Die Designarmatur IMO von DORNBRACHT und der KNX Raumkontroller und F 40 Taster von JUNG erstrahlen in der gemeinsamen Oberfläche Light Gold gebürstet
©DORNBRACHT / JUNG
Oberflächen als verbindendes Prinzip
Als sich Mailand im April in eine Bühne für Design verwandelte, rückten Ideen, Materialien und Visionen ins Zentrum der internationalen Aufmerksamkeit. DORNBRACHT und JUNG nutzten genau diesen Moment, um ihre Oberflächenpartnerschaft auszubauen. Mit den sechs charakterstarken Metalloberflächen – Dark Platinum gebürstet, Light Gold gebürstet, Dark Brass gebürstet, Gold gebürstet, Bronze gebürstet und Dark Bronze gebürstet – wächst die gemeinsame Materialwelt weiter. Ein Gespräch zur Kooperation DORNBRACHT x JUNG mit Caroline Schmitt, Geschäftsführung DORNBRACHT, und Deniz Turgut, Head of Marketing, JUNG.
Links: DORNBRACHT x JUNG im Showroom von Dornbracht zur Milan Design Week, Rechts: Caroline Schmitt, Geschäftsführung DORNBRACHT, und Deniz Turgut, Head of Marketing, JUNG
© DORNBRACHT / Foto: Tobias Wahl (Bild links)
Was gab den Impuls für die Zusammenarbeit von DORNBRACHT und JUNG?
Deniz Turgut: „Am Anfang stand eine sehr konkrete Beobachtung aus der Planungspraxis: Unterschiedliche Gewerke werden oft mit ähnlichen, aber nie wirklich identischen Oberflächen umgesetzt. Spannend wurde es für uns in dem Moment, in dem klar wurde, dass wir nicht mehr über Einzelprodukte sprechen, sondern über die Übergänge, an denen Elemente im Raum aufeinandertreffen. Mit DORNBRACHT verbindet uns der Anspruch, Materialität konsequent zu denken. Die Kooperation ist kein klassisches Co-Branding, sondern das Ergebnis einer gemeinsamen Haltung: Gestaltung entsteht dort, wo Kompetenzen ineinandergreifen.“
Warum eignet sich gerade Metall als verbindendes Element?
Caroline Schmitt: „Metall ist in unterschiedlichen Produktkategorien gleichermaßen verankert – von Armaturen über Schalter bis hin zu Leuchten – und ermöglicht dadurch eine durchgängige Gestaltung über Raum- und Funktionsgrenzen hinweg. Der Werkstoff, der für Langlebigkeit und Wertigkeit steht, lässt sich mit hoher Genauigkeit veredeln. Das PVD-Verfahren (Physical Vapour Deposition, ein physikalisches Beschichtungsverfahren zur Veredelung von Metalloberflächen), das bei unseren gemeinsamen Oberflächen zum Einsatz kommt, erlaubt exakt definierte Farbnuancen und Oberflächenstrukturen, die eine visuelle und haptische Übereinstimmung ermöglichen.”
DT: „Metall hat eine besondere Eigenschaft: Es ist nie neutral. Es hat immer eine eigene Lichtreflexion, eine eigene Temperatur, eine eigene Tiefe, eine eigene Alterung. Dadurch entsteht eine besondere Materiallebendigkeit. Andere Materialien können verbinden, Metall kann zusätzlich eine Atmosphäre tragen – und genau das macht es so interessant für eine übergreifende Gestaltung.“
Dark Platinum gebürstet: Steckdosen, Magnetic Charger und Armaturen erscheinen aus einem Guss
©DORNBRACHT / JUNG
Für welche Projekte wurden die gemeinsamen Oberflächen entwickelt?
CS: „Die gemeinsamen Oberflächen entstammen dem DORNBRACHT Oberflächenportfolio und entsprechen in Bezeichnung, Farbe und Haptik den bewährten Ausführungen. In Kombination mit den JUNG Schaltern und Steckdosen der Designserie LS richtet sich die Oberflächenkollektion DORNBRACHT x JUNG an anspruchsvolle Architektur‑ und Objektprojekte, in denen Gestaltung ganzheitlich gedacht wird – etwa im hochwertigen Wohnungsbau, in Hospitality-, Office- oder öffentlichen Bauten.“
Was macht die Abstimmung der Oberflächen zwischen Armatur und Schalter so besonders?
DT: „Die Herausforderung liegt darin, Produkte mit völlig eigenen Anforderungen so aufeinander abzustimmen, dass sie visuell und haptisch identisch wirken. Dass die Beschichtung der JUNG Produkte bei DORNBRACHT erfolgt, ist deshalb ein zentraler Schritt. Nur so lässt sich sicherstellen, dass Farbton, Struktur und Glanzgrad exakt übereinstimmen. Diese Präzision entsteht nur, wenn man Prozesse wirklich zusammenlegt und nicht parallel entwickelt.“
Welche Impulse nehmen Sie von der Milan Design Week mit?
DT: „Der wichtigste Impuls ist die Bestätigung, dass die Fragen, mit denen wir uns beschäftigen, auch die Fragen der Branche sind. Für uns ist das Thema der Kooperationen deshalb kein abgeschlossener Schritt, sondern ein Ausgangspunkt. Wir werden diesen Ansatz weiter ausbauen – sowohl in Bezug auf weitere Anwendungen als auch im Hinblick auf neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Herstellern. Die Resonanz hat gezeigt, dass der Bedarf nach durchgängigen, abgestimmten Lösungen sehr groß ist.“
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