Mit Spacer Fabrics, doppelflächigen Textilien, die durch feste Abstandsfäden eine dritte Dimension erhalten, experimentieren Lehrende und Studierende an der Frankfurt University of Applied Sciences schon länger. Die Ergebnisse in Bezug auf Luftdurchlässigkeit, Wärmeleitvermögen und Dehnbarkeit können sich sehen lassen. Zum Beispiel ein drei Meter hoher Leichtbau-Pavillon, inklusive Wärmedämmung und Schallschutz. Der von Studierenden konstruierte Spacer Fabric Pavilion gewann beim competitionline campus 2016 in der Kategorie Innovationspreis.

Campus Gewinner 2016 in der Kategorie Innovationspreis: Der Spacer Fabric Pavilion basiert auf einem modularen System.

Campus Gewinner 2016 in der Kategorie Innovationspreis: Der Spacer Fabric Pavilion basiert auf einem modularen System.

Im Foyer der Frankfurt University of Applied Sciences lud der Pavillon ein, seine Haptik, Stabilität und transluzenten Eigenschaften zu testen.

Im Foyer der Frankfurt University of Applied Sciences lud der Pavillon ein, seine Haptik, Stabilität und transluzenten Eigenschaften zu testen.

Ein weiteres Projekt der Frankfurter University of Applied Sciences begeisterte unsere Campus Jury ebenfalls und gewann den Wettbewerb 2018 in der Kategorie Studentenarbeiten: das Zelt SpacerFabric HOME besteht aus gewirkten, ultraleichten und faltbaren 3D-Textilien, die hinterlüftete Wände herstellen und Lasten aufnehmen können, modular nutzbar sind und sich so ideal für temporäre Bauten wie zum Beispiel Flüchtlingsunterkünfte verwenden lassen.

SpacerFabric HOME

SpacerFabric HOME

SpacerFabric HOME

SpacerFabric HOME

Nach so vielen studentischen Erfolgen überrascht es nicht, dass die drei verantwortlichen Professorinnen der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS), die Architektin Claudia Lüling und die Bauingenieurinnen Petra Rucker-Gramm und Agnes Weilandt, nun für ihre herausragenden Leistungen in Lehre und Weiterbildung geehrt werden. Sie erhielten in dieser Woche den mit 2000 Euro dotieren Innovationspreis der Hochschule für das Lehrprojekt „Leichtbau“.

Die besondere Qualität ihres Projekts liege in der interdisziplinären Zusammenarbeit der Fachgebiete Bauingenieurwesen und Architektur und der experimentell angelegten und anwendungsbezogenen Kombination aus Lehre und Forschung, so die Jury. Alle drei Preisträgerinnen lehren und forschen am Fachbereich Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik der Frankfurt UAS.

Zu den Preisträgerinnen

Claudia Lüling (58) ist Professorin für die Fachgebiete Entwerfen und Gestalten. Derzeit werden hier insbesondere im Bereich „Textiler Leichtbau" neue Materialanwendungen, Werkstoffinnovationen und Bauteildesigns entwickelt.

Petra Rucker-Gramm (44) ist stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Frankfurter Forschungsinstitut für Architektur • Bauingenieurwesen • Geomatik (FFin) und Leiterin des Labors für Baustoffkunde, Bauphysik und Bauwerkserhaltung. Ihre Fachgebiete sind Baustoffe, Bauphysik, Bauwerkserhaltung und Ressourcenoptimiertes Bauen.

Agnes Weilandt (45) seit 2011 ist Professorin für Baustatik, Baumechanik und Konstruktiven Ingenieurbau und Studiengangsleiterin des Studiengangs „Zukunftssicher Bauen“. Ihr Fokus: die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ingenieuren und Architekten im Bereich des Leichtbaus, der adaptiven Tragwerke und Fassaden.