettbewerb 2.Preis
• Architekten: Partner und Partner Architekten
• Team: Jörg Finkbeiner, Jeroen Meissner, Friederike Rau, Timo Voßhagen,
Clara Wunderlich, Fabian Fleckenstein
• Energiekonzept: ee-concept
• Landschaftsplaner: Treibhaus / Lavaland
• Tragwerksplanung: merz kley und partner
• Brandschutz: Eberl-Pacan Brandschutzplaner
• Visualisierung: grauvisuals
BLICK AUF DAS HAUS AUF DEM PARK

BLICK AUF DAS HAUS AUF DEM PARK

IM PARK

IM PARK

Ăśbersichtsplan 1:1.000

Ăśbersichtsplan 1:1.000

LAGRPLAN

LAGRPLAN

KREUZBERG VERTIKAL: DAS HAUS AUF DEM PARK

KREUZBERG VERTIKAL: DAS HAUS AUF DEM PARK

LAGEPLAN

LAGEPLAN

URBANES BIOTOP UND HABITAT

URBANES BIOTOP UND HABITAT

ANSICHT NORD_OST

ANSICHT NORD_OST

LAGEPLAN

LAGEPLAN

ANSICHT NORD_WEST

ANSICHT NORD_WEST

AUSSENANLAGEN UND ERDGESCHOSS

AUSSENANLAGEN UND ERDGESCHOSS

ACHNITT AA

ACHNITT AA

IM PARK

IM PARK

SCHNITT BB

SCHNITT BB

WHH DIAGRAMM

WHH DIAGRAMM