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  • DE-20146 Hamburg
  • Realisiertes Projekt

Zentralbibliothek Recht der Universität Hamburg


Projektbeschreibung:
Städtebau:
Städtebauliche Leitidee ist die Ausbildung eines Vorplatzes. Selbstbewußt steht der Solitär neben dem bestehenden Rechtshaus und formuliert durch sein Vorspringen in die Straßenflucht eine neue Vorzone, den Eingangsplatz zum Campus. Parallele, lineare Bänder und Flächen charakteri-sieren den Außenbereich der neuen Zentralbibliothek Recht. Gebäude, Wege-, Platz- und Pflanzflächen bewegen sich streifenförmig von der Rothenbaumchaussee zum Universitätscampus.
Das bestehende... +
Städtebau:
Städtebauliche Leitidee ist die Ausbildung eines Vorplatzes. Selbstbewußt steht der Solitär neben dem bestehenden Rechtshaus und formuliert durch sein Vorspringen in die Straßenflucht eine neue Vorzone, den Eingangsplatz zum Campus. Parallele, lineare Bänder und Flächen charakteri-sieren den Außenbereich der neuen Zentralbibliothek Recht. Gebäude, Wege-, Platz- und Pflanzflächen bewegen sich streifenförmig von der Rothenbaumchaussee zum Universitätscampus.
Das bestehende Rechtshaus bleibt in seiner Funktion als Haupteingang erhalten, den neuen Bü-cherturm betritt man durch das Foyer des Altbau. Beide Gebäude werden über ein gläsernes Atri-um miteinander verbunden. Es entsteht ein Gesamtensemble, das sowohl kompositorisch, als auch funktional eine Einheit bildet.
Das stilisierte Baummotiv der Südfassade stellt als „Kulisse“ die denkmalgeschützte Stadtvilla in einen imaginären Park. Die Begrünung des Innenhofs wird als grüne Mischwaldkulisse über die Fassade der Bibliothek bis zur Rothenbaumchausse geführt.

Gebäudekonzept:
Der Erweiterungsbau der Bibliothek ist als „kompakter Bücherturm“ konzipiert, der über ein Atrium mit dem bestehenden Rechtshaus verbunden ist. Umhüllt von einer Glasfassade präsentiert sich ein schwebender Körper. Die mit verschiedenfarbigen Gläsern bestückte Fassade ändert, je nach Lichteinfall, Tages- und Jahreszeit ihre Erscheinung. Ein Bücherkubus der am Tage seine Farbigkeit im Innenraum erlebbar macht, sich in der Nacht zum gelb strahlenden Lichtobjekt verwandelt.
Die Erschließung von Alt- und Neubau erfolgt über Aufzug und Treppenanlage im Atrium. Im Basisgeschoss befinden sich die öffentlichen Seminar- und Garderobenbereiche, in den Oberge-schossen die Bibliothek.
Brücken- und Treppenverbindungen queren das Atrium, lassen den 5 m breiten und 25 m hohen, fast sakralen Raum, zum Erlebnis werden. Tief unten schimmert die türkisfarbene Wasserfläche, die neben der atmosphärischen auch raumklimatische Aufgaben zu erfüllen hat.
Die kontrollierten Bereiche der Bibliothek beginnen im Hochparterre des Neubaus. Ab hier ist die Nutzungsverteilung über alle Geschosse identisch. Informations- und Recherchesysteme findet man auf den zum Atrium hin offenen Galerien. Entlang der Fassaden reihen sich die natürlich belichteten Leseplätze. Im Innenbereich, vor der Brandwand gelegen, werden kompakt die Buchstellflächen angeordnet. Im Endausbau wird die Zentralbibliothek mit 700.000 Bänden, einer Fachbodenlänge von ca. 27 km und rund 1.200 Leseplätzen im 24 Stunden Betrieb geöffnet sein.

Passives Energiekonzept:
Wesentliches Element des passiven Energiekonzepts ist das Atrium. Es verbindet räumlich Neu- und Altbau und fungiert als Pufferraum und Verzögerer für Wärmeverluste. Dieser Klimapuffer er-öffnet den Nutzern die Möglichkeit, an einer offenen Galerie zu sitzen und den Zwischenraum zu erleben. Die thermische Hülle wird durch die Atrienverglasung gebildet. Auf beiden Giebelseiten sorgen Lüftungsklappen für die natürlich Be- und Entlüftung. Der thermische Kamineffekt des Atriums wird als Antrieb genutzt für die Abströmung der natürlichen Luftdurchspülung der Bibliotheks-geschosse.
Positiv auf die Energiebilanz wirkt sich auch die minimierte Außenumfassungsfläche des Bücher-turms aus. Die massiven Betondecken der Geschoßebenen wirken als thermische Speichermasse, nehmen Energie auf und geben diese phasenverzögert wieder ab.
Unter das Glasdach montierte Lichtlenklamellen lenken das einfallende Tageslicht in die Tiefe des Atriums und sorgen so, auch auf der Nordseite, für ausreichend Tageslicht. -



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