In aller Kürze: Das ist Perimeterdämmung.
Als Perimeterdämmung bezeichnet man die Wärmedämmung erdberührter Bauteile von Gebäuden und Bauwerken an ihrer Außenseite. Diese kann sich unterhalb der Bodenplatte eines Gebäudes oder an der Außenseite einer im Erdreich eingebundenen Kelleraußenwand befinden.

Die Dämmung muss wasser- und druckbeständig sein – und sollte möglichst wenig Wärme passieren lassen. Dazu gibt die Energieeinspar-Verordnung (EnEV) Referenz-U-Werte vor. Die außenseitige Perimeterdämmung führt außerdem zur Erhöhung der raumseitigen Oberflächentemperaturen dieser Bauteile und vermeidet Bauschäden zum Beispiel durch Schimmelbildung.

Für eine EnEV-konforme Perimeterdämmung kommen verschiedene Dämmstoffe infrage. Im Folgenden stellen wir Ihnen fünf davon vor – mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen:

Die Wahl des richtigen Dämmstoffs für die Perimeterdämmung wirkt sich auf die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes aus.

Die Wahl des richtigen Dämmstoffs für die Perimeterdämmung wirkt sich auf die Energieeffizienz des gesamten Gebäudes aus.

Zellulose
Mit der Zellulosedämmung lassen sich Gebäude ökologisch vorteilhaft dämmen. Sie wird aus Zeitungspapier gewonnen – Ausgangsmaterial ist also Holz. Um dennoch den Brandschutzvorgaben gerecht zu werden, wird die Zellulose durch Zugabe von Mineralstoffen schwerer entflammbar gemacht. Die verschiedenen Ausführungen im Handel reichen vom losen Einblasdämmstoff über Dämmplatten bis hin zu Dämmpellets und sind auch rein biologisch hergestellt erhältlich.

Vorteile:
• Hohe Wärmedämmung, U-Wert ca. 0,040 W/(m²K)
• Fugenlose und diffusionsoffene Dämmung ohne Wärmebrücken (besonders bei Einblasdämmung)
• Guter Hitzeschutz durch große Speicherkapazität
• Widerstandsfähig gegen Schimmel und Ungeziefer
• Effektiver Schallschutz
• Günstige und schnelle Verarbeitung
• Als Naturdämmstoff relativ günstig
Nachteile:
• Brandschutzklasse B2 (normal entflammbar), kürzere Feuerwiderstandsdauer als bei anderen Dämmstoffen
• Einblasdämmung nur von Fachfirmen mit geeigneter Ausstattung zu leisten

Expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS)
Vor allem unter seinem Handelsnamen Styropor® bekannt, handelt es sich bei EPS um ein leichtes weißes Dämmmaterial, das in Form von Platten angeboten wird. Die Grobporigkeit des Hartschaums lässt sich auf das Herstellungsverfahren von EPS zurückführen: Dabei wird ein Granulat in heißem Wasserdampf aufgeschäumt, sodass seine Partikel verkleben, ohne vollständig miteinander zu verschmelzen. Die Durchlässigkeit von EPS für Luft und Wasserdampf variiert je nach Hersteller.

Vorteile:
• Geringer U-Wert, ca. 0,035 W/(m²K)
• Dämmdicke von nur 14 cm nötig, um EnEV-Vorgaben zu erfüllen
• Sehr langlebig, verwittert nur langsam
• Extrem feuchtebeständig
• Geringes Eigengewicht, dadurch gutes Handling
• Äußerst günstig
Nachteile:
• Brandschutzklasse B2, bei Brand können sich starker Qualm und giftige Gase bilden
• Herstellung auf Basis von Erdöl
• Bei Verarbeitung Feinstaubbildung möglich

Äußerst feinporig, höchst wärmedämmend, extrem fest: die Vorteile von extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS).

Äußerst feinporig, höchst wärmedämmend, extrem fest: die Vorteile von extrudiertem Polystyrol-Hartschaum (XPS).

Extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS)
Im Gegensatz zu EPS ist XPS – auch als Styrodur® bekannt – homogen und feinporig. Es lässt nur wenig Luft, Wasser und Wasserdampf passieren, entsprechend gering ist auch die Aufnahme von Wasser.

Vorteile:
• Geringer U-Wert, ca. 0,035 W/(m²K)
• Dämmdicke von nur 15 cm nötig, um EnEV-Vorgaben zu erfüllen
• Extreme Festigkeit, dadurch sehr formbeständig
Nachteile:
• Brandschutzklasse B2, bei Brand können sich starker Qualm und giftige Gase bilden
• Herstellung auf Basis von Erdöl
• Bei Verarbeitung Feinstaubbildung möglich
• Preisspanne in der Regel höher als die von EPS

Schaumglas
Auch als FOAMGLAS® im Handel, bezeichnet Schaumglas einen mineralischen Dämmstoff. Um ihn herzustellen, werden die Ausgangsstoffe – darunter Recyclingglas oder Quarzsand – zu Glas eingeschmolzen und zermahlen. Mithilfe von Kohlenstoff wird es anschließend unter großer Hitze aufgeschäumt. Die so entstehenden Blöcke werden zu Dämmplatten zugeschnitten.

Vorteile:
• Geringer U-Wert, ca. 0,045 W/(m²K)
• Dämmdicke von nur 16 cm nötig, um EnEV-Vorgaben zu erfüllen
• Extrem langlebig
• Kein Schwinden oder Kriechen
• Individuelle, einfache Verarbeitung mit Sägeblättern
Nachteile:
• Starr, keine beliebige Formung möglich
• Schlechte Schalldämmung
• Relativ teuer

Calciumsilikat
Calciumsilikat besteht aus den mineralischen Bestandteilen Siliziumdioxid (Sand) und Kalziumoxid (Kalk). Die Dämmplatten zeichnen sich durch hohe Feinporigkeit und die Fähigkeit aus, sehr gut Wasser aufzunehmen und abzugeben.

Vorteile:
• Gute Schneid- und Sägefähigkeit
• Hohe Feuchtigkeitsaufnahme
• Mit bestimmten baulichen Vorgaben für Altbauten vereinbar
• Resistent gegen Schimmel
Nachteile:
• Vergleichsweise hoher U-Wert, ca. 0,065 W/(m²K)
• Dämmdicke von 24 cm nötig, um EnEV-Vorgaben zu erfülle
• Relativ teuer

Passend zur Dämmung: die richtige Energie.
Auftraggeber, die sich von Grund auf mit Energieeffizienz für ihr künftiges Gebäude auseinandersetzen, wollen auch durch wirtschaftliche Energie versorgt werden. Hier bietet sich Flüssiggas an: Bedarfsgerecht geliefert, hilft der Energieträger zum Beispiel in Kombination mit Blockheizkraftwerken oder Gasbrennwertheizungen, die strengen Vorgaben der EnEV zu erfüllen.

Erfahren Sie mehr dazu auf unserem Blog mehrimpulse.de oder persönlich durch unsere Planungspartner: telefonisch unter +49 2151 742 9001 oder per E-Mail unter kontakt@mehrimpulse.de