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Nichtoffener Wettbewerb | 06/2014

Zentrum fĂŒr angewandte Sportwissenschaft und Technologie sowie Neubau einer Vierfachsporthalle

5. Preis

Preisgeld: 10.400 EUR

B19 Architekten BDA

Architektur

modellwerk weimar | Architekturmodelle, Modellbau, FrÀsservice, Laserservice

Modellbau

Trabert + Partner

Tragwerksplanung

IngenieurbĂŒro fĂŒr WĂ€rme- und Haustechnik IBP GmbH

TGA-Fachplanung

Beurteilung durch das Preisgericht

Die Arbeit 1003 ist durch 2 eigene Baukörper mit guter Platzbildung geprĂ€gt, der aber im Detail nicht konsequent umgesetzt wird. Die Anordnung ist rechtwinklig zueinander ohne Bezug oder Aufnahme von GebĂ€udekanten. Der Haupteingang fĂŒr die Zuschauer ist an der Nord-West-Ecke situiert, der ĂŒber einen kleinen und in seiner Dimension eher untergeordneten Vorplatz mit BĂ€umen erreichbar ist. Ein Teil der ParkierungsflĂ€che wird mit BĂ€umen begrĂŒnt, was die MultifunktionalitĂ€t des Festplatzes etwas einschrĂ€nkt.

Der zweite Bau (Ideenteil) fĂŒr UniversitĂ€ts-und InstitutsflĂ€chen wird als Einzelbaukörper seiner Funktion und Außendarstellung gerecht, der Bezug zu den SportfreiflĂ€chen im SĂŒden wird jedoch nicht nachgewiesen. Die FlĂ€chenangeboten werden aber auf Kosten der sehr gering angesetzten VerkehrsflĂ€chen deutlich unterschritten, die Auffindbarkeit des Eingangs ist gegeben.

Im Inneren der Sporthalle wird der Hallenbesucher ĂŒber ein ausreichend dimensioniertes Foyer auf einer einlĂ€ufigen, breiten Treppe nach oben in den Verteilerbereich gefĂŒhrt. Die Verteilung auf die Sitzbereiche mit einem Erschließungsgang ist gut und am Ende sehr großzĂŒgig gelöst. Die Barrierefreiheit ist mit einem Aufzug im Eingangsbereich gelöst. Der Blick auf das Spielfeld ist auf der NordtribĂŒne eingeschrĂ€nkt. Damit werden die angebotenen ZuschauerplĂ€tze um ca. 20 % minimiert. Trotz der steilen TribĂŒnen ist eine vollstĂ€ndige Einsehbarkeit auf das Spielfeld nicht gegeben.

Der Schulsportzugang, der gleichzeitig Sportlereingang ist, scheint deutlich unterdimensioniert und wird der hĂ€ufigen Nutzung von großen SchĂŒlerzahlen nicht gerecht. Zudem werden keine getrennten Schmutz- und SaubergĂ€nge angeboten. Die Kletterhalle ist mit der direkten Anbindung an den Eingang gut gelegt und ĂŒberzeugt an dieser Stelle. Die Einsichtigkeit in die Halle von außen ist gut nachvollziehbar und weckt Interesse bei den Vorbeigehenden. Die Nebenraumfunktionen sind gut nachgewiesen und bis auf den Technikanteil ausreichend und sinnvoll angeordnet.

Die InstitutsflĂ€chen sind deutlich unter der „Zielzahl“ von ca. 7500 BGF und mir den geringen
VerkehrsflÀchen so nicht akzeptierbar. Die Anordnung der RÀume ist in Bauabschnitten realisierbar, aber mit ihren Beziehungen zur SpielflÀche falsch orientiert.

Die Konstruktion und das Tragwerk der Halle scheinen mit der StahltrĂ€gerkonstruktion einfach und mit dem „Unterbauch“ geschickt fĂŒr die geringe Höhenentwicklung zu sprechen, obwohl ansonsten der TrĂ€ger sehr massig in der Ansicht wirkt. Die Fassade und Außenansicht mit hochgestellten Aluminiumpanelen vereinnahmt die Halle wie die restlichen Baukörper als Ganzes. Eine Funktionsablesung der inneren Nutzung erfolgt ĂŒber die verschiedenen AbstĂ€nde der Streben was beruhigend und positiv gestehen wird. Die BĂŒrobelichtungen sind aber zu hinterfragen.

Eine Bauabschnittsbildung ist nachgewiesen, die Baukörper bedingen sich nicht gegenseitig, was auch den Verzicht auf Synergien bei einem gleichzeitigen Bau bedeuten wĂŒrde. Die Bildung von eigenen GrundstĂŒcken ist möglich mit einer gemeinsamen Erschließung.

Die Arbeit stellt im wirtschaftlichen Vergleich eine durchschnittlich Lösung aufgrund des BRI-
Wertes dar. Der Freiraum wird nicht durchgĂ€ngig zum Naherholungsbereich und dem Naturschutzgebiet angeboten, sondern durch ParkplĂ€tze und dem Institutsbaukörper verstellt. Die Baumreihe im SĂŒden wird erhalten, die VerknĂŒpfung zum Sportplatz im SĂŒden aber nicht effektiv fĂŒr SitztribĂŒnen oder durch Anbindungen (AusgĂ€nge) genutzt.

Die Arbeit stellt mit der gelungenen Fassade und den angenehmen Kubaturen einen guten
architektonischen Beitrag dar, der aber durch fehlende FreiraumqualitÀten geschwÀcht wird.
Modell - modellwerk weimar

Modell - modellwerk weimar

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Modell - modellwerk weimar

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