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Ansicht vom Siebenkreuzerweg Ansicht vom Siebenkreuzerweg
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  • DE-88348 Bad Saulgau
  • Realisiertes Projekt

Neubau Fachklink Höchsten


Projektbeschreibung:
Nach vielen Standortuntersuchungen im Vorfeld der Planungen wurde dieser besondere Ort in Bad Saulgau für den Neubau des Fachkrankenhauses ausgewählt.
Die besondere Herausforderung der Aufgabestellung war für uns der sensible Umgang mit der Landschaft mit weitreichenden Blickbeziehungen vom und zum Neubau. Wir suchten nach einer Architektur, die sich hinsichtlich Gliederung und Materialität in die Landschaft einfügt, sich jedoch nicht versteckt, vielmehr kraftvoll und selbstbewusst seine... +
Nach vielen Standortuntersuchungen im Vorfeld der Planungen wurde dieser besondere Ort in Bad Saulgau für den Neubau des Fachkrankenhauses ausgewählt.
Die besondere Herausforderung der Aufgabestellung war für uns der sensible Umgang mit der Landschaft mit weitreichenden Blickbeziehungen vom und zum Neubau. Wir suchten nach einer Architektur, die sich hinsichtlich Gliederung und Materialität in die Landschaft einfügt, sich jedoch nicht versteckt, vielmehr kraftvoll und selbstbewusst seine Funktion als Ort der Heilung nach außen trägt.
Die große Masse des Neubaus, rund 25.000 cbm, galt es so zu gliedern, dass neben dem Anspruch, das Gebäude harmonisch in die Landschaft zu integrieren, die funktionalen und insbesondere die atmosphärischen Anforderungen, die an ein Fachkrankenhaus gestellt werden, in optimaler Weise erfüllt werden.
Der Neubau geht differenziert auf die vorhandene Hangsituation ein.
In dem entsprechend der Hangsituation „abgetreppten“ Basisgeschoss sind sämtliche Funktions- und Therapieräume sowie die gemeinsam genutzten Räume untergebracht. Eine durchgehende gut orientierte, parallel zum Siebenkreuzerweg verlaufende „Magistrale“ mit freiem Blick auf Kloster Sießen verbindet alle Ebenen und Funktionen miteinander.
Das Sockelgeschoss als Hauptschlagader des Neubaus erlebt man durch die gute Orientierung der Magistrale als einen zusammenhängenden Raum, obwohl es auf drei Ebenen gesplittet ist. Die Magistrale konzentriert zum einen die Patientenbewegungen, ermöglicht durch den Außenbezug eine leichte Orientierung im Gebäude und wird zum lebendigen informellen Begegnungs- und Aufenthaltsraum für Patienten und Therapeuten.
Die Wohnbereiche der Patienten haben wir in drei überschaubare kubische Einheiten aufgeteilt, welche auf das Sockelgeschoss gestellt wurden. Dies führt zu einer klaren Ablesbarkeit der Funktions- und Wohnbereiche und darüber hinaus zu der gewünschten Maßstäblichkeit des gesamten Bauwerks. Die Wohnbereiche sind direkt an die Magistrale angeschlossen und erlauben durch großzügige französische Fenster von allen Räumen den freien Blick in die schöne oberschwäbische Landschaft. Die Wohntürme auf dem Sockelgeschoss sind gegenüber einander so verdreht und verschoben, dass sie sich gegenseitig nicht verdecken und den Bewohnern aus allen Wohnbereichen eine freie Blickbeziehung zur Landschaft gewährleisten.
Hinsichtlich der Materialität und der Details haben wir nach einfachen und nachhaltigen Lösungen gesucht, die auch die strengen wirtschaftlichen Grenzen eines „GU-Projektes“ erfüllen.
Eine naturbelassene Schalung aus heimischem Lärchenholz, welche im Lauf der Zeit eine silbergraue Färbung einnehmen wird, trägt dazu bei, das große Gebäude als Teil der Landschaft zu begreifen.
Wir suchten nach einer Architektur, die dazu beiträgt, Menschen in schwierigen Lebensumständen zu unterstützen und Wertschätzung spüren lässt. -



INFO-BOX

veröffentlicht am 07.06.2011
Zuletzt aktualisiert 15.08.2012
Projekt-ID 5-45446
Seitenaufrufe 2165



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