Kreislauffähige Holzbauten planen mit Hirner & Riehl
Seit mehr als 20 Jahren entwickeln Martin Hirner und Robert Härtl von Hirner & Riehl Architekten ressourcenschonende Holzbaukonzepte. Für die Münchner Architekten beginnt nachhaltiges Bauen nicht erst bei der Materialwahl. Entscheidend ist für sie, Gebäude langfristig nutzbar, rückbaubar und konstruktiv effizient zu planen.
Dafür setzen sie auf reduzierte Materialverbräuche, serielle Vorfertigung, regionale Wertschöpfung und kreislauffähige Konstruktionen. Ziel ist es, Gebäude zu entwickeln, die langlebig sind, von den Nutzenden angenommen werden – und deren Bauteile später als Ressource weiterverwendet werden können.
Neues Seminargebäudes "St. Wunibald". Soweit baukonstruktiv möglich wurden CO2 neutrale Baustoffe aus regionaler Herstellung verwendet.
©Sebastian Schels
In der neuen Masterclass Holzbau in der competitionline Akademie geben Martin Hirner und Robert Härtl Einblick in ihre Herangehensweise und zeigen anhand realisierter Projekte, wie sich nachhaltige Holzbaukonzepte wirtschaftlich, konstruktiv und architektonisch umsetzen lassen. Grundlage sind mehr als 35 realisierte Holzbauprojekte und zahlreiche Wettbewerbserfolge.
Im Mittelpunkt stehen drei sehr unterschiedliche Projekte:
- das Seminargebäude Haus St. Wunibald der Benediktinerabtei Plankstetten, bei dem regionale und kreislauffähige Baustoffe konsequent mitgedacht wurden,
- das Münchner Studierendenwohnheim Schwere-Reiter-Straße, eines der höchsten Holzgebäude der Stadt,
- sowie das Jugendwohnheim Straubing, das serielle Vorfertigung und hochverdichtetes Wohnen kombiniert.
Die Referenten erläutern unter anderem:
- wie Holzbau ressourcenschonend und zugleich wirtschaftlich geplant werden kann,
- welche Rolle Vorfertigung und serielles Bauen spielen,
- wie Kreislauffähigkeit konstruktiv mitgedacht wird,
- wie flexible Grundrisse spätere Nutzungsänderungen erleichtern,
- und welche Herausforderungen bei Brandschutz, Materialwahl und Konstruktion gelöst werden müssen.
Die Masterclass richtet sich an Architekt*innen und Planende, die nachhaltige Holzbaukonzepte besser verstehen und konkrete Lösungen für die eigene Praxis kennenlernen möchten.
Die Masterclass Holzbau finden Sie als On-demand-Webinar in der competitionline Akademie.
Über die Referenten
Martin Hirner: studierte Architektur an der TU München und der ETH Zürich. Nach Gründung der Zimmerei H+P und nach seiner Tätigkeit als Baubezirksleiter bei der Erzdiözese München und Freising startete er 1990 eine Büropartnerschaft mit Martin Riehl. Seit 2000 ist er Mitglied im BDA und auch als
Preisrichter aktiv. Nachhaltiges Bauen, Holzbau, Bildungseinrichtungen und Sanierungen zählen zu seinen Arbeitsschwerpunkten. Martin Hirner hat bereits an mehr als 200 Wettbewerben mit über 70 Platzierungen teilgenommen.
Robert Härtl: Nach Abschluss seiner Schreinerausbildung studierte Robert Härtl an der TU Cottbus und der École Nationale Supérieure d’Architecture de Marseille Architektur. Für seine Diplomarbeit wurde ihm der Munte-Preis der BTU Cottbus verliehen. Es folgten Stationen in Österreich und Süddeutschland, bevor er 2004 seine Tätigkeit bei Hirner & Riehl Architekten Stadtplaner begann. Seit 2016 ist er dort Büropartner. 2024 wurde er als Mitglied im BDA berufen. Sein Projekt "Holzstrohbau Haus St. Wunibald" erhielt zahlreiche Preise und Anerkennungen, unter anderem den Preis Holzbauplus 2023 sowie den Bayerischen Klimaschutzpreis. Seine Arbeitsschwerpunkte umfassen neben dem Holzbau, Bildungsbauten und Bauen im Bestand. Mit der Teilnahme an Wettbewerben erreichte er mehr als 90 Platzierungen.
Hier finden Sie die Masterclass Holzbau mit Martin Hirner und Robert Härtl.
Das Studierendenwohnheim in der Schwere-Reiter-Straße in München von Hirner & Riehl Architekten und Stadtplaner. Es zählt zu den höchsten Gebäuden Münchens, die bis dato in Holzbauweise ausgeführt wurden.
©Sebastian Schels
Klosteranlage Benediktinerabtei Plankstetten mit dem Neubau von Hirner & Riehl Architekten am Waldrand.
©Sebastian Schels
Jugendwohnheim Straubing: kompakte individuelle Räume und großzügige Gemeinschaftsbereiche.
©Sebastian Schels
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