Gerade in neuen Stadtteilen wie der Hafencity Hamburg setzen Projektentwickler gerne auf das Quartier-Konzept: Ein Gebäudekomplex mit verschiedenen Funktionen, der Leben, Arbeiten und Vergnügen an einem Ort vereint. So wie im Quartier KPTN von blauraum Architekten und Nalbach + Nalbach, Berlin. Das Wortspiel, das sich auf den (Schiffs-) Kapitän bezieht, nimmt nicht nur Bezug zur Elbe und zur Hafencity, sondern soll auch den hervorragenden Standort in den Mittelpunkt stellen. Auf 33.000 m², aufgeteilt auf fünf Gebäude und eine öffentliche Piazza, befinden sich privater Wohnraum, Einzelhandel und Gastronomie sowie ein Familienhotel und ein Premium-Kino mit drei Sälen. Zusätzlich verfügt das KPTN über eine Tiefgarage mit 280 Parkplätzen sowie geschützte Stellplätze für Fahrräder.

Wandbekleidung und Objekttüren aus Holz vermitteln den Anspruch an hochwertigen Innenausbau im KPTN.

Die Lindner Group mit ihrer Niederlassung in Hamburg und den Geschäftsbereichen Boden und Objektdesign war mit umfänglichen Innenausbauten beteiligt. Der Schwerpunkt lag dabei auf dem Trockenbau inklusive Maler-, Tapezier- und Fliesenarbeiten, Lindner Decken- und Bodensystemen, Fenstereinbauten, hochwertigen Brandschutz-Wandbekleidungen sowie verschiedenen Objekttüren. Gleich im Eingangsbereich zu den Wohnungen glänzt das KPTN mit einer goldfarbenen Sonderanfertigung der Briefkastenanlage, kombiniert mit brandschutzgeprüften Wandbekleidungen vom Typ „FIREwood“ in Eichenfurnier. Diese werden sowohl im Aufzugsbereich im Erdgeschoß als auch in den einzelnen Stockwerken fortgeführt. Passend hierzu fertigte Lindner Wohnungstüren aus Eichenholz, eingefasst in schwarzgefärbte Stahlrahmen.

Im Hotel legte man ebenfalls Wert auf hochwertige Materialien und exakte Verarbeitung, so z.B. bei der Wandgestaltung in der Hotelbar mit aufwendiger Spachteltechnik. Versteckt hinter einer bunten Bilderwand waren im Restaurantbereich zunächst großflächige Trockenbau- und Malerarbeiten notwendig. In den Hotelgängen finden sich edle Vinyltapeten, die mit einer extra hohen, nicht verklebten Sockelleiste abgeschlossen wurden. Hier versteckt sich ebenfalls eine Sonderlösung von Lindner.

Das PIERDREI verfügt als Entertainment- und Familienhotel über einen eigenen Veranstaltungsraum, die „Hafenbühne“.
Hierfür baute Lindner eine aufsteigenden Bodenkonstruktion, eine Kombination aus Fließestrich und dem Hohlbodensystem FLOOR and more® mit appliziertem Parkett. Um die Gäste in den anderen Lobbybereichen nicht zu stören, realisierte das Unternehmen eine schallabsorbierende Raum-in-Raum-Trockenbaukonstruktion.

In den Kinosälen kamen Lindner FLOOR and more® arena Böden zum Einsatz.

Ein System, das außerdem im angrenzenden Kino zum Einsatz kam. Zudem konnte man auf die Erfahrung aus gemeinsamen Projekten mit dem Kinobetreiber der ASTOR Film Lounges und den Architekten von MASKE + SUHREN aus Berlin zurückgreifen. Neben Trockenbauarbeiten war Lindner auch für die Ausarbeitung der Bodenkonstruktionen in den Sälen verantwortlich. Die für Kinosäle untypische, wellenförmige Bodengestaltung im Saal 1 erforderte Bodenstützen teils mit über zwei Metern Höhe und einer maximalen Neigung von 6,4 Grad, was eine von Reihe zu Reihe separat eingemessene Höhenkote nötig machte. Dank vorgefertigten Ausschnitten unter den Sitzen unterstützt die FLOOR and more® arena Stufenkonstruktion außerdem die Belüftung der Säle.

Alles in allem verbaute Lindner in einem Zeitraum von eineinhalb Jahren knapp 40.000 m² Trockenbauelemente, verschönerte 80.000 m² Wände und Decken, lieferte 88 Fenster und 382 Stahltüren bzw. 1.500 Holztüren sowie Trennwände/Türen für Sanitärbereiche und war verantwortlich für einige Sonderlösungen innerhalb des KPTN in der Hafencity Hamburg.