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  • DE-66117 Saarbrücken, DE-66111 Saarbrücken
  • 08/2017
  • Ergebnis
  • (ID 2-262390)

Tallage Alt-Saarbrücken


  • ein 3. Preis


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    Architekten, Landschaftsarchitekten
    JUCA architektur + landschaftsarchitektur, Berlin (DE)

    Verfasser
    Carolin Fickinger , Judith Brücker

    In Zusammenarbeit mit:
    Architekten, Stadtplaner: FLOSUNDK architektur + urbanistik GmbH, Saarbrücken (DE)
    Verkehrsplaner: WSV Beratende Ingenieure GmbH, Saarbrücken (DE), Mettlach (DE)

    Erläuterungstext
    Ein grünes, lebenswertes Quartier

    Die Alt- Saarbrücker Tallage ist von heterogener Bebauung mit wenig gestalteten Freiflächen und einem Mangel an Orten mit Aufenthaltsqualität geprägt. Hinzu kommt, dass das Gebiet stark in unterschiedliche Bereiche zerfällt und der Individualverkehr das Stadtbild prägt. Allerdings kommen dem Viertel aufgrund seiner Lage in der Mitte der Stadt, der außenräumlichen Potentialflächen sowie des Nutzungspotentials eine besondere Bedeutung für die gegenwärtige und zukünftige Entwicklung der Stadt zu. Die Bedürfnisse der im Gebiet ansässigen Institutionen in Verbindung mit einer zeitgemässen Neustrukturierung des Verkehrs bieten die Chance der grundlegenden Neuordnung.

    Städtebaulich- freiraumplanerisches Konzept
    Die verknüpfenden Leitelemente des Freiraumes mit städtebaulicher Relevanz sind in Ost-West Richtung derneugestaltete Heuduckboulevard als Verbindungsachse, der neue Roonpark und das grüne Band zwischen Ministerium und HTW, sowie in Nord-Süd-Richtung der Roonplatz und die querenden Wohnstraßen. Der Diversität der Bebauung werden klare Linien und Formen entgegengesetzt, die das Gebiet vereinen und mit
    der Erhöhung des Grünvolumens auf die Herausforderungen des Klimawandels reagieren.
    Punktuelle Nachverdichtungen im gesamten Gebiet schließen Blockkanten, klären Straßen- und Platzräume und erweitern das Wohnungsangebot.
    Die Roonstraße wird durch Definition neuer Raumkanten und Baufelder zum grünen Herz des Viertels und bricht die starke, verkehrsgeprägte Achse der Westspange zugunsten des Heuduckboulevards.

    Beurteilung durch das Preisgericht

    Das städtebauliche Konzept leitet sich aus einem schlüssigen Freiraumkonzept ab. Platz- und Grünräume sind gut miteinander vernetzt und bilden die Grundlage für eine behutsame Nachverdichtung. Insbesondere das HTW Gelände, das sich aus der Campusallee Richtung Osten um den Freibereich des Kultusministeriums in einen großzügigen Park mit unterschiedlichen Funktionen entwickelt.
    Die Achse Heuduckstraße ist nachvollziehbar und pragmatisch aufgewertet durch Baumbestand, breite Gehwege und Radfahrstreifen. Positiv stimmt die Aufwertung der senkrecht zur Heuduckstraße verlaufende Wohnstraßen zu verkehrsberuhigten Zone mit Aufenthaltsqualität.
    Das Umfeld der Jakobskirche als Platz mit einem freistehenden Neubau (Cafe, Kiosk) gliedert sich positiv ein. Am nördlichen Ende der Werderstraße führt eine neue Brücke barrierefrei über die Autobahn in die Grünanlage an der Saar. Von dort aus folgt ein wünschenswerter Brückenschlag für Fußgänger und Fahrradfahrer in den Bürgerpark.
    Insgesamt eine Arbeit, die das Quartier in großen Teilen sensibel aufwertet.


INFO-BOX

Angelegt am 26.09.2017, 13:02
Zuletzt aktualisiert 28.09.2017, 19:40
Beitrags-ID 4-146484
Seitenaufrufe 39

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